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600070360V
600079360V
A
DEÜTSCBDE MYTHOLOGIE
VON JACOB GRIMM.
DBITTB AUSGABE
ZWEITER BAND.
GOTTmGEIN
DIETERICHSCHE BUCHHANDLUNG
1854.
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600070360V
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GAP. XXI. bXVBIE und THIERE.
Da nach der ansieht des heidenthums die ganze na«
tur für. lebendig galt*]^ den thieren spräche und verstfindnis menschlicher rede, den pflanzon empfindung zugegeben, unter allen geschöpfen abejr vielfacher Wechsel und Über- gang der gestalten geglaubt wurde; so folgt von selbst, dafs einzelnen ein höherer werth beigelegt, ja dieser bis zur göttlichen Verehrung , gesteigert werden konnte, götter und menschen wandelten sich in bäume, pflanzen oder thiere, geister und elemente nahmen thierformen an; es lag nahe den cultus, desfien sie tbeilhaft waren, der abgeänderten besonderhdt ihrer erscheinung nicht zu entziehen, unter diesen gesiobtspunct gebracht hat eine Verehrung der. bfipme oder thiere nichts befremdliches, roh geworden ist sie nur dann, wenn im bewustsein . der menpch^n das höhere We- sen hinter der fmgenpmmenen form schwand und diese nun atteui es zu vertreten hatte.
Von göttlich verehrten gewachsen und geacfaöpfei zu unt^scheiden siad. aber solche, die heilig und hoch ge- halten wurden, weil sie in n^b^em {leziig zu göttern oder geistern stiinden. dahin ge^r^ zum opfer dienende pflan- zen oder thiere, bäume, i/(nt^r denen höhere wesen wob« nen, thiere, welche sie begbilteii.
*) am b^zrafanogtiFollsteD drdekt' es der «Nidisohe mylfaus tod Baldr aus: dem geliebten g«lk alle drohende gefahr abzuwenden, nahm Prigg eide ton trasser» feuer, erde, steinen, gewfiehsen, thieren, Tögeln^ gewürmen, ja .tob 4en persönlich gedaoht<$fei seuehen, dafs sie seiner schonen wollten; eiaem' eintig^n Strauch erliefs sie den schwur, weil er zu jung war. Sn. 64. Um den todten Baldr weinen hernach alle geschöple, menschen, thiere, pflanzen, steine. 6n. 68. Der alts. dichter des Hei. nennt die stnmme natar das *u§queHkan4i' nnd er dröckt steh 168, 32 so ans: that thar waldandes d6d im«- ^fueU^andcM s6 fllo antkenniaa scolda, that is endagon erika bir^da, hrisidan thia b6hnn hergow, harda üinoi clubon, feKs6$ after them felde. zwar sind diese naturereignisse biblisch (llattb. 27, 51. 52), doch möglicherweise schwebte dem Terfasser (wie s. 134. 264) eine heidnische torstellung in gedanken^ hier die kiMe nm Beider der nm den heiland ahnlieh. Herbort Ififst alles den Hector b<>jammern: bitten , sagt .er '68*, steine , sinnen , kalk und send wits and sinn, wnrden sie auch geklagt haben. Ebenso tief in der menschlichen natur gegrnnd^ ist, dafs der onf^ckselige sein leid den felsen, bXo- men nnd ir&ldem kUge ; : das ist schön aaagespra^hin in dem lied Ms« ,t, dP. und alle , < denen- hier geklagt worden war,, erbieteib sieh .%u hilile. .... . .1 ,.'.'.-.' .'
614 fiÄüMt;
Beiderlei arten lassen sicli kaum trennen , weil unge- naue/vnvollilft«di^ Mqhrictil^ iiichl zu erkeanon ge^n, welche gemeint sei. *
In wie hohem ansehn WÄLDER und BÄUME bei den heidnischen Deutschen standen hat schon das vieHe cap. gezeigt, einzelnen gottheiten, vielleicht allen, waren baine, in dem hain vermutlich noch besondere bftume geweiht, ein solcher hain durfte nicht Von profanen betreten, eifi solcher bäum nicht seines laubes, seiner zweige beraubt und nie umgehauen werden *). Auch einzelnen dämo- nen, elben, wald und hausgeistern sind bäume geheiligt (s. 476).
Ntthere Schilderungen, wenn sie auf uns gekommen wftren, würden manches wissenswerthe von der hegung ttiid Unterhaltung heiliger Wälder, Von den darin begang- nen opfern und fefsten mittheilen. Im indicolus paganla- rum heifst es ^de sacris silvaruM, (}tiae nlmidä$ vocant*. der deutsche ausdruck scheint mir uttv^r^erbf, darum nicht leichter verständlich: es ist eitl pluf. mäsc. vom sg. m- mid **) , wir müsten von sämtlichen bedeutungen utiter^ richtet sein, deren das einfache verbum neman vor alters fUhig war, um den sinn des Wortes zu treffen, in das deutsche nimo, wie es arllen anschein hat, einerlei mit ^i/tto, so mag sich auch nimid dem gr. pd/tios und tat. nemus ver- gleichen: weidetrift, wftld mark, sacrum silvae***). Ur- kunden von 1086 und 1150 geben einen ortsnamen Nimö^
*) sacrum umm», nemgu caMüim bei Taeitus. Qtid. «mor. III. 1,1: sUt vetut et muUofl ineaedum iiha p0r aoooi» eredibile est Uli numen ioesse loqo: * Com sacer in roedio «. aotcüancaque pmnioe pendeoa, et latere ez omni duloe ^oeruntor avea. Lucan. phara. 3, 399: lucoa erat longa, nunquam n^kou» ab aevo. So der sennouische wald, daa Demua derNertbw, daa slaTiache lo*- cus Zutibure, der preuaajache hain Ronow^. Bei deu Ehaten gilt für ruchloi, im heiligen hain auch nur ein blatt 4bKobrechen: so loeU sein schaUsn reicht ^ut umbra .pertingit« .RA 57. 105) nehmen sie nicht einmal eine erdbeere weg; manche begraben' heimlich ihre todten dahin (Petri Ebstland 2, 120). solche wälder nennen sie hio und davon heifst die iosel Dagdö ehstn. Hiomah^ weil neben dem hof Biohof nahe ein geweihter wald liegt. (Thom. Hiirn).
"**) wie beKd (heros) gimeinid (eommunio) frumid pl. frumidas (affs. frymdas, primitiae], barid (clamor, das ich* ans Tac. baritqs folgere).
***) könnte mmtd heidnischer anadnick sein fär opfer? o^iieMUM heifst im 13 jh. mactare, scUaohten (rom tieh gebraucht) BerCfacld p. 4€ wie wir noch heute «tAAini, obsdmnAen sagen, Ulf. nfsntir' pan; Schmids schwSb. wb. 405 abnehmen^ geflugel abschlachtet, diese
BÄUME «IS
ihm^ Nimetkn (Mosers osimlNr. gaach. iio. 34. 56), dietfe ana- logie kann weiter leiten.
Unter einsEelnen heiligten binmen hat gewis eine sett<- lang nach der bekehrung das voIk fortgefahren lichter an* sustinden und kleine opfer darsubringen, wie ea de noch beute bekrftnst, nnd reigen darunter ftthrt (a. 51). das hiefs in den kiivriilichen rerboten: ^vota ad orboreM facere aut ibi candelam se« qnodlibet munus deferre, arborem colere, votom ad arborem persolvere, arhares daemam^ bu$ canaecraUu coleroi el in tanta venera tione habere, »1 valgus nee ranmi» nee surcuhim amdeai anqmiare\ das ist das ags. ire^99eorim$g (onltus arbomm), das altn. blöta faniüfM. Laiidn. 3, 17. Die aeta Bened. aec. 2. p. 841 berichten: ^adeat quoqua ibi (an Lutosas, heute Leuze) non ignoti miraculi fagus^ nAter quam lumkuh- ria saepe cum aoeema abaque hominom accessu videmns,. divini aiiquid fore suspicanHir'. so nutate die kirche den aberglauben ffir ihre wunder: an der steile des banns wurde ein klMler gestiftet Von den heutigen Bkaten wird in RosenpISnlers beitr. 9, 12 erzählt: noch vor einigeo jähren opferten sie » kirchspiel Harjel in der Georgy Johannis und Michaelisnacbt fin^er emigen bäu^ menj d. b. sie eehlachteSen ein sekioar»e$ kuhn^). Von der heiligen eiche des donnergottes wurde s. 63. 64. 156. 168 bericMet, und gramm. 2, 997 der ahd. ausdruck eealdeih (Uex) den ags. pflanaenaamea scaldhyfel, aoald- j^yfel and dem auch oben s. 83 angeführten scaido ver- glichen, das ailea ist noch unsicher und bedarf nfiheren anfochlnsses.
Bei den Langobarden kommt die Verehrung des soge- nannten bhMaums oder heiligen baums vor (oben s« 90)* genaueres davon meldet die vita sancti Barbati in den actis sanctor. vom 19 fahr. p. 139. Der heilige (geb. um
bedeutuDg wfrd nicfat io der partikel liegen, nur im worte selbst be- ruhen: niman'', nenian irfire also schneiden, schlachten, theilen. m- miätu wiren im heil, baiir, unter bäumen geschlachtete opfer? Tgl. was im tezt aber den langobard. opferbaum gesagt wird. CeHitche etymologien scheinen für diesren offenbar sächsischen indiculos we- niger gerecht schon Adelung (Mithrid. 2, 65. 77) Terglich Nemetes und nemet (templum), naomh ist ir. sanctus, neamh (gen. nfmhe) coelum , neimheadh geweihtes , der kirche gehöriffes laod.
*) nach dem aberglaoben der lausitsischen wenden gibt es wil- der, die jähf^ek ein menschenopfer fordern (gleich den fltlssen, oben s. 462): e« mufs ein mensch darin sein leben lassen, hohla djrbi koj^dtt Ijeto jeo«he ca'lowek« «Jen*. (laasHt. non^^achr. 1797 p. 74^ ,' I o.
«1« BÄUME
602 , f tim 683 ] lebte : za Beftevent, unter den kt)nigen Grimoald und Romuald, das langoberdiscke volk wfar ge* Uiift, hieng aber noch an aberglfiubiachen gebrauchen: quin . etiam non , longe « Beneventi moenibus df^votisahn^ sacnlegam cokbcmt arborem, in qua su^pema eario cuncti qui .aderant terga vertentes arbori celerius equita^ banty calcaribus cruentantea equoa, ut unus altorum posset praeire, atque in eodem cursu reiroversis marUbus im corium jaculabauiur, sicque particulam modicam ex eo comedendam superstittoae accipiebant. et quia stnlta iUic penohebant eota, ab actione illa nomen ioco iiii« s\(M hactenus dicHur, eoium impoauerunt Barbatua predigt vergebens dawider: iili ferina coecaiti dementia ifil aUaid nisi seseorum meditantea vsus, Optimum esse fatebantu|r cuUum legis tnajorum worum y quos nominatim bellico«- sissimbs asserebant. Alsi Romuald naeh . Neapel zi^ht, re^ pente beatissimuö Barbatus securiflfi aocipiens et ad eotum pergens auis mBnüm» nefandmm arborem^ in qua per ioi iemparis spaüa Langobardi exitiale sacriiegium perfioie«^ bant, defossä humo a radicibus ineidit ap deauper terrae congeriem fecit, ut nee imlicium etx ea quia postea -^va* luerit reperire *). Diese nachricfat vom niederhauen ' des baums klingt prahlerisch und unwahrscheinlich) die be- Schreibung des heidnischen gebrauchs mag aber getreu sein, ich habe s. 159 gewiesen, dafa von Osseten und Circassiern Stangen mit thierhätUen zu ehren g6ttUcher Wesen aufgerichtet wurden, nach Jemandes bei den 6o- then dem Mars ^easuoiae truncis suspensae^ (oben s. 67), dafs überhaupt thiere an opferbäumen hiengen (s. 65. 66); vermutlich war auch dieser baüm einem gotte durch opfer heilig d. h. durch votivopfer einzelner^, der ganze ort
*) eine andere titki Barbati (das. p. 112} eriSblk folgenderge- ftalt: nam quid deipicabiliuB credendum est,; quam ■ex.mortuis ani- malihus non carnem sed corium accipere ad esum comestionis, ut prayo errori subjecti Loogobardi feeerunt ? qui suisirum festa solen- nitatum eqois praecurrentibus unus altero praecedente , sicut mos erat ^enüliiim , arhori ludilicae procul non satis Beneyento eoto sua Mohehant, Suspensa itaque putredo corii in hanc arhorem divam equorum sessores Versis post tergum brachiis ignomipiam* corii cer- tabant lanceolis yibrare. cumque . lanceolis esse tibrata pellis mortua eerneretur, Veluti pro remedio animae ex, hac illusione corii partis mediae factam recisionem ^ustabant. ecee quali ridiculo Tan^e men- tis homines errori subjacebänt pestifero. ... i . .
**j oben B. 334; .Totüm nickt blofs das gelnbde, auch die abla- tio rei TotiTae. yotare puemna bei Pertz 2, 93 was sonst oipime».,
ttilllfB «19
Uefii davotii 'ad YOtm'. Welche beiievlong der- jpeer* wurf dmrok die hängendB haui hatle^ ist noch aicht klar; auch inn Norden pflegte man derci mrfgehättgte rohe ochieBhäu^ lu sohieften (fornm. aög. 3, 18, 4^ 61) ^ es war zeichen Ton kunst und stArice. dafs es rttdiwSrtg ge* schab, erhöhte die scbwierigkeii, und ist ganz alterthüm- iich^). warum das berapsgeworfne stückoheii haut genos- sen wurde? ist schwer aa sagen} s^te dadurch verstattete theilnabme an dem opfer (s. 41) zu erkennen gegeben werden ?
Nicht blofr bfiwne unter walchen geopfert, an wel* eben faaupt oder baut des geschlachteten tbiers aurgehan« gen wurde, galten fär heilige ; auch stumme, die auf> apfer^ thieren erumchsem die satzweide auf dem todten füllen oder kalb soll nicht versehrt werden (abergl. 838); sind 4las nicht völlig des Adam von Ebremen 'ar6ars» em nmrto t>el tabo immobUarm^idiümme'? (oben a« 66).
Unter den geheiligten hiumen (im späteren mittelalt er sind sie gewöhnlich frau angeredet) sieht oben an die eiche (s. 63. 64. 65. 67). eine eiche oder buche ist die arbor frugifera beim loosen (Tac. Germ. 10). Nächst der eiche war die eMehe heilig , wie schon der mythus von erschaffung d«s menschen lehrt; von dtar esche Yggdrasill wird im verfolg zu handeln sein, der wolf, dessen be- gegnnng sieg. verheUkt, steht unter eschfisten. *lbe com- mon people believe, tbat tis very dangerous to break a bough from the adt, to this very dsy*. Roh. Plots Staf«- fordabires. 207. eine abart der esdhe! isl retmlree, ro«- wantree, den man für zauberhaft hält. (Brookett p. 177)«*). Auch mit frau Hotel fähren unsre Volkslieder geaprftche, nad das alte gericht wie noch beute Saatfelder zu hegen dienten häseln. RA. 810. nach Östgötalag (bygdab. 30) soll ia gemeiniem wald jeder hauen dürfen, ohne buDie, aufser eichen und haseln, die haben friede, d. b. können nicht gefällt werden, abergl. 972 wird gesagt, dafs eiche und hasel Widerwillen gegeneinander haben und sich nicht vertragen, sowenig als hagen ufid schiebe (weifsdorn und schwarzdorn). Auch der hoUunder (sambucus) abd. Ao- kmtar genofs ausgezeichneter. Verehrung , holen für sich bedeutet schon einen bäum oder eine Staude (ags. cneevho-
*) 90 iBiiste das beste haapt MaiemSaJb iaferährt werden, 'RA.
396; ao wird absewandteB haupta geepfavt (8.'46l),' räcimirlB ibar
daa haept geworrob (8.59S»). • •
**) eBcahia Joti lacra, Pün. 16» 4. i .^ . •
61« BAUME
len, ruscus), in Niedersaohsen heMit die sambucus nigirk eUom, etthom^). Arnkiel erzfthlt 1, 179 unverdftcbligf: 'also haben unsere vorfahren den ellhorn auch heilig f e- halten, wo sie aber denselben unterhauen (die ftsle stutcen) musten, haben sie vorher pflegen dis gebet zu thun: ^frau Eühomf gib mir was von deinem holz, dann will ich dir von meinem auch was geben, wann es wächst im walde". welches theils mit gebeugten knieen, entblörstem baupte und gefaltenen hftnden zu thun gewohnt, so ich in meinen jungen jähren zum öflern beides gehört und gesehen\ Dazu halte man, was von den holhmdersiangen (abergl. 866), vom pflanzen des hoUunders vor stallen (das. 169) vom giefsen des wassers unter den hoUumder (das. 864) und der hollundermmUer (dSn. abergl. 162) geradeso ge* meldet wird **). Der wachobhr spielt in dem märchen von machandelboom eine grofse roDe; im gedieht von des spiegeis abenteuer bl. 38 folgende dunkle ftuTservng:
fraio Weekolter ich sich,
daz du ir***) swester bist,
du kund euch falsche list,
dö du daz kind verstait. in Sttdermannland war ein kn#cht eben im begrif einen schönen, schattenreichen wacholder ai^zuhauen, als eine stimme erscholl: %au den wacholder nicht T er kehrte sich nicht an die warnung und wollte von neuem hauen, da rief es noch einmal: 'ich sage dir hau den bäum nicht ab!' erschrocken entfernte sich jetzt der knecfat ****). Et<- was ähnliches liegt dem kindermfirchen no. 128 zum grund, nur dafs er eine scherzhafte wendung empfangen hat; den hoizhauenden ruft eine stimme aus dem b«um entgegen, 'wer haspelhoh hüut, der stirbt'. Unter solch einem bäum, der Klintfl tall (Klinta flehte) in WestmaAland, hauste eine hafiifru und zwar der flehte tSl (s. 465); men sah schnee«-
• ^
J ags. eilen, die canones editi sub Eadgaro rege reden cap. 16 (Thorpe p. 396) Ton der Zauberei die getrieben werde *on e/fo- num and ehe on oAruni misllcum IreÖTum* (in aambucis et in alHa ▼ariis arboribM).
**) Pusohkait, der gott, wohnt «iter den Aotfumler, die I^tteo legt9ft ihm brod a«d hier neben den bauili. Thonw- Uiirn p. 4^^
***) meiner untreuen geliebten.
****) Loccenius antiq. aueog. 1, 3 aoll diea erzählen; in der ausg.
ton 1647 sieht es nicht, Tielleieht in einer apiteren. Afzeliua 2, 147
«hat die aage mit dem i»ati, dafa auf den zweiten hieb bletitoa
der Wurzel flofa und nun der hauende mann beimkahiie end bald
^^ aiecben begann«
BÄUMB «!•
wei&es vieh aas dem see iber die wiesen n dem bäum
treiben, niemand wagte seine fiste ansdtUhren. Hinzeinen
elben, waldgeistern und hansgeistern sind dergleichen
biume heilig, man nennt sie scfawed. hoträd^ dan. b^tirä \
(oben s. 4T6). Zumal aber werden den elben nicht t>lob
einzelne bäame beigelegt, sondern ganze bmmgärten und
haincy an deren pflege sie flreude beben, wie Laurins
diireb einen seidenfaden gehegter r&senfforien zeigt, in
Schweden heifsen diese girten elfirädgirdar.
Das leben der grlech. dryaden^ und hsmadryaden ist an bäume gebunden ^ mit dem verwelken und absterben der bfiume nehmen sie ab and bOren sie sell>st auf; jede Verletzung der Mste und zweige empfinden sie als wun^ den, und gewaltsames umhauen macht ihnen plötzlich ein ende*^. naht sich das frevdnde bell, so ertönt ihr weh» voller ruf. Bine schöne, sage erzfthlt Ovid (met. 8, 742 ff.) von Erisichthon:
ille etiam cereale nemus violasse secnri
dicitur et locos ferro temerasse vetustos.
stabat in bis ingens anmoso fi^bore guereut^
saepe sub hac dryades festes duxere choreas. »^
contremuit, gemitumque dedit deoia ((uercus
et pariter frondes pariter pallescere glandes
coepere, ao longi pallorem duoere rami. Haut einer die erfe, so blutet und weint sie, und hebt za reden an (Melnerts Ituhlandoh. 122). ein östr. mftr-- cheii (Zisl^a 88 --42) erzählt von der stolzen fähre, worin eine fee sitzt, welcher zwerge dienen, die tmschvl» dige begabt, schuldige neckt ein serbiacfaea lied (Vuk no. 296) vom mädchen in der fichtCj deren rinde der knabe mit gddnem und silbernem hörn spaltet, zaober"^ spriche bannen in frau Fichte das kalte fieber.
Dieser glaube an geisterbewohtite bftume war nioki weniger unter Gelten einheimisch. Sulpicias Severus (aus dem beginn des 5 jh.) meldet im leben des h^. Hartinus ed. Amsterd. 1665 p. 457: dum in vico quoda« templom antiquissimum diraisset, et arbarem pintnn, quae fano erat proxima, esset aggressus excidere, tum vero antistes illius luci ceteraque gentiUum turba coepit obsistere. et cum iidem Uli, dum templum evertitur, imperante domino quievissent, succidi arborem non patiebaniur, jUe eos sedulo commonere, nihil esse religionis in stipite, deupi
*) wird »gs. flloMieii; t/udmlfenm^t naldelbiiiDe«. **] *aon sine benadrjradiB fite cadit ailio^a tiabs*/ hwäpn^- \
$i» BLDMW. THIERE
potius cui serviret Ipse, sequerentur. arbor^m illwi ex* «cindi oportere, quia esset daemqni dedicata u. a. w.
Von der heiligkeit einzelner pfkuuen oder bli^men wäre viel zu schreiben; entweder sind sie bestiounten göttem geweiht und nach ihnen benannt (vgl. Donners hart B. 167. Baldrs brA s. 203. Forneotes folme s. 220. Lok- kes havre s. 222. Freyju hftr, Friggjar gras s. 280] oder aus der Verwandlung bedrängter , sterbender menschen entsprungen, fast alle solche gewächse haben kraft zu heilen oder zu schaden, sie müssen aber freilich gebro- chen und gesammelt w^den; das capitel von der zaube^ rei wird belspiele liefern, gl^ich schatzenden, heiligen thieren werden sie als zeichen in das wapen der länder, Städte und beiden gesetzt. So scheint den nordwestlichen Deutschen, pameDtlich Friesen und Seeländern von uralter zeit her das seeblait (die nymphaea, nenuphar) gegen- ständ der Verehrung, die Holländer nennen es plomp^^ die Friesen pompe^ genau gesprochen heifsen die breiten^ auf der see schwimmenden blätler pampebledden , die weifsen, inwendig goldgelben, duftenden blomen sioanne- bhmmen (flores cygnei], was an den s. 457 beigebrach- ten namen nixblume, näckblad, midme und mummei (d. i. Schwanjungfrau) erinnert. Die Friesen setzen sieben seeblätter (zeven plompenbladen ) in ihren schild und glaub- ten unter diesem zeichen zu siegten *) ; das weiis schon un- ser Gudrnnlied 1373, worin dem Herwlc von Sdwen oder Standen eine wolkenblane fahne beigelegt wird: ^sibUter swebent dar inne'. diese seeblume ist der heilige lotus des alten Aegyptens, der auch in Indien verehrt wird und vor dem sich Tibetaner und Nepaleser neigien, er wird in €empeln aufgestellt, Brahma und Yischnu schwimmen auf seinem blatt, und gerade ein mnl. gedibht erwähnt noch des auf dem blatt schwimmenden dänmlings (oben s. 420).
Noch reichlicher wird von heiligen THIERBN, die sich inniger an menschliche Verhältnisse schlieTsen^ als die stumme iiatur, zu melden sein, ihr cultns aber auf zwei oder drei hauptursachen zurückgebracht werden dürfen, entweder standen sie in bezug zu einzelnen. göttem^ ge- wissermafsen in deren dienst y und so gehört der eher zu
*) J. H* Halbertsma het buddhisme en ziJD sticbter. DeTepler
1843 I. 3. 10, der binzüfugt, dafs das yolk nocb heute im brechen
und trasen der plompen sehr vorsichtig ist: wer diese blume in
der hand haltend fällt, bekommt die fallemle sucht, ploonben , nhd,
plunpfttfu sllo* pomp» hedeolel hinfallen, hinainrxen« .
MIR»« a»
Pro, der woIf und rabe su Wuotan ; oder es liegen eer- wandhmgen göiiüchtr toesen in thiergfestalt zam gninde, derentwegen nun die ganze gattang in höherer ehre bleibt, so können einigemal bftr, stier, Icüh, schlänge zu neh« men und uralte inparnationen vorauszusetzen sein, bis zu deren yollstindiger künde unsere mythologie Iftngst niehl mehr aufsteigt. Nah an solche niederlassung des gottes in das thier grenzt die zur strafe erfolgende Aeraftsetani^ des, menschen tn ein ihier^ die alte lehre von der see« lenWandrung, worin man eine dritte Ursache der thierhei** ligung erblicken kann, obwol sie keinen eigentlichen cul-» tus begründet, diese mythen, z. b. von dem kukuk, specht, der nachtigall u. s. w. gewähren eine fttlle von schönen sagen, die oft in den heldencultus eingreift .
Unter allen thjereil nenne ich zuerst die pferde, das edelste, klügste, vertrauteste hansthier, mit dem der held freundliche gesprfiche fahrt (s. 365), das seinen kummer mif'- fahlt und sich seiner siege miterfreut. Wie beiden nach dem pferd heifsen (Hengest, Hors], so erhSR auch es vielfache eigennamen; in der nord. mythologie ist beinahe jedem gott sein besonderes, mit wunderkrfiften ausgestattetes pferd zog'efnesen. Odins ros hiefs Sleipnir (s. 140], es war, gleich riesen und beiden achtfflfsig. S©m. 44« Sn. 18 wer- den die übrigen pf;erde der äsen aufgezfihlt, ohne angäbe, welchen sie zustanden, mehreire benennungen sind mit fax! (jubatus, comatus, ahd. vahso) gebildet, z. b. Skinfaxi (SsBm. 32. Sn. 11) GuUfaxi (Sn. 107. 110) Ertmfaxi (S»m. 32. 91. Sn. II) f^eyfaxi (Vatnsd. 140. 141): Gullfaxi (das goldm'äbnige) gehörte dem riesen Brüngnir, Skinfaxi (das glanzmähnige) war das ros des Tags, Hrtmfaxi (das thau- mühnfge vgl. oben s. 607) der Nacht. Ftud ist aber auch für sich schon name von pferden , z. b. fornald. sog. % 168. 508. Arf>ahr (der frühwachel und Abeiär (der all- kTöge) rosse des sonnenwagens (Saem. 45. Sn. 12); auf Atvakrs ohr, aufAlsvinns fttif standen runen geschrieben*). 8f>aäilfar% Wh ' A9iS pferd des bauenden riesen (Sn. 46). Auch die held^nsage überliefert uns viele namen berüfatn-« ter" rosäfe (fc. ;3e9): löajart wird ilüg geschildei^t (tiHe Als- vidr)j er soll noch im Ardennerwald Idben, wo man ihn alljährlich auf Johannistag wiehern hört (qüatre "fils Ai^ mon, 180®). die spur von Schimmings hufeisen steht im
fels eingedruckt. Vilk. saga cap. 37.
■ ■. -..I ■.... , 11 .
*) erinnert ap die deutsche thierfabel (Reinh. cclxiii). mit un- recht, glaube kib/ zieht ftafn fornald. sog. 1,169 die leaart höfdi for.
Ol» fvwm
JwßB Freyfaxi der YatQ^^lagag« w|ir im (»asitac ein^ mamiies nawians Brandr, von dem man lagtß, i^(ß er 0« göltlioh verehrte (at haw hefdi fltrfinad ft Fa^fi) wd der darum Faxa|>randr hjefa. Hrafnkdl, ie^sw ung^uckte sagi|y inir nur aiia IfiUlerß t)ibl. 1, 103 bekannt ist, halte auch ein aolchea pf^rd Freyfaxi (Freirfara druckf»), und es zum halben theil an Freyr geschenkt , zugleich i^s ge^ {9Me geihan, den mann umzubringen, der es gfigen sei- nen willen ryeiten würde, ich kann die «t^Ua aua Joh. Erici de philippia apud priscog boreales, Ups. 175^ p. 122 mittheileii: Hrafnkell ätti ^ann grip i eigo sinni, er h&noni t>6tti betri enn annar, {lat var hf^^tr bleikalöttr pt lit, er kann kalladi- Freyfaxß, bann g(rf Frey ein ifinam (oben s. 82. 192) petinß Aest hälfasm* ^ ^essom he^M hafdi hann svÄ mikia elsko, at bann strengdi f)e$s heil, a:faann skyldi f)eim manni at bana verda y er {>eim heati riili An hans vilja. Brands dtrünadr bezog sich ohne zw^jfßl eb^ darauf, dafs das ros dem goU geheiligt und geloht war. Ein merkwürdiges Zeugnis dafür hißtet OlaJaTr. fionar laga*]: dem könig war verkündet wprden, dafs die Traeudiic (Dront- heimer) sich wieder zu der Verehrung Freys, d^^jien bild- seule noch hei ihnen ßtehe^ gewendet hätten, aut des kö- nigs geheifs dieses hild zu zerbrechen ver^^tzien sie: 'ei munum ver briota Ukt^ski Frey^y ^lyV^ vßr höfum leiugi hönum {^ionat, ok hefr i oss vel dügat'. Olafr berief sie zu isiner versamluag und entschlofs sic^ den göt^en selbst zu zerstören, er schifte ^u der kiluste hin, wo der tempel (hof) erriclitet war; ^ er landete, toeiifeten da des gat'^ tes pferde (^ft s^u bfma fueuu stAdhros^ nokr vid vegin, er t>eir sögdu at hann Freyr SBtti). der könig bestieg den hengst und liefs seine hpfleute die Stuten nehmen, so rit- ten sie zu dem tempel, Olaf trat vom pferd, gieng hin- ein, warf die götzen (godin) um**), nahm aber Freys hild mit sich weg« Als die Thr^ndir ihre götzen gßschftndet| Freys hild fortgeführt fanden, merkten fi^ woL. daf^ ea der könig gethan hätte, und gieugen zur versamlung- der könig lieCs das bild im {>ing aufstellen und fragte das Volk: kennt ihr diesen anann? es jst Freyr unser gott^ antworteten sie. wie hat er euch seine macht erwiesen? er hat, oft mit uns geredet, das zukünftige geweisaagt|r
p*»"
*) ed. skalh. 169a 1690. 2, 190 eap. 49; fornm. sog. 2, 189 ist dies cap. weggeblieben. Wenn auch neuerer susati h&Ue es als be- deutsame Überlieferung im aohang plats ferdient
**) es standen also noch andere bilder aufser Frejs.
firiaden päd frucktbarkeit varliek«ii (veitli oss Ar oc frid). der teufel redete ini4 evch, sagte dar k&iiigy nahm eine axt und. rief dem bU4 »i : bilf dir jetzl und wehre dich, wenn du kannst. Da Freyr fortwährend schwieg, hieb ihm Olafr beide häade ab| und predigte darauf dem volk, wie diese abg4tterei aufgekommen «ei, Pie ganze eraftk- lung trftgt spatere^ geprüge an sich, ist ai)er doch ans der Qord. tradition herTorgegangen uod bestttUgt uns, dab dem Freyr pf^rdif geheUig$ wurden, die man io dem ger weibien wnkrei$ ^^iner iempet unterhielL YernuitUch hatten auch die tempel andrer götter solche pferda? die thiere, welche Wilibrort in Fo^etes heiligthum weidend antraf (s. 21 0), waren schwerlich pferde, weil er sie sonst nicht zur speise hütte schlachten lassen; aber sitte, den göUem geweihtes vieh aufzuziehen , wird dadaroh nicht^f^toweniger bezeugte Einzelne thiere, scheint es, wurden aufserdem von besonderen Terehrern des gottes unterhalten.
Diese zucht reiner und geweihter rosse diente zu hei- ligen gehrftucben, uamentlich zu opfern, Weissagungen und für den nmzug der götterwagen. Ihre mahnen wurden sorgsam genährt, gepflegt und geschmückt, wie die be* Dennung Faxi anzeigt; vermutlich wand oder flocl^t man gold, Silber und bäader in die locken (Gullfaadf S/tin-^ faxi\; m^n gI6ar (juba splendet) Saem. 92* lysir mön af mari (lucet juoa ex aquo) Ss^m. 32^, wie das lat. jnbar an juba erinnert, weil die mahne strahlt, das licht baar*- artige strahlen wirft*). GulUappr^ Sitfrintaifpr hiafsen rosse« deren ;$chweif (toppr) mit gold oder silber bawua«* den war^ Sn. 4f. Gyüir und Gier (golden, glänzend) Sn» 44 können sie davon oder auch von d^m goldoea be« schlag ihrer hufe , von vergaldung ^ des zäum« und sattele genannt 3ein. Unter allen färben galt die weifse für die edelste, auch könige zogen auf toeifsen rossen ein und belehajen, auf fpeijsen rossen sitzend, des wei/sen pfer-^ des gedenken die weisthümer oft (z. b. 3, 857); wenn eine aAsduft ladig liagl, so satt- dem vögt auf einem noeifsen
*) eiDzeloie biiar« »«s der mÜhne oder dem schweif heiliger pferda vyrdeo Aufbe^ahxlf franx We98ftl j$, U «ri^Ahlt, df^f.die Johanniter in Städten und dörfern , wo sie predigten , einen schönem bengst omreiten liefsen, dem opferte das yolk ^«{gebowen woppen' (ha/errispep) ; konnte einer aus des pferd.es ^/sbwani^ eip hsar be-p kommen, so pric^s er sich glücklich und nahte es mitten in das seibetuch, dann war die milch gegen sauber gesichelt.
62« mOEüUB
fohlen sitzen, einen rnnnn vor, den andern 'hinter sieli setzen und einen davon anf das erbe herablassen (3, 831 vgl. 2, 641). das fohlen galt für noch edler nrtd reiner, als ein ros*).
Tacitus (Germ. 9. 10), nachdem er gesagt hat lueos ae nemora consecranf, fügt hincn: 'proprium gentis, equo- rum quoqoe praesagia ac monitus experiri. pkibHee akiiUur, iisdem nemoribus ae lueis, eantüdi ei nuUo mertaU opere contacHy quos pressos saerd curi*u sader«^ dos ac rex vel princeps civitatis comitantur, hinnihtsque ac fremitus observant. nee Ulli auspicio major fides noii solum apud plebem, sed apud proceres, apud sacerdo-^ tes : se enim ministros deorum , illos cömcios putant, diese heiligen thiere sind mitwisser der g(Hter und ton- nen- deren rathschläge offenbaren. Noch der indiculus paganiarum cap. xm redet de auguriie equorum, ohne sie naher zu schildern; pferdegewieker ist heilbringendes ze!"- chen (abergl. no. 239)**). kriegem galt das toiehem (ahd.' huei6n, mhd. weien, mnl. neien, altn. hneggja, schwed. gnägga) ein Vorzeichen des siegs, und wenn sich die rosse ihrer freudigen, mutweckenden stimme enthielten, der niederlage; ein beispiel gewahrt die flandr. reimchro- nik ed. Kausler 7152 (vgl. anm. s. 604). bekannt ist die persische königswahl nach dem gewieher des hengsts. He- rod. 3, 84. In dem norweg. mUrchen Grirasborken (Asb.- og Hoe no. 38) wird ein fohlen von zwölf Stuten aufge- saugt mid kluger rede theilhaftig.
Und wie in Mfmirs abgehauenem haupte seine klugheit fortdauerte (s. 852), seheint das heidenthum mit abge- schnittenen, aufgerichteten pferdehäuptem vielfachen zauber getrieben zu haoen. in einem kindermfirchen (nö. 89) wird des treuen Falada haupt Über das thor genägeU und die königstochter führt mit ihm gesprfich. dieses abschneidens und aufstellens der pferdehäupter habe ich schon s. 41, 42 erwähnt als einer uralten deutschen sitte. PlinJ 19, 10
*) der M$km emna fohlen,. Mheint es« wiMe Qiagebtntft «ndalt schätz mittel, getragen, ein mhd. dichter sagt: 'gerater nnde föUutni an gr6zen noBten sint ze swach*, MS. 2, 169 helfen nur für kleine schmerzen, kinder, die man anf schwarzem fohlen reiten lifst, zah- nen leScht. abergl. 428. ' nach Eracl 1320. 1485 scheinen fOhene die geschobnen ersten tlhne des fohlen, die das pferd später dilrch an- dre ersetzt.
**) was der a^em des schweins Teninreinigt hat, stellt der dei Pferds wieder her (abergl. 820. sdhwed. 92), das pferd ist ehi rei^ fite dUer. einer gebihrenden hilft, dafs das pferd aus (krer sehüni firesse (abtrgL 387).
« II •
godenki als eioe« mütels gvgwr di» raupali: d ptdo impö^ «anliir in hortis atia ciipilit e» tqulm& gmtmre, lo Soaa- diMivMt -«teokte «laa pfepddhftopter auf stang^B und rioh*- lete den> aiü hölzern au%86perrtes , gthnenden raehMi*) nach der gegfend^ woher der angeiaindete mann, dem man schaden woUte, kommen moste, das hiefs wetrfslmijw, Saxp gtatem, p. 75 : mmokUi dik epA abtekmm capmi ootUo eatcipiem» mbjeeH» säpUUmM dMenüM famemm rieiH9 apenüi, sperans se primos Erici ooaatos atroois speolacuif formidine .frogtralnram. arbitrabatiir en» ineptas barbarorum meotes oblatae cerricis terriculaniento eessvras; et jam Erieus obYwm ilis iter agobat. qui prospeoto eminus capUe obscoenitatis apparalum . inteUigens ^ silere socios oauliuaqoe se gerere jubet, nee quemqnam temare praecipüare sermonem, no incauto effamine uUum malefioiia insiruereiit locom, adjiciens«i sermone opus inoideret verba se pro Omnibus hamurum. jamque inedius illos amnis secreverat^ cum roagi, ot Ericum pontis adita deUirbarent, contum^ quo equi capüt rtfiüDeranty fluvio citimum locant. itte nihilominus pontem intrepide aggressus 4n latorem' iaquit 'gestaminis sui förlutia recidat, nos melior conse«- 9Dafiir eventus. male maleficis oedat , infaustae molis ge« ruium onus obruat, nobis potiora tribuani omina sospitatem V Nac secus quam optabatur evenit: continuo namque ex* cussa «orvioe ruens. ferentem stipes oppressii. Egilssaga p. 389: Egill tAfc i htod ser Aes/ts tkumgy ok geck A bergsnana nockura, .^ er vissi til lands ii|n* j>A tdkhann kroMshöfud 'Ok $eM up ä MtaungifUL sktan veitti bann forma^ia ok meltt. sra: 'her. set.ek upp mdstaung ok sn^ ok f»essn ntdi ä iktoi Eiriki konüngi ok Gunnhildi dr6it« ntngu.' Kann .mteri'\hrf9S»häfdimi tun ä kmd, «Andere mal wurde ein menachenhfnipt (aus'hots)' geschnitzt, auf eine Stange befestigt, diese aber in die brüst eines ge^ schlßclUet^n pßrdes gesteckt**). Vainsd« p. 142: lökul skar.karls hftfiit d sühi endaun ok risti 4 rünar med öllu« f»eim fonoMa' sem -fyrr • tar sagdr, stdan €knp lökulL mer eina, ok opon^Sti hana hfa briostinu, fierdu ä sülunti^ ok IStu borfa heim & BjDrg. Es ist . aller beachtung wertb, dafs bis auf; den heutigen tag in einiem tbeile Niedarsachsens
*) auch' itoifthä&pie^ •' wur4eo so mif ha$elsMen gesperrt nn4 aufyehanfffn,' hengvim «45. 647. #46. ReiDardaaa, 293. 312. Rein* hart eipleitung a. liix, o h, i •. > . i ,
**) ^i'&et^:89S dtuf netten d«r yreUie in das maul das tödteo fuffena.
GrimmM mytKoL B* mugube, 40
62e FFBRim
(LünebuHB^, Holstein, Meklenbarg) die baoernliiuser auf dem giebel. §e$chniiue pferdek&pfe haben: man sieht es als blofsa auszierung des dachgebälks an, die sitle oMg aber weit hinauf reichen und mit dem heidnischen glauben zusammenhängen, dafs durch die auswärts schauenden häupter von den häusern unheil abgehalten werde*), nach den jb. des mekl. Vereins 2, 118 sind die pferdeköpfe^wi jedem giebel (kühlende) des dachs kreuzweise angenagelt, eine erinnerung an die heiligen rosse der alten. Heitfr. Schreib w (taschenb. f. 1840 s. 240 ff.) hat diese gegen einander springenden pferde auch auf den giebeln der älteren häuser im romanischen Rhätien (nicht in der deut- schen Schweiz noch in Tirol) wahrgenommen; offenbar zu voreilig erklärt er sie für ein celtisches symbol, denn wollte man sagen in Niedersachsen sei dieser brauch von früheren Gelten her übrig, so verlöre die critik allen halt mir scheint die silte und der pferdecultus überhaupt auf gleiche weise Gelten, Deutschen und Slaven eigen, welche einzelnen stamme unter diesen vülkern ihm zumeist er- geben waren, wird sich künftigen forschangen allmälich enthüllen. Praetorius (weltbeschr. 2, 162. 16^ erzählt, die undeutschen leute (Wenden) pflegten zur abwehrung und tilgung der Viehseuchen um ihre stalle herum häupter t>on toUen Pferden und kühen auf zaunstakea zu stecken; auch ihren pferden, welche nachts vom mahr oder leeton matt und müde geritten würden, einen pf&rdekopf unter das futter in die krippe zu legen, das hemme die macht des geistes über das thier. Wahrscheinlich meint das aber* gläubische vergraben des todtenkopfs im stall (no. 816) den eines pferdes**). in HoIIahd hängt man einen pferde'^ kopfüber schweinställe (Westendop p. 518), in Meklenbnrg wird er dem siechen unters ^Kopfkissen gelegt (jb. 2, 128).
>A*
*) etwa, wie man den köpf des adlers auf dem hause drehte nnd damit den wind za richten wifante (s. 600). aus der lieidnischen Sitte des thierhauptaufstecikens deuten sich uralte ortsoamen in Deutsch» land und Frankreich, z. b. Berhaupien, 7ierA«iifil0M, Roskaupie» (Schm. 2, 223). ad locum qui nuncupatur capui eabaüinum (Pertz 2, 278). ad locum qui Tocatur capnt equi (Tita s. Magni, bei GAnisins lect. ant. 1, 667), bei Goldast (sor. rer. alem. I. 2, 198) mit dem Eusatz: et idcirco yocatus est ille locus caput equi, quia omnes re- natores reliquerant ibi suos caballos et pedestres ibant ad Tenandum offenbar eine falsche, spatere deutnnff, wie denn überhaupt dieses leben des heil. Magnus (Magnoald, Mangold) mehrfach interpoliert ist , TgL Mabillon acta Bened. seo. 2. p. 505. r
**) Tgl. fbroald« sog. 2, 168. 300 waa^.Toa dem hroi^kam des Faii erzlhlt wird.
VFBRDI «29
Aach 4ä^ werÜMi ' des pffsrddumpU in die JobaniriBflamme (s. 585) sollte saaberhaft wirken*).
Sehen des Praetorios nachricht «eigt, deb die Kaven in pferdeeoltns mit den Deutschen tibereinstinimten. es fehlt aber nicht an merkwürdigeren flheren Zeugnissen. Dietmar von Merseburg (6,17 p. 612) meldet, von den Loitizern d.h. Wilzen : terram cum tremore infodiunt, qpo sortibus emissis remm certitudinem dubiarum perquirant. quibus « finitis ceapite viridi eas operientes, equmn^ qui maximus inter alios habetur, et ut sacer ab his. venerahir^ tuper fixat in terram duonun • cutpides hoitUnim kUer $e irantmu'^ icrum supplici obsequio ducim^, et praemissis sortibus, quibus id explicavere prins, per hunc quoii dhimun denuo amguratUur; et si in duabus his rebus par omen apparet, factis completur; sin autem, a tristibus populis hoc prorsus omittitwr. Die vita beati Ottonis episcopi bambergerisis, verfaTsI von einem gleichzeitigen ungenannten (bei Cani- 81US in. 2, 70) erzählt lib. 2 cap. 22 umständlicher von den Pommern I welche Otto, im j. 1124 bekehrte: habebant eabaUum mitrae magniiudmis, et pinguem, nt^* cohris^ et acrem valde. iste toto anni tempore vacabat, tantaeque Mt stmciUaHSf ut nullum' dignaretnr sessorem; babuitque onum de quaiuor sacerdotibus templorum eostodem dili- gentissimumw Quando ergo itinere terrestri contra bestes aut praedatum ire cogitabant, eventum rei hoc modo so- lebant praediscere. hoitae navem disponebantur humo, spatio unius cubiti ab invieem separatae. Strato ergo caballo atque frenato sacerdos, ad quem pertinebat custodia iliias^ tenlum freno per jacente$ hasta» transversum dU" eebai ier atque reduoebat quod si pedibus inoffensis hastisque indistoiiiatis equus transibat, Signum habuere prosperitalis, ei securi pergebant, sin autem, quiescebant. Hi^rnaOh wu^de durch neun ellenweit von einander lie- gende Speere, nach Dietmars älterer meldong über die spitzen »weier verschränkter Speere das heilige ros geleitet; es kann aber bei den Lutizern damit verschieden gebalten worden sein als bei den Pommern. Saxo gramm. p. 321 erafthlt'die^ sache> von den rUgischen Slaven wieder anders; praeterea peculiarem albi coloris equum titulo possidebat (numen), cujus jubae aut caudae pilos coneellere nefarium ducebatur. hunc soIi sacerdoti pascendi insidendique jus
*) wozu habe« die möache im kloster ein eapui eabtdUnumf Eeinardus 4, 3032. 8l53i bei Borcard Waldis 4, 2 die redensart 'aas einem todUti r0$häpf gespuaneoV heifot das gesabbort?
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628 rBBRBl
erat, na dMni animcUk ^mus quo frieqveiitior im viKonr haberetur. In hoc equo, opinione Rugiae, StaiUaoiim (id aimttkero tocabulun eral) ad^Fersum liaororum aoonim hostea bella gerer& credebatur. cujus rd inraacipuiM ar«* gumenfum ex8tabat> sqnod is nactunio tempore, atabulo insistena tdeo plecumque mane sudore ae faito respennis videbetiir *) ; otanipiMim ab exercitatione veniendo anagnomm itlnerum apacia perciurriaaet. Atupieiä qaoqve per evodeni e^um hujiiamodi {lumebantur. cum belliun adversam ali«* quam provinciaai auscipi placuiaaet, ante fanom Iripie» hasiar$M ordo ministroruiA 4>pera di^ioni solebat y in quorum quolibet binae e irMersQ jmctue^ opnveraia in terram cuapidibns figebaiitnr, aeqnali spaciohini magnitn^ dine ordinea disparante. ad quos equus daetandae eacpc^ ditionia tempore solenni precatione praenüssa a saoerdola e veatibulo cum loramentis productus, si propositas or^ dinea anle de^ßito quam laevo pede itranscenderet^ fan^um gevendi belli eoMn accipiebatar. sin taeeum eel semiel dexirö praeMiaset^ petendae provinciae propositum mu*» tahatur. Diese .acUlderung ist noch genauer, das heiBge hier der gottheit selbst, £e es zu nacht beateigt, beige*« legte rot wird dreimal über zwei gekreuzt eingesteckte, also über äechs Speere geführt, und mufa jedesmal, wenn die bedeutung glücklich sein soll, mit dem rechten fnb zuerst vorschreiten : hat es nur in einer reihe den linken vor dem rechten erhoben, so steht Unheil bevor, die Earbe des rosaes wird loet/a, wie bei Tacitus, nicht adbaor», wie bei dem lebensbeschreiber Ottos angegeben.
Nach der chronica anguatensis ad a. 1068 (bei Freher 1, 349) hatte der Halberstidter biachof Bureard (der Bnko) welchen noch das heutige kinderapiel kennt) den Lntiaem ihr heiliges pferd weggenommen und war seikst darauf nach Saobaen keim geritten: Burcardns hailieratateiisis episcopus LmuUciorum provinciam ingressus inceadil, Tasta- ▼it) avectoque eguo^ quem pro deo in Rkeda^*) cotebmU, auper eum sedens in Saxoniam redü.
. Darf man nun folgende TOrsteUung fassen: Dietmar und der Augsburger annalist meinen des Radigast zu Rhe«
*) wie das yom nachtgeUt geriUene pferd firokmorgeas und scbweifsig dailebl (s. 626).
**) Dickt «in rkeda* (Wedekinds noten 1, 173). Rkeira, ein kaopt- ert de» alaT. ketdeetkama, aack.Adaaa vo» Bfcme« iaa kade der Retkarier, wo dea Redigoat teanpel atekl; Dielaiaf gikc der atadt, iai gM Riedera, aelbal d^ neaaea RipdegeaL
IFBRDB e28
In, StsCo. and der avtor der vita Otlonis des Svaflovit zu Arkona beiliges pferd f jedem dieser götter f] waren rosse geweiht and vielleicht noeh andern, ßo mögen audi in Deutschland mehrern gottheiten rosse geheiligt nnd veie* sagung^n untelr ihnlichen gebrauchen damit gepfiof en wor- den sein, namentlich dem Frouwo (s. 621. 622) und Wuo«* tan (8. 14Q. 141).
Einige nachrichlen von der terehmng beiliger f ferde in Ditmarsen scheinen bedenklioh. Der Rieswold oder Rie- swBWoId an der grenae zwischen Norder nnd Sfiderditr* maraen soll, der sage nach, ein heiHger wald gewesen sein, worin menechenopfer statt fanden, nnd leei/se, den fföüem geweMe pferde genfthrt wurden**), das i&t nichts als unbefugte anwendung- der taoitischen stelle auf eine bestimmte gegend. Eigentbtimlicher . klingt was Bolten 1» 262 dem yerdftchtigen Carsten naoheraübtt, bei Windber- gen habe ein dem Hesas (I) geheiligter haiii gestanden, ao<ih heute genannt Hese oder Heseholt ***). in dem hi(»n seien dem gott «eet leet/se pferde , ein junges und ein «lies, gefuttert worden, welche niemand besteigen durfte, SOS deren gewieher und springen gute, oder böse seichen entnommen wurden, einige reden von zehn oder zwanzig rossen, ein priester des gottea steckte stftbe in die erde, führte das gezftumte ros heran, und liefs es durch ge-« wisse gftnge langsam über die etäbe Springern. Job. Adolfi d. i. Neoeonts, aitf den sich dabei bezogen wird, hat nichts ?on allem dem. auob das Terbot des besteigens stimmt zu jenen rossen der Slaven.
FOr die heidnisohen fuhren aber Ufst sich die slayisehe gewohnheü beglatabigen. das chronicon livonicum Tetus meldet ad a. 1192 (bei Gruber p. 7): coiligitur populus, Tolunlaa deomm de immektione (fratris Theoderici, cister«* eiensia) aorti^ inquiritur. ponitur lanaeay cakat eqwus; pedem friiae depuMum (d. i. den rediten) nutu dei prae^ ponit. erat frater ore, tnanu benedieit. arietas deum Christianorum equi dorso :insidero et pedem equi äd {Hrue- ponendum movere asserit, et ob hoc equi dorsum tergen*-
*) SfiaUmii oder Sranleiit hat man yennengt mit deoi heil. Vi- ta«, sanctus Vitua, Tgl. acta saDctor. 15 jan. p.1018; unmöglich aber. kann man aus Vitas den gott SvanteTit entspringen lassen.
**) Falks samlang yon abhaadlangen. 5, 103. Tondem 1828.
***) bei üeaem fle«elMW «lilainnt man sich -ttriflens ier siWa Hein 9 Heu an der Ruhr in Westfalen (Lacombl. no. 6. 17. 64^260) and im wHimemuki dasilVcit»; >
630 RINDSa
daniy quo deus clabatur. quo faeto, dorn fqirag eiiae pedem praeponit, ut prina, frater Theodorieus vitae r»* serTatar. Bier tri^f heidnisches und chrisüichea wunder zusammen.
Auch altpreuTsiscb war dieser cultus: Prussonun aii- qui equo» nigros, quidam aUn cohriSf propter deos suos non audebant aliqualiter equitare. (Dusburg 3, 5) ^.
Der pferdeapfer und des davon unzertrennlichen pfer^ defleisckessens geschah schon s. 41 — 43 erwähnung; Strabo berichtet, dafs die Veneter dem Diomed ein weifses pf€rd opferten (V. 1, 9. Siebenk. 2, 111). Die Inder bringen mit feierlicher zurüstung grofse pferdeopfer. Merkwürdig scheint, was von den Kalmüken erzählt wfard. bei ihnen sieht man eine menge aufgestellter gerüste mit pferdehäu^ ten und köpfen^ überbleibsei gebrachter opfer. die rfeA- iung de» pferdekapfs nach osten oder westen bestimmt , ob das Opfer einem guten oder bösen geist gebracht wurde**), es gemahnt einmal an jenes opfermäfsige aufstecken der pferdehftupter in Deutschland in bestimmter richtung, das nach einführung des christenthums für boshaften zaufcer galt, dann an die pira equinis sellis constructa bei Jemandes und das cr^/uo der scythischen könige bei Herodot (RA. 676).
Von heilighaltung der rinder weifs ich weniger mitzu-* theilen, wiewol sie schon darum nicht zu bezwmfeln ist, weil rinder geopfert wurden, sHere den' fränkischen königs- wagen zogen (RA. 262).' noch im spätem raittelalter be- hielten die kriegswagen riader bei: capto ducis (lovaniensis) vexillo, dicto gallice standart, opere plumario a regina An« gliae. ei misso, quod fastu superbiae quadriga baüm ferebat Chapeaville 2, 69 (a. 1129). eines mit vier wei/sen ochsen bespannten wagens in Lothringen gedenkt Scheffers Haltaus s. 251. Nach Plutarchs bekannter meidung im Marius (ed. francof. p. 419) schwuren die Cimbera Über einem ehernen etier, woraus man das stierhaupt im meklenburgischen wa-* pen herleitet. (Mascov 1, 13). Zu Hvttabier verehrten die leute ein rind (fornald. sog. l, 253), zu Upsal eine knh (das, 1, 254. 260. 266. 270. 272).
Während von den pferden der hengst mehr als die Stute verehrt wird, scheint unter den rindern die kuh den vorzag zu haben. Itühe waren vor der Nerthus wagen, die edda gedenkt einer kuh namens Äudhumla, welche
*) dafs die Ehstea dem pferd weusagemd« kraft 'zaschreibeo lebrl •bergL no. 35.
**) Ledeboar reise Dach dem AUai. Berii* i6d0. 2. 54. M. • •
ItlNDm 631
bei den erateo meeeehengescUeelit eine grobe roHe spielt (& 526)y sicher für eifi heiliges thier galt. Jenem glauben an pferde (s. 622) steht ein 'fttrftnadr ä kü' zur seite. kö^ nig Eysteinn von Schweden glaubte an eine kub, die 8t^ bUja Jiiefs: 'hun var svft miök bldtin, at menn mAItu eigi standest lAt bennar', sie wurde mit in die sehlacht ge- führt (fornald. sog. 1, 254. 260). könig Ögvaldr fflhfte eine solehe heilige kuk überall mit sieh, zu wasser und zu land, und trank bestfindig ihre wäcL fdrnm. sog. 2. 138. 10, 302). ♦)
Wie die mfibnen der pferde schmückte man die hOro- ner der kühe mit goM: guühymdar kfr (Sem. Idß 14 1'*) noch heute ziert d^ alpenhirt die hOmer des -rinds mit bfindern und blumen. den opferrindern wird diese aus^ stattung nicht gemangelt haben.
Das sansta*. gaiu (bos und vacca), thema gA, aoc. gftm, pers. ghau, gho, entspricht dem lett. gokw, ahd« ehuo, ags. eü, altn. kfr. noch wichtiger ist, dafs fA zugleich terra und plaga bedeutet (Bopp gramm. S. 123 gloss. p. 108^), wodurch es sich an das gr. yci, f^ scmierst. hierzu das auftreten jener AuUmimia in der nord. stitö« pfangsgeschichte genommen , Iftfst sich vielleicht rmk$ (die erde) und Rmdit (s. 230) zu rmd armentum halten, weiehes freilich in der alten form HR fordert (Graff 4, 1171); wer weils ob nicht anch rinde (cortex) ursprünglich aspiriert war? .EvgAutf^ der name eines theils der erde wird zu- gleich erde, (die weite etJ^cio) ausdrücken, und s* 314 vermutete ich,' dafs Europa ^ mit der Zeus als stier buUte, selbst als AtiA, gleich der lo, gedacht worden sein mag; nicht die erde hirt von ihr, vielmehr sie nach der erde den namen. Über die Verehrung der kühe und rinder bei Indern y Aegyptern und Römern verweise idi auf A. W. Schlegels gelehrte abhandlung ^^). auch die Israe- liten brachten das . brandopfer einer rotben kuh (goth. kalb6), auf. welche noch kein joch gekommen. war. Mos. IV, 19.
Eber und book waren beilige opfertbiere (s. 44. 45),
'^j , W|i8 bedeutet die schwane kvh in folgenden redensarten? ' die sehwane kvh drückt ihn| (Hüpels liTland. idiot 1^1), 'die schwane kuh hat ihn getreten* (Etners apoth. 514). 'yan onser goe^ den Maren «oe, yan miere bhren coe* ist bor. belg. 6, 97. 101 (vgl, 223) die rede^ Ton der blauen kvh ir. elfenm. GXX. soblachten der schwanen kuh bringt gefahr (abergl. 887). unter den benennungea des . regeobpgeas findet sich das sloifen« mawa^ schwane kuli.
**} ind. bibL 2, 288 — 295. '
1 1 I
6Sa EBIR. VBND
der eher*) Aem Freyr (s. 194), böehe and Ü9gmk' dma TMwT (s. 168) gewidmet, wie iiedi jetzt bodc nnd fliege für tettfebgeUiier gelten **). Auf jenen göttlichen efor glaube ich nech das alte lied beliehen wq d^f^n, $M den nna Nelher (der sa selten vor fremder gelehrsamkeit dann kommt was er vateriftndischea wüste anfznseiehneD) eine stelle behalten hat: imo sint ftaoae fuodermAze,
imo sint bürste ebenhö forste, nnde zene sine znelifehilge, seine borsten ragen hoch -wie der wald, seine haUer sind zwölf .eDen lang. Einen gmnd der heäi^iailnng des ebers findet man darin, dafs er die erde aofwühlt, und die men** sehen ¥on ihm das pflügen. gelernt haben, Auoh die Sie*» Yen seheinen solche eher verehrt zu haben: 'testatur idem antiquitas, errore delusa vario, si quando his saeve, lon«- gae rebellionis asperitaslmmineat, ut e mari praedicto (nahe bei Riedergost) aper magnus > et coMdido deute e »pumig htcescenie exeai^ seque in yolutibro deleotatum terribili quassatione multis ostendat'. Ditm. ikiersebi p. 812.
Nur hausthiere waren opferbar, obgleioh niefat alle, na- mentlich der hvnd nicht, der sich sonst oft zu dem iienrn wie das pferd verhält; er ist treu und klug, daneben aber liegt etwas unedles, unreines in ihm, weshalb mit seinem namen gescholten wird, bemerkenswerth seheint, dafs hunde geistersichtig sind (abergi^ 1111) und den nahenden gott, wenn er noch mensehiichem an^ verborgen bleibt, erkennen, als Grtmnir bei Geirrödr eintrat, war ^eingi kundr svft ölmr, at A henn mundi hleupa', der könig li^ den schwarzgen^antelten fangen, ^er eigi vild^ kimdar ftrAda'. Stem. 39. 40. auch wenn Hei umgeht, merken sie die hunde. dazu stimmt genau der griech. glaube, niemand erschaut die nahende Athene, selbst nicht Telemnohoa,- nur Odysseus und die hunde, Od. 16, 160:
ovif Sga TfjXijuaxog idtv ä^t/W, ovrf' iviTjUe^^
dXX udvaevß %e xvvegj itai q ot/v vXaopte^^^),
*) doppelt benannt heifst er ahd» epwy ags, eofor und ahd. p^^ ag8. bAr, (golh. bAii?).
**) wie gott (Wuotan) den wolf icbuf (a. 134), braohte dtt leo«- fei (Donar?) die gei^B herror. |ia einigen ortea ilat man die füfse nicht (Toblar a. 2 14).
*•«'
') in einem diD. yoOuilied 1,207.209 bellen aie dae geapanat an. bellen oder nichtbellen iat hier einerlei ^ . ..
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:\\ -t /. tiK
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gaheol der innida ist yorhadeotoui (abergi. 4S9lf ami xaigt feoer ML ' dem. 04inii wierdea band« beigebt, Vidris greg S«m« 151*, avck den Dornen (». 381): nerna frmf, SwuL ETSf*. «rorauf fründet 8icb aber die aaf e de» fil^ h«ii BittelalterB von dem h. Petrna und dem band? der ags. Satnm und Sahiinon (bei Thorpe s. S8) fragen: *8aga me hvilc man ^roal rmre Tid baad • spracende ? ' nnd £e anlwort ist: /ic (»e seogOy saneins Petrus'. Niaiaaaga cap. 158 p. 275 irärd eine formel mitgelhdll , die aus der ge- wali der wassergeialer rette: Vunnit keflr hmmdt pkm^ Petr peetoli, tu Biftma tyivar^ ek mnndi reana it firMtja ann, ef ^u leyfdir'.
Unter den wilden waldthieren gab ea dimge, die der mensch mit sehen betrachtete, denen: er direrbietnng bezeigte: TOr allen Ur, wolf und fi$ehs. ich «habe dar* gethan, daüB diesen freien, nacii weit ühd frühe .in Enropa vei^reiteter sitte^ ehrende nanaenr beigelegt irm^ den *), und dafs unsem ahnen der bär fflr den ämg der tkiere galt^^ Einö nrk. yen 1290 (Längs reg. 4, 467) liefert den beinamen ^Chnonrat der heiägüt'j wosu man den fttteren manns und franeanamen aHn. AsbUm^ ags. Osbeom^ ahd. 'AMper^ npd ahn. Aibirwi, ahd. Ampi^ rin (im Walth. Ospirn) halte ; damals scheint noch unter dem volki saigen , von - ^der heiligkeit des thiers im gang gewesen. Biöm war ein beiname des Thdnr, und nach der welschen sage wurde hönig iinnr.als bär und gott dargestellt, was man« nicht erst aus einer Hhnliehkeit des nameas mit igisvog au leiten hat: der bär am bimmel spielt eine grofse rolle, ein eddischer beiname des bä^ reu war VetrlÜi (Sn. 179) hiemem sastinens, weil er Hber winler schläft und der winler biamamött hieb, der eigen- name gieng auf menschen über, fornm« sog. 2, 802 ein VetrUA skAld und 3, 107 ein Veirtiü, in welchem sich der name seines vaters ABbiäm erneuerte ***), den my-* thos von dem weiften bär und dem wichtel habe ich s. 447 nachgewiesen. Es ist nicht zu übersehen, dafs ein- äelae' Uiierfabi^In in menschliche mytben verwandelt Wer-
*),Ke!nh. p.'i.V. ccyn.'446,' nberrascliend ist die io Victor Hu- gos notre dame de Paris 2, 272, nach einem bacb, oder mündHcher ül^erKefeninf^ mitgetheilte nachricht, dafs die zigeuner den facbs fnedifleiii caurMir dei bais^ den /vroU ffiedgris, fieddorS, den bfiren ineux oaer grandph-e nennen.
•*) das 8. jhim t, ccxcy»
***) aoeh dai aeejnoh^ aufiente. TsneielaMl den naoten JV^^wrUt (bei Mona 98I»). • s' - • .'i'>!m / " >
63« WOLF. FDCBS. KATZE
den oder lungekelirly x. b. die rolle des barem oder fiickteM auf einen riesem oder den leufei üttergfeiit so fiadet sich die ehstnisciie ersfthlnng ron dem mann der mit dem Mren rttben und haber auf dem acker baut (Reinhart ccxzzxnn) anderwfirts von dem .teofeL dies in einanderstreifen des thiermirchens und der übrigen tradilionen ist neue gewihr für die epische natnr jenes. Zwei wölfe, fi^sri und A-eAt, waren dem Odinn beilig, ihnen gab er zn fressen was ihm von speise yorgesetzi wnrde (Sn« 4), sie waren gleichsam -des golles hnnde (Vidris grey). ich möchte wissen, woher H. Sachs den bedeutenden zug entnommen hat, daTs g9lt der herr der wölfe, als seiner Jagdhunde , sich bediene *)? Ein söhn des Loki, der FenriiUfry tritt in wolfyeetali unter den göttern auf; überhaupt kennt unser alterthum keine häufigere Verwandlung als die der menschen in werwölfe. Bi^r und wolf sind sehr oft in wappen aufgenommen , mit ihnen ist eine menge von mensdiUcben eigennamen zu- sammengesetzt; keins von beiden findet statt bei dem/vcfts. daher sich auch kaum mit dem fuchs mythische Vorstel- lungen verknüpfen; einige spuren sind Reinh. ocxcvi ge- wiesen **) , im kindermärchen (no. 36) werden ihm nmm schwänsse beigelegt, wie dem Sleipnir acht füfse, oder hol- den und göttern vier arme.
Der Freyja wagen war mit zwei kataen (tveimr köttum) bespannt (s. 282); da altn. fre$ nicht blofs kater sondern auch bftr bedeutet, hat man neulich gar nicht uneben be- hauptet, köttum könne aus freseum entsprungen, und ein bärengespann der göttin gemeint sein, wie Cybeles wagen löwen zogen (s. 233). vom Stiefelkater s. 471. 476, das norweg.' mftrchen in den folkeeventyr no. 89. katoe und wiesei gelten für kluge zauberkundige thiere, die man zu schonen ursach hat (abergl. 292).
Mit den vögeln lebte das alterthum noch verlrAuter, und wegen ihrer gröfseren behendigkeit scinnen sie- ge^ sterhafter als vierfüfsige thiere. ich führe hier mehrere
*} 1, A9^ ed. 15&8: 'die wrif er im enrelen gond und hei sie bei ihm für jagdbiind*.
**] Klaproth bat aus japanischen bäc^en^, dafs mw\ in Japan den fuchs (inari) alt tchuttgott Terebrt: in Tielen nikps'era.t zumal ge- ringerer leute , sind ibm kleine tempel gewidmet sie fragem. ihn in schwierigen dingen um raih^ und stellen ibm abepds .ireis oder bobnen bin. fehlt morgens etwas daran, so glauben sie, dei^ fucbs habe es Terzebrt und ziehen gute Torbedeutung daraus ; da^ gegen«- tbeil ist ein übles zeichen. (nouT. annales deti royages. d^cembre 1833 p. 298). Sie balteo ihn för einen ka«i, d. b. fär die seele eines Terstorbnen guten menschen (das.) ^
TOGHL iOLBI. HAHN 685
beiqiiele an, dabman die wilden Togal flWafte« Dfelaiar ▼on Meraeb. enahh tm Mabtildis, Otto 1 mvHer (Pmü 5, 740): 'non aollim paoperibus ¥0111111 etiam aoibm victam snbminialrabafy und ebenao bobt es ia der vitaMahtild» (Perti 6, 294): ^ee etiani oblita est ^obiemm aestiTO lem«- pore m arboribas retoaanlini, praecipiena niniatris sab arborea proicere anieaa pasia'. In Nerwegen seilte man jnlabenda den sperüngem kembftaehel aus: jnleaftea at sette trende kornbaaad paa atöer ander aaben himmel Ted laden og fiielraaet 10 jpirrafif fftde, al de nftste aar ikke skal giöre skade paa ageren ffiorthöi Gnibranda dalea. Kb. 1785. ly lao, es war ein den Tegehi gebraehtes opfer, damit aie den Auren nieht schadeten, man entsinnt sich dabei des vermaehtnisses fttr die vögel auf Walthers Ton der Togelweide grabstdn, dessen nanen schon pascna STiom ansdrflckt
Götter und gdttinnen pflegen sich in vögel an rerwan-» dein j aber auch ' den riesen war diese gäbe eigen. Tara- pita, der ehstnische gott, fliegi von einer statte au der andern (s. 67), die griechische Torstellung hat geßügelie getter, die jfldiache geftügeUe engel, die aildeatsche Jung- frau mit sekwamfiügelm. Nordische götter und riesen legen ein adierkleid, anuurham an (s. 599), gOttinnen ein fiftenUeid, vabham (s. 279). Der wind wird als riese und adler dargestellt (s. 600), nnd heilige iuUer schreien aof den bergen: dm g6I arla, arar gullo. Sem. 142* 149«. Wolfram denkt sich die erde als einen vogei, wenn er sagt Ws. 308, 27 : s6. diu erde ir ^evidere rdrt
nnde si der meiß lArt ir müae alsus volrecken.
Von opferdiensamen hausrögeln, namentlich deas hahn nnd der gans, sind mir wenig mytlusche bezüge bekannt. Das feoer wird als rother luAn geschildert (s. 568), H. Sachs sagt : den roten han aufs stadel setzen* : ein däni- sches Sprichwort: ^den rode hane galer over taget' (der rothe hahn kräht auf dem dach, d. h. die flamme prasselt], rothe bahne musten vorzuffsweise gevinst (vielleicht iM- her geopfert) werden (RA. 376). Vöiuspä 54 wird Halarr aufgeführt', fagurraudr hani', im walde singend, gold- kammiger hahn erweckt die beiden, dunkelfarbiger kräht in der Unterwelt, bedeutsam krähen im dän. lied (1, 212) der rothe bahn • und der »chfoan6e hahn hinterein- ander; ein anderes lied (1, 20B) fügt noch einen weißen dritten hinzu. Vldofnir, ein andrer eddi^cher bahn sitzt auf MImameidr (S«m. 109*); Finn MagnufieiK (iejLr «Aylh,
686 * BAHN
824. 1090) Tergleieht ihm den hiibiiy der auf «mijMmm gesteckt ra werden pflegt Die Wenden errichteten ktenn*«» bftume^ brachten aber, hemilidl noch heidnisch gesinnt , zo Oberst anf der Stange einen wetterkahn an^). In einem mfirchen (no. 108) sitzt Hansneinigels iahn auf emem bäum des waldes. Ich weib nicht , wann die goldnen hälme auf kirehMtrmen eingefidurt wnrilen , bloise wetter«- fahnen sollten sie ursprünglich kaum sein« Gnibertas in ▼ita sua , lib. 1 , cap. 22 , gedenkt eines gallui mtper imri ; im beginn des 12 jh. hersdite also die sitte in Franko* reich, aber schon zwei Jahrhunderte vorher im sfidliohen Deutschland. Eckehard erzählt vom rinbrsch der Ungern: duo ex illis accendnnt camptmanumf cujus cacmninis gtMum aureum putantee, deumque lod sie voeaium, non esse nisi carioris metaUi maleria fusnm, lancea dum um» ut eum reyellat, se yalidus protendit, in atrinm de aUo cecidit et perüt (Pertz 2, 105). den Ungern erscheint dieser bahn als gottheit des orts, worin vielleieht noch ilas znsammentreiTen der namen des heiligen Galtais mit dem des yogels bestärkte; sie verlassen sogar ans scheu vor ihm hernach das kloster: monasterio, eo quod Qaiku, deus ejus, igmipotens sit, tandem omisso (ibid. 106)**). Tit. 407 : '46 golde ein ar gercetet, gefiuret unde gefunkelt 4f ieglich kriuze gelcetet.^ Zwar ist der bahn symbol der Wachsamkeit, und dein wichter, damit er alles überschaue, gebührt der höchste Standpunkt***); mOglich aber wäre, dafs' die bekehrer einen heidnischen brauch, hähne anf gipfeln heiliger bäume zu befestigen , schonend ihnen auch eine stelle, auf kinchthürmen einräumten , und dem zeichen • hernach nur allgemeinere deutung unterlegten.
An der spitze des wilden gevdgels steht der oiUtr als känig, und ist des Zeus böte. In unsem thierbbeln
*) annalen der churbr. hannÖT. lande 8 jabrg. p. 284. einige beziehen den babn auf Petra» Terlengnung.
**) alles sagenhaft; dena» Tom einbrucb iler ungern ins bloaltr Herzfeld (Hirulfeld) an der Lippe wird in 4er Tita a^ Idae äbfüipli erziUt, sie seien auf den nolariaa gestiegen, aber die glocken loszn- macben unTermögend gewesen und nnn plötzlich geflohen, aliqnid ibi esse diTalis numinis snspicati sunt (Pertz 2, 573). hier kommt der babn nicht in betracbt, die glocken tbun ea allein.
***) Münters ainnbilder der alten Cbtisten p. J55. Da Gregelr der groOM gallus durch pracdicator Mialegt (opp. Paris t70^ 1, 95^9. 961) und auch den specnlator auf den praedicator bezieht, so. könnte er in folgender stelle an den babn gedacht haben , obgleich ' er ihn nicht nennt : specnlator ^emper in altitudtne ftat , nt «piidquid tea** Ipriiai alt lon|e proapictat (ibid. 1, t'i83). <i>
■IBH: SCBWJOME 9U
ßAmad der rak die roOe kdd^r, des wolfe nmi iMnes «I Oberaekneo, er betüH die frebgier jeaee aeben der Uogheit dieses. Gleidi de» swei «rOifMi sind aaeh swei raben, J7ifffäMi tmd Mmtmm, Odiiis besliiidife begleiler (8.134); ihre namendrOckeii denUtraft und erinneraag aas: sie tragen ihm nachricht yon allen ereignissea sn*). vefw adiiodeaBich acheiaea diese odiaisehen vOgel ^ dea sagen enrihiil, x. b. Olaf TTyggr. cap. 28 boaeagen schreiende raten, dafii Odiaa das darigebnidite opfer annimnit iwei raben fliegen- mit einem mann d^n ganaen tag. Niaiss. 119. ebenso gdeitea dea heil. Gregor drei fliegende raben (PanKDiacl, 2ß). In dea scbikaea mythas von könig Oswald greift der rabe, dem aeia gefiader mit goid bewnnden wird (Tgl. den £riken Ms. 1, 38**) wesentlich ein; er hat nichts von der böaen tenflischen natnr, die hemaoh diesem vogel beigelegt wird. Gharacteriatisch ist aaeh, daib der von Noah ans der arche gesandte rabej von welchem es gen. 8, 7 blors helbt jBtti iiiX&wv mix up4inf$ff/e, in der deutschen wie* derersflhlnng sich aaf einem as aiederlAfst. Ga|dm. 87, 11. Unt. 3, 60. König Artas, den wir vorhin als bftren fanden, soll in einen roAea verwandell worden sein: 'qua anda haaUt abora converlido en cuerto, y ie esperan en stt reyno por momentos*. don Quixote 1, 49. In Volksliedern verschen vOgal gewöhnlich boteadienst , sie bringen knnde von dem was vorgegangen ist aad werden mit meidungen entsendeL böhm. sagt man: etwas vom vogel erfahren (dowideCi se po ptatfku).
In den sagen reden vögd untereinander von dem ge« sdiiok der menachen und weissagen. ra6ea verkündigen dem blinden das mittel, wodurch er wieder zu seinen äugen gelangt (KM. no. 107), hauwögel besprechen sich von dem bevoretehenden antergang der bürg (deutsche sag. 1, 202). Bin tmekdr vogel (fugl fridhugadr) wird in der Helgaqvioa (Smm. 140. 141) re£ind und weissagend eingeführt und er fordert, wenn er mehr aussagen solle, von dem menschen &pfer and tmnp^L nach einer deutschen sage erwirbt siüh der mensch das Verständnis der vögeltproithe durch den genaA einer weif wen teUange (KM. no. 17). Sigurdr ver- steht sie, sobald des drachen Fafnir herzblA von den fingerspitaan -iiuf seine zungö kommt: es sind sokwalben (igtfor), die, ihm ratfaschlag ertheilen (Ssm. 100. 191).
*) io eiosiir ■loveniseheo mirclien bsrilit Jeniand sinen raben (wdwtt), «leralhviNend («MmA) war uad ihnl, weon ar heiailiahr^ allei^ aaaihlla^ Murka» alofen. dantachei wb. Griu IM8. p. 606*
688 :8T0IK!H: SPBGHf
SMAx>älben zu töAen bringt mkeil, nach abergl. 37& yev«» nrsacht es yierwochenlangen regen; ihre nealer -un dem hänsern wagt niemand aussuitorsen. aus. Saxes (p. 327) bericht von der eichnen biUbeule des Rugürtt darf man schliefsen , dafs die Slaven ruhig daran ^ die sckwaAen niaten liefaen.
Die mythische eigenheit des Bckmaitt bekimiet 4ie sage von den schwanfrauen (s. 398) und voii dea Serben** den thiers gesang. Auch der ^ftircA galt fUi^ unveridtzbory gleich den schwalben ist er frühlingsbote; sein dichterischer liame mufs ins heidenthum zurückreichen, widerstrebt Aber noch den deutnngen. die. ahd. glosseo geben odebero (Graff d, 155) udebero (sumerl. 12, 16) oUioaro ^ odebor» (fundgr. I9 366) odeboro (gl. Trofs); mhd ädebar (nur Diut. 3, 453) ; mnd. edebere (Bruns beitr. 47) adebar (Heinke 1777. 2207; mnl. odetarcy hodevare (Biein. 2316. Cligoetl 191); nnl. 6yetär\ nnd. ä^er^ äbdr, atjebar; im ags. und nord. nichts ähnliches, bero oder boro ist träger, aber das erste wort, solange man der quantität des vocals un- sicher bleibt, läfst sich schwer erk&reii, zwischen glück- bringer (von 6t opes) und kindbringer wäre> die wähl, doch das letzte stimmt zu dem* noch allgemein herschenden Volksglauben , dafs der storch^ die neügebornen kinder zu-» trage, neben dem alts. partic ddan genitus, ags.. eäden, ahn. audinn.müste sich ein subst. Ad, eäd^preles) erweisen und alles wäre in Ordnung, der. prosaische ausdruck- ahd« storcAy ags. starCy altn. siarkr mag gleich »alt sein, nach fries. Volksglauben treten Wandlungen des Storchs in mensch und des menschen, in storch ein. ein lied Wolframs 5^ 21 versichert) der storch schade den saaten nicht.
Altlatj Völkern war der gpecht heilig, er galt für den vogel des Vtars, ** Ap^os ogpig; den Sabinern Weissagtet ein auf hölzerner seule ( ^l »tovo^ ^vkii^ov) stehender specht im hain bei Hatiena (oder Hatiera Dion. haL 1, 14. Reiske p. 40), einst halte er sie den weg geführt^ &g/t¥f]vtat ol ninsvttvoi ^vonoXan'tov f^v oiop ^yeaaf^^^) (SiraboV p. 240). für Romülua und Remus , als der wölfin milch nicht genügte, trug er andere nahrong herbei (Ovid. fest. 3, 37. 54 v^. Niebuhr 1^ 245). Nach Virg. Aen. 7, 189. Ovid. metam. 14, 321 war Picus. sohii des Saturn, vater des Faunus*), und wurde in den vogel verwatMlelt. Wie
*) wenn in der Schweii der schwarzspecbt merttafiUU (merzfohlen) beiftt (Stald. 2, 199. Tobler 31 6^)4 erklirt sich das am einfachsten* aüa dem picna martius ; fällt könnte aber auch Tögeli sein, also menm logül oder MartinsTOgel , worüber mehr im €«p. vchi dem angang.
SPBGBT ^ SM
fnsere diehUMg von Beoomlf (Ueiieiiwolf ^ d. L speeht) diesem Pieus verwaadt scbeiDe ist s. 343 angedeutet In Norwegen heiTst der rothhaoMchte sehwarzspeoht Gertntdi-' eogel und e&i mirclien bei Asbiörnsen nod Moe (m>. 2) erttutert seinen nrsprung: als- nnser herrgoU mit Petrus auf der erde wandelte, kamen sie cn einer frau, welche sais nnd buk, sie hieft Gertrud nnd trug eine rotbe haube auf dem köpf, mttde und bungrig von dem langen weg bat sie unser herr um ein stück kucdien. sie nahm ein wemg teig und setit^ ibn auf, er wucbs so hoch , dafs er die ganze pfanne fttllte. da meinte sie, der buchen sei fir ein almosen zu grob, nahm weniger teig und begann zu backen , doch auch dieser kucben erlangte . dieselbe gröfse und sie weigerte ihn wiederum zu geben, nahm zum drittenmal noch weniger teig und da der kuchen dennoch ebenso grofs aufsohofs, sagte Gertrud, %r mttfst ohne aimosen gehn, all mein gebick wird zu grofs für euch. Da zürnte unser herr und sprach: ^weil du mir nichts günnst, sollst du zur strafe ein kleiner yogel werden, dein dürres fütler zwischen holz und rinde suchen nnd nicht öfter trinken, als wann es regnet', kaum waren diese worle ausgeqin'ochen, so wandelte die frau sich in den Gertrudgtogel und flog den küchensdiomstein hinaus, und noch heute sieht man sie mit ihrer rothen haube, ganz sokwarz am übrigen leib, weil die Ofenröhre sie schwärzte; beständig hackt sie in die baumrinde nach fiitter und pfeift gegen dia regenwetter, denn sie dürstet immer und hoft zu trinken*). In unsem thierfabeln bleibt sonst der speckt ohne roUe, nur in einer alles Zusammenhangs entbehrenden erzAhkuig • (Reinh. 41d) wird er mit dem wolf sich unter'- redänd «u^c^ührt. Die Wotjaken erzeigen dem baum*- hackenden specht göttliche ehre, damit er ihren Wäldern nicht schade *% den Serben heifst das geschrei des baum- hackenden Spechts (zhunja)***) klitschi, kliknuti, kliktati, gleich dem der vila (oben s. 407) baumklopfende Spechte zeigen den weg zum flufs (Igorlied 79); die alte sage vom Specht und d^ äpringwnrzel wird später erörterung finden. Die eUter (pica) ist ein dem specht (picus) nahstehender YOgd. ihr altn. name lautet ^kcidiy schwed. siato, dän»
•*) Gerfvud, «rnrd« s« 54», 282 init;.Freyja irergliebeni imd dieselr köniite der TOgsl, wenn Mhon hier üls Tevwandelter menMli 4arge» •teUl, haäig ceweseD Bein.
**) RytMmkovs retie dufch das ruu. ri^icb» vbari. ▼. Hase. Riga 1774 p. 124.
***) kraitijsoBii»* pola« bObm< ilnwa» böhm. anehwlksr tonst wolfa.
N
«10 SPERBBU XDKUE
äüade^ wna mit 4er (tbstraojkan bedeotung fdhnntunn ■tengeMnuneo woffdea dtrf, mhd. scfado; zo «ingiBiig der Vdtsunga saga begegnet ein mann namens iSilaäK; weichen F. MagniMen (lex. 609) ffir die gdttin OkaA erUärti I« der flandrischen thiersagie hieis die eieter ^er. Aye'y >:fra« Ave. In Poitou dauert nooh eine 'spnr des ekterdullM fort, auf den gipfei eines hohen banma ^ird ein sfträuiii Ton beide und lorbeer der elfter n» ekran- angehundcay weil flie den einwobnern durch ihr gesohrei den nriienden wolf anzeigt: . porter la crApe ä lapdeu (mS^nib des««iitiq. 8|451.)
b altböhmischen liedem ist der Jperfter (krahui, krabug) ein. heiliger vogel und wird im götlerhaia> gehegt (königinh. hs. 72. 80. 160). auf den ästen der eiche, dw ans dem grabe des erschlagenen spriefst) .sitzen heilige sperber^ und verkünden geschehoen mord*
Keinem andern vogel wird aber allgeaieiner die f»he der Weissagung beigelegt als dem kukuk^)^ idessett iMle, gemessene stimme im neubelaubten faain erscbatlt. 9en beginn des lenzes drückt im> altdeutsehen redht die forind aus 'wann der.^aife& gtdtef (RA. 36], wie nach Hesiods hausiehren der rufende kukuk die zeit des fallenden saal-^ regens verkündet. Zwei alte lieder sehilderii des frtthtings unä winters weltstral über den kukuk, und der hirten Uage um ihn : der frübling preist , die tarda bienis echik den vogel, hirten stellen ihn als geraubt oderetsttuft der, merkwürdig ist die zeile:
tempus adest veris, cficu/fis modo ratnpe soporead**). Er kündigt durch seinen ruf diö iieUiohsle zeit des Jahres an, dafs er den menstifaem weissage wird hier niehl gesagt das . jähr verkünden (jähr bieten) schreibt und der agSi. cod. exon, 146, 27 diesem vogel zu: *g4doa» geaet bodbn\
*) gotb. ff^aks? ahd. soob (Hoffm.' 5, 6) ags. geiic; ulto. gaukr, mhd. goucb M8. 2, 132^ daneben reduplideredd (wi^ caeulas) ffao« goucbMS. 1, 132", goggoucb.US. i» 166*, nbd^^kok, kukak,. ober«' deuUcti ggggabch, gu^ig€iiicb%
**) beide eclogen io DornaTU lampj^iibeatcam 456. 457, >wo sie dem ßeda zugelegt sind , ein gleiclies^ geschieht bei .Lejser p. 207, nacb welcbem sie zuerst in der mnkf. aasg. ' de'r OTidisoben amutoiien •von 16tO p. 190 gedrackt worden «ein söHen. ind«s9en tbeilt^Oudin (de scrip. eccles. 2, 327. 328 ed. lips. 1722) den conflictns reria et htemis mit inter dem nemen des JIK/o saneti Anaedi eloeneiifeis mo- nachua (aua der ersten hSlfte des 9 jh.) 'Ond -da« tfweite gtedidbt de morte cucoli findet sich in Mabillons anal, t, 369* als Jlatäfi- Teraea ^e eliculo. lotnerhin fallen 'beide io ddtf 8 oder 9* Jh.; in eormption der peDuliima Ton cucalus stimmen sie zu Reinantna 3^, 528. dei eoaflictui babea aoeh Hoffm: hiiras belf.6, 28dtriederaafj|eobniineii.
m
eocoK anatiiii' nmftiave^ew M»cii jetzl libör teiert; der hoUuh gfoidi^, wer im frtthliflg mir eratenmal das aehreieii des kttkuks vernehme, kdniie. toa ikm die zaU seiner übrigMi lebensjalire erfragen .(abergl. Id7. sekwed. 119l däa. 128. 14^. ia der ficiiweis riofen die. Ifinder: ^g^gVf wie iMig lebi no ?* in Niedersachsen:
kukik Tarn häven^
wo langcf sali . ik. leven? mid dann fibt man aekft und aihlt: wie vielmal der vogel nach der anfrage ruft, soviel jähre sind deaa, fragf^Ai^i} übrig zu toben (Sditttae liolsl..idiol. 2, 363)« In andern gegenden *) lautet der isprttoh :
kmkitkf beckeidmechli . sag mir recht,
wie viel jähr ioh leben soll? der vogei^ wird erzäkU^ sei ein verwünschter becker oder müUerfaiecht, und trage darum fahles, meUbestaubtes ge-' fieier. in tfieurer zeit habe er aroaea lettlea vcju ihrem teig g^estolen^. und wenn gott den teig im ofen segnete, ihn herausflogen I bezupft und, jedesmal dabei gerufen ^guknk!' (ei siebl), darum strafte ihn igott der herr und verwandelte ibn in einen, raubvogel, der unaufhörlich dieses gesohrei wiederholt**). Gewis wurde die sage, die uralt sein mag und der vom aj^cht (a. 639) gleicht, früher gan;; anders erzählt, mit jener tbeuarwg . kann, zusammenhän- gen, dafs des kukus ruf,, wenn er nooh Aach Johannis vernommen wird,, theuerung bedetite (abergL 288).
In Schweden weissagt er ledigen mädcben, wie viel jähre sie unverheiratet MeiheA sollen:
göks ^ök, ailii ipa quisi,
säg mig ¥ist^ . 1 • . <
hur mänga ar , . ; .
jag ogift gar? ruft er öfter als zehmnaH, so sprecdien sie, er sitze 'pl galen quist\ auf einem. nUrrisc^hen (verzauberten) zweige, und achten seiner Prophezeiungen nicbl« . Auch soll auf die himmelsgegend viel aidiommen, aus welcher man den kukuk zuerst hört, mai^ mufa im trühling genau acht, geben: hört man ihil von norden (d. h, der onglücUichen seite) , so wird man des jahra treuer haben» von osten und wüsten
*) \9^. Alh^rtim narrenhatz» Aag»b, 1617 p. 95- inmasaep jc- aenr. all^tft wejb beach^hen, welche einen guguck fragte, wie tu jar sie ooch zu leben heUe? der guguck fieng an fünfmal guguck zu tiogeii, da ..rermwUe «ie dafs^ sie noch fünf jar zu leben bette u.8.w.
**) j^ Praetoriof wellbeichr. 1, ^Q. 2/ 491«
mytkoL 8, musgabe* ^*
Mi
fi|/>l/
bedemet «eUi nif gUtok, Yon südeo bar iit es der bstter« aasrofdr: *ä$tergök ir IröstegMi, WMtergök ftr baslag«k| nmrgök ftrsorggöt, «^^di är smörgök' *).
In Gottes friiblingsorakel verkiadet der prophetische Ydgel einem v rerliebten paar nahende hechzett und xahl der kinder.
Auffallend genug, dafs msere Itsderdiehfer des 13 jh. den kukuk nicht wahrsagend eittfübren, «die sache war ohne Zweifel damals aUgemefai bdmnt, dorn auch in Renaer heifel es 11340
daz weiz der g&uck^ der tin für wAr bat gegutxet hundert j4Sr. Csesarius heisterbac. 5, 17: narravit nobis aano praeterito (71221) Theobaldus abbas eberbacensis , quod quidam. con- versus, cum nescio (fuo tenderet et avem, quae cuaUu» dicitur a Toce nomen habens, erebrku tumUmiem audiret, vices interruptionis numeravil, et viginti duas invenjens, easque quasi- pro omine accipiens pna anrns iotidem vices easdem sün computami: 'eia' inqnit ^certe viginti duobus annis adhnc vivam, ni quid tanio tempore mortificem me in ordine? redibo«ad seculum, et secuio deditus viginti annis fruar deüciis ejus, duobus annis, qui supersant, poenitebo'. Im couronnemens Renart vernimmt der fuchs des vogels stimme und legt ihm <tie frage vor:
a cest mot Renart Je cucu
eiUenty Bi jeta un faus ris,
'jou- te cönjur*, fait il 'de cris , 215 oaous, qne me dies le vojr,
quans ans jai ä imrel savoir
le veir *•), cuen, en preu cucu,
et deus cucu, et trois cucu,
quatre cucu, et eine cucu, 220 et sis cucn, et set cacu,
et ttit cucu, et nuef cucn,
et dis cacu, onze cucu,
duze cucu, treize cucu.
atatit se taist, que plus ne fn 225 li oisiaus illuec, ains s'envoHe; erfreut bringt Renart seiner frau die nachricht, dab ihm der vogel noch Ureize ans d*aö' zngesprechen luibe.
*] Arndts reise durch Schweden 4,5^7. die schnepfe heifst Bcbwed. hongjöky altn. hrossagotikr (rosseknkuk) und auch sie hat die gäbe des welssagens (oben 9. 168).
**) hier scheint eine leile zu mangeln, worin gesagt Ist, dafs der TOgel ■eben schrei beginne, en pren cucu, da kluger kakiik, fugi fr6tfhugadr
Külui eu
yielleiclH \gi der kuküfk unter 4«iar iMMgei gemeiBl, V4>ii dem es Hb. l, 88^ heifst: 'diu Tröide viogxet ^ellek AemsätBogei in item neste\ wenigstens fobri mich daranf eine steile des Plmins, die überlitupt hieher gehftrt, im aequinoctium vernum soll der landmann alle venplttelea arbeiten scbnell ipomehmenf 'dum seiat inde natam exprö- brationem foedam potantinm viles ' per imitatioaem cantui aUÜ$ fo»f)wrarii , ' quem cucirium Tocant. dedeeQs etnn habetur opprobriumque meritum, falcem ab üla volncre in Tite deprehendi, ut ob id petnianltae saflas etiam- cum priroo vere iudantur'.
Die Freude über des kukuka erste» ruf drttdd mm schweizerischer spruch (Tobler 245^) 00 a«s:
Wenn der gugger chond ge gugga ond s menaföU laeUi
denn wötti gad geh le, 'swit i koh möchi, man wähnt, dafs er nie vor dem dritlai april und nie nach Jobannis mfe:
am dretta abareiia . v
mofs der gugger • grüena haber schnella; er könne aber nicht rufen, eh er ein vogelei gefressen habe, hat man, werni sein ruf zuerst erschallt, geld im sack, so reicht man das ganze jähr gut ans, hat man aber keine im sack, se mangelt es das ganze jähr (abergl. 374), und war man nüchtern, mufs man diis ganze jähr hungerui wenn der knkuk dreimal satt kirscben gegessen bal, hört er auf zu singen.
Den Polen heifst der vogel zezda, den Böhhien ie^ ihnle (beidemal fem.), in der altpoln. chronik desProkesz*), p.ll3 der tat. aosg., findet sich folgende merkiKürdige erzählung von dem cnitus des slav. gottes Zywie: dirhiitati Zywie finum exstruc^um erat in monte ab ejusdem nomiiie Zywiec dicto, ubi primis diebus mensis neaji innomerus populus pie . conveniens precabatur ab ea, qaae vitae **) auctor habebatuir, löngam et prosperam valetudlnem. Prae** cipoe tamen ei litabatur ab iis, qui primum cantum eucuU audivi8$efUf ominantes superstitiose., tot annos $e piciuroSy quoties vocem ' repetfisset. Opinabantur enim sapremum hunc universi moderatorem trmufigutari m emeuhuny vk
*) kronika palska priei Prokosza. Warsz. 1825 und lateinisch ehronicon slaTosarmaticuin Procosii. VarsaT. 1827 ; angeblich aus dem 10 jh. Ein so hohes alter kommt ihr nicht zu, aber Dobrowskj (wien. jb. 32, 77^80) geht ZQ wek, wenn er sm ^z für erdich- tang aiMgiebt; ea liegen, ihr auf jeden fall alte äberlieferongan inai grande.
**) ^J^J lebendig, ifmi daa*iebea erhalten, Q^hffea. .
41 ♦
614 lüKÜK
\fm» annlmtiardl vitoe temporit: unde^ critniti ddoeftatar, eapimliqia« poana: a magüstratibus afiioiebfitm; qui eiicuhiin oocUUsset. Bier ist 4er weissofgende vogel ein •eruMü^ dklter ffoU, wie. IM* in jenem sftc^sisebM reim kiikuk '«a« hä0en' hiefa. "^ .
Den serbischen haiduken he4eiitet * es unheil^ irenn iie . kukamtna irüb erseheint uad.aus dem schwarzen walde r«ft^ aber glück ^ wenn sie aus grttnem waitde iMhreit {Vvk
.r . Im eddisdhen GrottasiMPg wird den mabnägdlan nicht länger ruhe und schlaf gestattet, als. loMrend den hdntl^ acAioisi^ (enti gayfanin ^agdi).
Er kann gMdc und Unglück weissagen; man soll sich g«gen ihu.(wie gegen andere zaübervögel, eule and elster) mit Worten und fragen hüten, dafs man sich nicht ver^ stricke *). Ihn »hme ursaoh eu tödte» bringt gefahr, sein anhang könnte es rächen. Er vermag die meASchen zu neckeUy zu belhörenj das nennt der schwedisole akerglanbe dara, der dänische garOe. In einem. mML gedieht (fjMgm. 38^): petenlln und louch
.hAt> begucket mit der geneh.. Sein erscheinen ist oft böser vorbedeutwig. Paulus Diac. 6, i& mädet YOB) dem langobardis^en könig Hildeprand: o«i dum coBlum^ sicui moris est^ tiraderent, in. ejus cimA ^ummikOe .eueubte oras volitando ventens imediL - tune aliquibus prudentibus hoc portento visuin est sigoiiieari ejus principaAum inutilem. fore.
Wie jene idavische al|ernähremie .lebeiiag:otftkeit. gestak des hukttlßi an sich nimmt, hat sieh aoch d^ griech; Zeus ih ih» verwandelt f als. er zuiarst der Here. vabt.. Der giMin sitzendes bikl zeigit einen kuhdt auf dent,Mb^ ein die hochzeitsprooession des Zeus und der Jiere vorMel^ lendes basre^ief lärsl auf des Zeus (wie auf jenes lango«- bardiscben königs) »epier einen kukuk' HtBeM^f); -dieser «rofel ist also in die viqrstellung: d«r : heiligsten ehefeier veäeobteii, man begreift, wafum er Verheiratung' und eheaegfn weissagt. iJer b^rg aber, auf welchem -Zeus und fiere zusammenkanien, fräker Qgopa^ (ven ^pcfo^, sitz des donnerers ? vgl. oben s. 167) oder Go^vai geheifsen,
*) Arndt a. a. o. 3, ia
*^) Weicker la Sobwenk 269. 270 ; aonst aiUI d* ei^ adUr, Kaan die gestalt des kukoka and adlars- oicfat deutlich gaacdiiedea werden, so nennt auch noch heute das jolk in Baiern den pv^dlai* •eben adler aohenireiae gakeaer (Sohm. 2» 97),-
/ r .
wxmm e«»
eriiMt fitehher 4eti mämen ofog %on*^)^iop% Kofarin^ berge haben wir nob aacb in Deutsohiand, s. b. onweil Kreuznach liegt ein 6kntd^9ierg (WiiWere Pfals 4^ 36)^ ebenso bei Dnrlach und Weingberg {Monea ann. 6, 360)^ in der Schweiz ein GuggUberg (Joh« MOller 1, 347. 3, 82 Tschachdan p. 2), Oöckerüberg (Km. no; 96); die benen-* Bung würde sich ganv natäriicih aas dem rufen des vogek| das von berg her veraommen wird, erklären, wi^n nidM auch noch andere Überitsfeningen damit suMamenhieAgen. Freidank 82, S und fast ebenso . Bonerius 65, 55
wlsin wen unt tumbiu werc
diu habere die von Qomchetbere; hier werden die ieate vom Gancbsberg als ^weise ^edisMl aber einfUlig handelnd dargesleUt, Gauehsb^g ist gleioh** viel mit Narifenberg ^*). schon im .sehnten jh. bat gouh die nebenhedeatmig von narr (N, ps. 48, il. 93, & urheiskonb N. BA. 175, kriegsnbrr}, utid so tIbaraH im dveisehnleil (Walth. 22, 31. Trist. 8631. 18215), ^MA gewöhnlich noch ein adj. oder ein ^en, pl. be^efügt sieht: ich tumber gouch MS. 1, 65* tumber denn ein goneh Troj. 6126 timiber gouoh Bari. 319, 25 gonch unwtse Bari. 228, 32 ännelöser gou^h 31 9^ 38. der treit Ruches hodbet IfaH. 3, 468«, rehter wilze ein gonch HS. 2, 124^, der nusre wi gdiclieltn Ben« 809^ wo ^uch das ai^mentativ gMchgOMiti Altn. gädor. m^eich arrogans moi^io* H. Sachs ^verwendet einigemal OaiwlAerg ^^^) in gleichem sinny II. 4, 1164 (Kempten U. 4, 220«) avsz. von Gös 1, ^2. Denhoeh mag bei Ganchsberg iirsprfthl^ich an den vogel selbal m einer ans. Jetst verdunkeilen ominösen bedeutung gedadit worden sein •*♦•).
Der kuknk steht aneh sonst in. üblem ruf, er gilt für
*} Pausanias II. 36, 2.
**) daher aach ein andermal dafür gesetzt wird Afftnherc (Do- cena mise. % 187),' Affenherc und Narrental MsH. 3. 200^; Affenial dart. 213« ttlid Renntfr 16469. Apenherg und Nmrenderg in dtfr plattd. Narragootf 77b, 137»? MseMere Diut. 2, 77, Tkitr«, welche» schon die alt£ aprache dummheit beimifst, sind ochs, «sei, aflie, bock, gans, gauch und heher. N. ps.. 57, 1 i hat ruoh (stnlius] d. i. hruoh» ags. hr6c (gVaculus, gramm. 3, 361). ,
***] weit häufiger Sehaffi$berg, in der redensart *va ded «chalks- perg häwen* L 5, 524«. HL 3, tiSa. ^AK IV. 3, 20«ti 31«. 40«, deren miprong« ich niioht kennt* bi Franken* winhst S^hoOubergw wei« Henricna dictus de SceUkeshergh. Spilker 2, 148 (a. 1268).
****) wen nach anderer anafegung rerlangt, der findet sie reichlich in Monea ans. 6, 350 ff.: Gonchaberg iM Ranklitfna, iHä Eiberich geiat dea Albordach , diabolna der pera. dir.- . . ' ''
C46 EÜEÜK
einen ehbreclier, der seine eier in fremde neiler l^e, weshalb den Körnern cncnlas gleichviel mit moechus wat (Ptautas, ecblufsseene der Asinnria, Eweimal] und in unserer spräche vor allers gouch, gaucke^ unechtes kind, bastard ausdrückt (Nib. 810, L Aw. 1, 46). in der Schweiz heirst gugich ein ungebetener nebenbuhler bei der liebsten. Jr er erscheint als tenffisdies thier oder als teufet selbst in den aUgforein hergebrachten redensarten: dafs weifs der hämk! des kvkuks werden, der kuhuk hat ihn hergebracht, und ähnlichen, wo überall, mit gleicher bedeutnng, teufet gesetzt werden könnte. Dies scheint mir auf alte, heidnische traditionen hinzuweisen, denen aHmälich erst der teuflische amtridi gegeben wurde; dahin zähle ich auch die in Nie** dersachsen y^breit^e formd ^der kuhuk und sein Aröster^, unter diesen kflster wird, nach breoi. wb. 2, 858, der ißiedhopf gemeint, ein vogel, der gleichfalls durch verwand** lung seine gestalt erhalten haben soll« näher vermag ich die*fabel vom kukmk und wiedkapf nicht anzugeben, singt dieser jenem vor? Von dem kUriiA. gehen ähnliche sagen und redensarten.
Der schäum auf weiden, iexk die cicatfa spumaria ber^ vorbringt, heifst kukuksspeiehel, Schweiz, guggerspeu^ engl, euckowspit, cuckoospittle, dän. giögespgt anderwärts hexen- Speichel, norweg: troldkiäringspye *), also auch hier beruh-* rung des vogels mit zauberisQhen wesen, man entsinnt sich dabei des vogelspeichels (fugis hrtki), der nach Sn. 34 flrit zum band Gleipnir gebraucht wurde. Einige pflanzen- namen Tcrsichern uns seiner mythischen natur. acetosa: ahd. gouckesampfera, Schweiz, guggersauer, ags. geAces-^ »ürCy dän. giögemad, giögesyrcy man glaubte, dafS er sie gern fresse; nhd. kukuksbrot^ gaucklaucky franz. pain de coucaUf panis cuculi. wiesenkresse : kukuksbhime, gauck- blumey flos cuculi. anagallis: gauchkeil u. s. w. . guck- gauchdom Fischart geschichtskL 269^
Den Slaven hat der vogel, den sie stets weiblich vor- stellen, nichts böses, nichts teuflisches, »ezkulice klagt auf der eiche über des frühiings Vergänglichkeit (königinh. hs. 174]. Die Sierbische kukaeitia war eine jangfrau, welche ihreii bruders tod so lange beweinte, bis sie in den vogel verwandelt wurde; 'sinja kukavitza* (die graue) Vuk 3, 66 ; drei frauen in kukavitzen gewandelt, Vuk ] , no. 321. auch in kleinrussischeü liedern vogel der to'auer
^ ^M^»^ ■ ■ ■ ■
, 4
') «ommeripronen, bairisch gugk^rschegkefi, koknlisOecLeii, SdiiB. 2, 27, Tri. Höfer 1, 33T. , , , .,...;...
ROTHKBtCBBIi MEISE 613
nmi s£li#enmrty üihI roMiache ^«Jkaitgeii ItssM wiedemü 6iii JmigetiiitfdeHea durdi eine 9aiib«rin rerwandeM wwden (Gdizes srerb. iieder s. 212).
Von den Ueüien yögeln wurde der sekwalbe sckon gedacht, an firaa nachügall erinnefrn die ounaesinger oft, aber dermythuS) dafs sie ihre todtgebornen kinder lebeniKf singe, scheint nicht daatschea Ursprungs. lerche und ga^ lamter werden in der thi^saga bfler au%[etreten ^ein, als wir jetat wissen, vom suumkiknff, ags. vrenaa, engl, wren, g^B schöne mdrcben. docb««nd noch awei vöglein aft-» znffthrmi, die mir vor alters in hahar bailigkeit gtMtanden 2U haben scheinen rrethkchlchen und raeise.
Dem rothkeIckeH (engl, littta Rohfai redbreM) aaH niemand sein nest stören, sonst schlägt das wetlar ins haus; den blitz zkhX das nest des rothschwAaachens heras. letzteres heifst in der Sdsweit kiurötheHf plagt odcs* nimnH man es a«s, so geben die htihe rothe miloh (Tobler 261). waren, sie dem Donar heilig, dem telhbirtigen? und geht darauf die rothe ferbe detr kehle und des seh wlsits ? man sagt, das rothkelehen trage blumen und Mfttter auf ::das gesteht einea erschlagenen , den es im waide Ssodb. tbat es das. im dienste eines gottes, der nicht htt, dafs man* ihm schaden auftlge?
Von d^v kleinen meme^^ die er geTaHerin nennt, mtfa sogar Reinhart . sich ttherlisten lassen, in. . wekhem anseha dieses waldvöglein stand lehren die weisthämer, welche auf samen fang die höchste bufse setzen: item si quis; sibHando. ^^ alio modo yolncrem ilium ceperit, l|ui Tulgo eieisa nuncnpatuf, banni reus erit. jura ardiitp. trenrer. in Laeombl. arch. 326; si quis auceps haue silvam inlraverit, pro nullo genere yotucrnm componet, nisi: capiat meisam que dieitnr^ banmeisay et pro illa componat 60 sei. tanquam pro cervo. ibid. 367; wer da fehet ein bermsket^ der. sal geben ein koppechte hennen und zwelf huakeie und sechzig schiUtttg pfiming und einen belbeiing. Drei- eidier wSdbann (weistb« 1, 499); wer eine lufbneiBe iienge mit Bmen ader mit slagegam, der sal unserme herrn geben eine fiidbe henne mit sieben hftnkeln. Rheingauer w. 1, 5dS); wer ein sterzmeise fahet , der isj umb leiB u. guet und in unsers herrn ungnad. Creuznacher w. (2, 153). Der grund dieser gesetze entgeht uns, offenhar achtete man den vogel für heiUg und unverletzlich, dazu litimmt aber vollkommen,
*) «bd. nvitA, agt. inAse, eol. n^xe« fraBz."iriesaagfr, allfrinz. moveB^ey enfjL titmoBw(«. titB^sefv
6IS SGBLANQB
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daft noeh die heiitigeD Letten diee-TiML üraen JÜle^) fD«* naimte vögleiii ftbr weissagewi «nd gliekkri»feiid haileA, und selbst ein Wahrsager ihnen sSüneekB heifst **). aooh die span. benennnng der meiae eid (d. i. Herr) odifr cid paxaro (herr speriing) ist zu erwägen, meise, saunkOnig «nd specht (bienenwolf) mengen sieh im voiksglaiiben , es giH dem aUerkleinsten, sierlichstenrageL
.Schlangen scheinen durch die Schönheit ihrer form, die gefiihr ihres bisses vor andern thiwen scheu und fthrfurcbt £«, gebieten; eine menge sagen erzSUt yon vertauschang der gestalt zwisdien menschen und seUangeiK hierin liegt fast untriegliches «zeichen des. caltue. wesen, . dia aus menschlicher in thierische biidbng übergegangen aiiid und den umstftndea Aach in jene zurückkehren können , ist das heidenthum heilig zu halten geneigt, es Terehrte gütige, wolthätige schlangt, während in der christücfaen* anaicht der begrif böser und teuflischer schlangen verwailet
Dieselbe vita Barbak, der wir knnde des langobar*- dischen baumcultw verdanken (s. 615), meidet zugieioh Ton einer scklangenverehrung: bis Tero diebua quamvis Sacra baptismatis unda Langobaidi. abkierenlnr, - tamea pmcmn §enHUiaH$ rüam tenentes, sive beüiaii mente degebant, besHae simulachro, quae Tulgo e^iera nomida-* tur, fleeicbani cotta, quae dehüe guo debehant fl^ctere
crealori praeterea Romuald ejasqne södahsa y priaea
eoecati arrorey pahun se solum deum colere fntelianlat, et in abditis viperae iknutachrum ad snam permciem adarabanß. Barbatus in des hönigs abwesenheit ersucht Theodorada, Romualds gemahlid, ihm das schlattg«nbikl za ▼erschaffen, illaque respondit: 'si hoc perpelravero, pater, ▼eraciter scio me morituraro'. er isrst ater nicht ab und bewegt sie endlieh; sobald das bild in sdnen hfinden ist, schmelzt er es ein und übergibt die messe goldachraieden, nm Schüssel und helch daraus za fertigen **^). Aus diesen goldgefaiaen wird dem könig nach seiner heimkehr «das chriäiche sacrament gereicht, und Barbatna gesteht ihm, dafs das kirehengerfith aus dem eingesehmolznen bM ge- schmiedel sei. repente unus ex circumstantibus ait: 'si II II I ■
*) ütth. zjle, zjMle; poln. sikora, böhm. «ykera-, rms. tinifca, miqiWi BMiisa. Tielieioht ist der' lelt. oAine ton (dooaht, der litth. tob sVnoli «cire su leitea, imd die -Tolle Torrn w«ra tipnele, ijnlei, der klage wissende TOgel? auch der heber heifst lett. sihls. **) mag. der lett. lit gesellsch. Mitau 1838. 6, 1^1. ***) wie aw dem- gotd der schwaDriBce nipfe geiehmiedd werden, und das gold dem schmiede wichal^ dails -er ibeitihehllt'
SGHUUIQB M§
imMi «jOir lalia perp^lratset, nnilii idtdrposito «loneiil« absoiiMiereni capttt ejus'. Ans der andern tita gehörl noch <ttese stelle hierher: <(ani etiain iriperam muri mektüo farmakm $m9mi pra magMudit^ dei sapplioi derotione veMrari videbantur. nnde naque hodie, eieat pro voto arboria voimif ita ei locus ilie eonMUi^ dovoliones *) nbi viperae reddobantur, dignosoitnr appetlari^ Über TOlimi habe ich mich s. 616 erkürt, cmuius drAakt.das golb. gtU, §U$ir^ ahd. käU, käbkir ans (oben s. 34 nnd RA. 358). beide Wörter TOtum nnd censns sengien nicht wenig füft* die editheit. und das' alter der lebensbeachreibung» Hier haben wir mna ein merkwürdiges beispiel eines aus gold gescluniedeten götaenbiids und wiederum das bestreben des bekehrers, den heiligen stof beizubehalten , aber in chrislUche form umnogestalten. Welches höhere Wesen die Langobarden sich nnler der schlänge vorstellten? ist kaum richer an beatimmen, sieht die alles umschlingend« Weltschlange > den midf ardsormr , iOrmunganAr der . nor^ disciien mylhologie, denn keine spur verräth, dafs dieser im Norden selbt, geschweige anderswo, bildlich dargestellt und verehrtf wurde. Ofmir und ßhpäfmr sind altn, «riilan* geneigennanum und Odina beinnmen (TgU su 181), unter dem snmlnui dens der Langobarden wftre also an Wnotan an denken? doch die eigenthümlichen Terhftitnbae ihres schtangenonltoa entgehn uns gtlnEiith. Wenn der ansdruck Tipera, wie ich nicht zweifle, mit bedacht gewählt ist, kann nur eine kleinere Schlangenart (coluber beras), ahd. notom, agf/ ftädrßf altn. fmdra (aber goth. nadrs» alta nadr auch iMsc«) yerstanden werden,- wiewel das simulaemm, ane desaen gold sich sehifisel und kelch schmieden liefsen, faHs es nicht wuchs, auf bedeutendere grOfse hinweist
Die Jangobardische sage eraäklt aber sonst noch ron sehlangen, und gerade von kleinen. • im heldenbuch wird der kämpf eines feuerspeienden thierleins am Gartensee (lago di Garda) mit rinem löwen und Wolfdieterich , denen beiden es au schaffen macht, geschildert:
DUD hörest durch ein wunder, wie das tierlein ist genant: es heilst zu welseb .^ »undeTf zu teutch ein saribamf^ in Sittenland nach eren ist es ein vipper genant»
und weiter folgt, dafe immer nur zwei solcher vipern leben , indem die jungen bald nach der geburt ihre eitern auffressen, dies stimmt nahe zu den angaben im physio-
/ • ' 1 .
*) gedmcki steht: locna lUs .sessna dststionitf nbi 'Tt|>flrae red«^ debantnr. - •
65a SOHLANOB
togiu (Diät; 3, 29. 30. Hoffm. faflrifr. 28). mmder weih ich aus keiner italienischen mnndart eu erkttren, ^aribani ist daa mhd. terpani Trist. 8984. Sittelianland halte ich für Wal- liserland, dessen hanptstadt Sitten, hier konnte leicht das ro- manische viipem 101 gebrauch irieiben (graubündn. vipra, Tivra). Im Jura heifst eine geflögelte ansterbliche schhrnge mit dia*- mantnem äuge wmore (vipera). mbok. des antiq. 6, 217.
Von hauMschbmgen vnd unken*) gehen noch jetfet viel Überlieferungen. Auf wiesen and wriden, auch in hSnsem kommen schlangen zu einsamen hindern , saufen mM ibnea milch aus der schüssel, tragen goktkraneny die' rie bäm milchtrinken vom haupt auf die erde niedersetzen^ und manchmal beim weggehn vergessen; siebewachen diekinder in der wiege und den gröfseren weisen sie eehfitze: §ie %M tödten bringt unglBck. jedes dorf weifs von eignen schlangen. So wird in Schwaben erzfthlt. hessisebe sagen sind kinderm. no. 106 gesammelt , eine ösireiohisdie steht inZiskas volksmfirchen (Wien 1822 p. 51), fast alle haben**) den zug des miichirinkens und der goktkrane. Über- raschen nun die eiteren die schlänge bei dem kind wmI tödten sie, so beginnt das knid abzunehmen und iNdd- zi sterben (Temmes pomm. sagen no. 257). Einmal war einer schilpenden schwangern frau die sehlange in den otneti mund gekrochen, als sie kindes genas, lag dieseth die Schlange fest um den hals und muste durch ein milohbad losgebracht werden; sie wich aber nicht von des fcindes Seite , lag bei ihm im bett und frafs aus seiner schttssel ohne ihm ein leid zu thun (Mones anz. 8, 530). Noch andere berichte erwähnen einer haus unrd hof rnffillenden inenge von schlangen, deren känig adk durch eine schim- mernde kröne auf dem haiqit auszeichnete. . wenn er den hof verliefs, begleiteten ihn alle ttbrigen, im stall,* wo er wohnte, hausten sie so zahhreich, dafs die fütternden mfigde sie oft armvollweis aus der kriK>e nahmen, sie waren aber dem vieh und den leuten befrenndet; als- ein neuer hofbauer ihren könig erschofs, wichen sie aUe und mit
•) mhd. unk, ,unhes. MS. 2. 2001>. 206«: von iupfer «cheidel man dai golt mit eines Doken eschen (cinere); darum hiefs ein al- ohymist tmkenbtenmer (Felix Malleolus de nobiUtale et. rmticilate eap. 30). Unter vmke wird eigentlich die rasa port^ntosa, oft aber auch schlänge allgemein yerstanden. das yolk nennt sie (gleich der wiesel) -achmeicbelnd müemeleinj müemel, Schm. 2, 576. '
**) bis auf die wiederkehrende formel: 'ding, ifs auch brocken !*> ^frifi auch roocken, nicht lauter ichlappesr Mones «otiS^dSO; fnit auch brocken, nicht lauter briiher daaelbit 6, 175. '"
SCHLAMB 6S1
ihoen schiratid gegen und reicbAhnoi von dem gnl (da- selbst 6^ 174]*). Hierher gehört auch die schbmgen^ königin (deutsche sagen nd. 220) und eine merkwürdige erzählung in den geüis Rbmanorum cap. 68. zu einem viehmftdchien in lonneneioh kam jeden morgen und abend zur meHtzeil eine grofse schlänge in den stall, auf dem köpf trug sie eine grobe kröne, allemal gab ihr das mädchen wmrme hAnUkh mi »awfdn* als es wegen eines T^rdrnsses plötzlich ans dem haus gekommen war, und die neue viehmagd das n'stemal melken wollte, fand sie auf dem melkstühl die goUknme liegen, in ^r geschrieben stand: ^ate dankbarkeiV. Sie brachte die kröne der her- schaft-, welche sie demabgekomm^iem mädchen gab, für das sie* bestimmt war , uqd seitdem ist die schlänge nichl wieder gesehen worden^ JHones anz. 8, 537. das atierth' krönlem macht jeden der es trägt unsichtbar (Schm. 2, 388) und dazu steinreich. Man el*zöhlt auch in einigen g^ettden , fedes haus habe zwei schlangen , ein mftnnchen und Weibchen, die sich aber nicht eher sehen lassen, als bis der hansvater oder die hausmutter stirbt, .und dann ein gleiches loefs erfahren. Dieser zug und. noch andere, wie das hinstellen der milch, nfihern die hamschlangeH dem b^^ guter hilfreicher hausgeister.
Die schlänge erscheint als ein heilbringendes, onver-* letzliches thier, und ToUkommen für den heidnischen cultus geeignet, den Stab des Asklepies umwand die schlänge, und .an h^bninnen lagen schlangen (s. 554). Ihrem Po-* trimpos unterhielten die alten Preufsen eine groCse schlänge und die priester hüteten sie> sorgsam, sie lag unter ge-* traidettl^en nnd wurde mit wMch genährt**). Den I^etten heüsen die schlangen mildkmmer (peena mahtes); sie standen unter dem sehmz einer höheren göttin Brebkina (die st^eiende) genannt, welche den emtretonden «usohrie, man solle ihre peena mahtes «ungestört im hause lassen***). es wird ihnen milch in näpfea hingestditr Auch die Ut- tbaner Terehrlen schlangeh, hegten sie im haus, und brachten ihnen Qpfert)^ ägyptischen schlaagendienst be- zeugte Herodot'2, 74. NuUus locus sine genio, qui per anguem plerumque ostenditur« Serv. ad Aen. 5, 85.
*] ihaliche sage .todi BeyaDgeaköiiig bdb Lübbenau im laatiui* Beben Spreewald (Büschings wöch. Dachr. 3, 342).
**) Voigt sesch. Preursens 1, 584. ***} mag. der lett. gesellBek. 6, 144/
f ) Seb. Fraaiies wellboeh ^1^, MoBes beidenlh. 1 , 9&. Adam, brem. de sita Daaiae cap. 24. 'von den Litthaneni: dracanes adavant
MS VtA€Bm
Man brachte schlaagen da niiber in fdiweHeni' «od auf hehnen an:
liggr meA eggje armr dreycfMr, enn ft vaibösto rerpr naJ^ hak. Smm, 142K aus dem haft (hels, hiail) dea achwerta, nahm maa «n, renne der ormr oder yrmiingr in die apitae und wieder anrück (Kormafcaaaga s. 82. 84. Vilk. sage s. 101). VIkge hiefa %it dem shmgen' Ton aeiaem hehnzeiohen (helden**» sage p. 148). die belme erhietten dadnrcb faatigkeil) die (dingen kraft. Nicht unähnlich acheiüt, dafii fihrieute in ihre peitsche ötterzungen flechten (abergL 174).
Die schlänge kriecht oder ringelt sich anf dem boden^ stehn ihr flfigel au gebol^ ad heiral aie ärmdhe^ waa ein undeutsches 9 ans dem iat. draco, gr. ^aaii^ atanunendeai schon früh eingeführtes wort ist, aU. tracchOf aga. dnem, altn. dretd. die S»m. edda hat nur einuMd dreki^ im Jüngern S61arl. 127^, sonst steht dafiar €rtmy ags. tyrrn^ ahd. wurmy goth. wuirms ^ welches allgemeiner a«di die Schlange mitbegreift. Als geflügelte achhinge (serpena ala-* tus) erscheint zumal die von Beondf beatandne: nihtes fleoged 4541 , aie fliegt nachts aus und hcirst darum tiik#- 9ceaia 4536 , nocturnus hostis ^ aggressor. hfftBoeadä (ae* reus hostis) cod. exon. 329, 24. auch der drache, welcher Krimhitd auf dem drachenstein geftmgen halt, kommt durch die luft gefahren oder geflogen. Doch der andere', den Siegfried vom schmid aasgesandt früher tödtete, lag im watd bei einer linde ^ unfliegend, diea war der eddische Fd/Mr, ein mensch, der wurmgestalt an sich genommen* hatte, Yon ihm braucht die edda akrtda (repere, sciveiten) 8mm. 186. Sn. 138 ; es ist der Tftm oder draca, den nach Beov. 1765.1779 Siegemund und Fitela achlugen. Nib. 101, 2. 842, 2 heifst er • /inliracfte, hnidraohef Im Siegfriedalied 8, 2 liiflioifrai , welcher ausdruck auch Mar* 148, 28. En. 2947. Troj. 25199 zu lesen, und nicht aua linde (tilia), wie die spätere sage es misverstand, sondern aua dem ahd. IhU zu erklären ist. mit diesem HM (goth. iii^^, ags. lid, altn. Hnn ?) sind' viele frauenaamen gebildet (Graam. '2, 505> z. b. Siglliht, altn. SigrKnn (oben s. 399),. und es könnte den begrif von gianz ^er schdtiheit enthalten, wie es für frauen oder schlangen gerecht ist, die abgeleitete altn. schwache form ^ifHii (masc.) bedeutet wiederum
cäm vohieribuit onibos etiam viTOe Uiaot hQmines» 4|i]0ft'ik merca- torihut emuot, dili|teDtt;r oomifiiO'fkrDhaM, ne «aoullm in corpore
[mufeOB WS
orivber, Mrpeiis. dar Mafg«. ottsiMne linbnrg^ «:» iUii^ hurg ist riobtigcr auf schlahga als aaf liBd« xo besiebHi.
-Von dea dinchen war imn dia bttaoha»4e ▼«rsteHiuig
dea alteirthuroa : sie tiegea^ amf tfroi §old Cmd 'Imicbteii
davon , das gold salbst, hiefa dichterisch wwmbMy aitn»
ormbetfr oder ormbedseldf) wnrmbetttsfeaeit , - iMd daiaa
knüpft steh weiter^ dilfs sie sehftlae bewaehen und eaelris
durch' die lüfte tragen. |enev wurm, den Sigeonnd erlegte,
heifsthordes hylrde.fieov, 1767; den e«dern, nit wcIchiBBi
Beovqlf kämpfte y bMirichnet '• dafc epithel: se hoM .bavao*«
teife 4k420, Fafnir, ein alter lieiie, lag als warm nü. dem
Oegiahialm aber ererbtem gfiOd (Siem. 188*^. 1B9^), lia heUsI
'! l^ngvi' (von \^w%y bei4e) und itar oti wird als Gnfta^
heidi lieaeiehnel; davon findet sich auch sonst der n6me
^^99%, Ifuff&rmry beidewurm fttr drache. noch heute
setai der volkagfaube gifihentfe schftlae auf einsame beiden^
wo aie von draeben gfc^hWet werAea. hcBJten gpld Beov.
kann beides aüsdrfteken aurum tesquerum oder ethnicornm,
denn die drachen galten gleich den rieaen für alt und
hochbrt^brt» Mgl. ealdi uhtaeaeada Beov. 453fi; vintrum fröd
4548; |>re0 build vintra hedd e« hrusan 4&5fr, zugleich
aber sind sie g^g, neidisch, giftig und flammenspeiead:
nÜdraca Beev« 4540, ätiot$cima &673, f^re befongea
4541; ongan gIMwn sptvan. 46^19; dMrcum nihtum rtcsiaa
4417. von Ftfeir wird Sasro. 186 gesagt: aorei4 af guUf
blös eitri, iaiati sik ok bariti höfdi ok spordi, schüttelta
wAk ond schlug; mit hattpl «ad sohwau.; dafe die- begriffe
eit,(feiier) und eiter (gifl) einander besühren wurde s. 528
hcimerkt.. Hieran halte asan die acbUdernagen .mhd^ dichler,
der tfache hat seiee heimwiat in einem tal« wirft rauch,
flamme und wind aus dem rächen (Trist 8944» 8974); er
hat ittiche Md Aigel st^itfensr und eiter (Troj. 9764. 9817).
Amt der beiden war es nun, wie die rieaen so die
gewissermafaen damit identischen drachen^) anf der weit
auszidiigen, Tbdrr ^Ibst bekämpfte den ungeheuren midr
gardsorm , und Sieg«iind , Si^agfried , Beovulf stehen als
tapferste dracheuilberwinder da ; ihnen gesellt siehi .eine
menge . anderer 1 wie eie« naeb seil und ort aHentbalben
aus demi fichobe lebeninroller eage erstebent. Frotho, ein
andrer Siegfried überwältigt einen gift^gfOtt: auf .acUtnen
mh^nd»n dmehen» Sa^o granwa. ^s. ZQk , Des aehönen Tbom
*) die analogie bewfihrt sich aach darin, dafs gleich deni riesaor yebain (i^. 53g) der beaisele draaü» iber da« suidubor befesUgt wurde» s. b. I^lci 4, 76.
6Si DRAcaie
Rn^rlnörtr wurde em Uehier I^gtmnr. gesebenkt, den sie in ein kästchen, goM unter ihn legte: wie er wuchs, wogIs «Bcii dae gold , so dafs die kiste asn eng wurde und der wurm sich im kreis um die kiste legte; bald wrar kein ranm mehr in dem zimmer, er legte sich um das Zimmer md nahm den schwamm in den mnnd, niemand Hefs er in das gemach als den der ihm fntter brachte, und zu jeder mahlzeit bedurfte er einen ochsen« nun wurde bekannt gemacht/ wer ihn erlege, solle i^e Jungfrau zor braut und soviel gold, als unter dem dracben lag, zur aussteucr empfangen^ Diesen dradren fiberwand Ragnar Lodbrok (fornald. sog. 1, 237. 238). auffallend gemahnt der steigende wacksthnm des wurms an den des fisehes s. 544. Attfser dem goldeshort aber, den die beiden als beute davon tragen, entspringen noch andere vortheile: der genufs des drachenherzens bringt künde der • tbier- spräche zuwege und das bestreichen mit dem blut härtet die haut gegen alle Verletzung, tief greift beides in Sieg- frieds sage*) ein.
Fast allem diesem begegnen die ansichten anderer T&iker. Wie die Römer gigäs, so entlehnten sie auch draco von den Griechen , da für den begrif weder serpens noch vermis (wie bei uns siango und wurm) nicht aus-- reichten« iQaxmp leitet sich aber ab von di^netv blicken, leuchten, sprühen, tfidoc di&ogtte gilt vom leuchtenden lieht, daher möchte ich die versuchte deutnng unseres lint und linni bestätigen. Bin grabender i^chs stich endlich auf die hole eines goldhfitenden dracben, ad draconis spelun*- cam ultimam, custodiebat qui theaauros abditos. Phaedr. 4, 19. Die sage von den goldhegenden greifen schliefst sich aber an, da sie gleich den dracben geflügelte ungeheuer sind.
Altsiav. bezeichnen znUj (masc.) und zmifa (fem.) schlänge, jenes mehr den dracben, dieses die nalter. böhm. ist x^tnek der feurige, geldhütende drache, »mije die mitter; serb. zmaj drache, tsmija natter. glimmer, den der zma| von sich abschüttelt, heifst otresine zmajeve * (abschüttelung des lindwurms) Vuk s. 534. alles fährt wieder auf glänz, goM und feuer« das littb. imaka$ scheint d^n Slaven entKehen, ob das ags. snaca coluber verwandt sei ? fk*agt sich. Nach Jungnaun ist »mek aufser drache auch ein geist , der sieh in geslati eines nassen vogels*^, meiat dnes kmMm
*) sie erionert Albreckt im Titurel 3313—17 an eine ibnliche TOD Rodoll« •
**) imoklj ist booeUt, imobnoti benetsen; *mokrj ^ako tmok' Uiefend wie ein erdgeist
llFBl Mt
daraleHl :ii»i den leaten f«M cutrSgt; ahergl» 143 keifst es, man dflrfe erdkünchen oder kausotter nicht schä- digen \ Scfam. 1 y 104 orktArt erMtnkm ven einem rnn- deBy bellen schein, in dessen mitte etvas dunkles liegt.
Das finnisohe mammekmem beschreibt Renvall: fenina maUgna, sMtrix serpentis, divitiaram subterranearum oustcc« Hier mrd der hört einer weihhchen schlänge überwie« seil, wfthread in «nsem deutschen, und auch den sUivi'- sehen sagen charaderistisch dw h^e , teuflisehe dradie den schätz -hütet, die otter oder unke mehr die rolle eües gutmütigen hausgeisles spielt*), und wie der drache aus einem menschen gewanddt war, erseheint sie als kröne- tragende Jungfrau mit sehlangensohweif (d. sagen no. 13) oder ab fee. aber die goldkrone wird ihr se wenig erlassen, als dem drachen der becug. aufs gold, und der baiiflv. smek ist zugleich draohe und otter. sage vom oUerköniff in Bechsteins Franken s. 290.
Bei so mannigfachen berührangen mnfs das von den Langobarden gefeierte wesen zweifelhaft dahin gestellt und nur das darf angenommen werden, dafs sie ihm eine heilsane^ gfitige natwr beilegten.
Ich vermag spuren von käferonltus aufzudecken.
Es gibt zwei alte allgemeinere benennungen. ahd. dbeooTy ^tewro, mhd. fteesr, kevere, nhd. käfer, nnl. keüer, ags. ceafety engl, ekafer; man hat ohne fug das laL cnper (=a ags. hifer, altn. hafr) vergUdien, wnrzel scheint das ags. ceaf, oaf alaoer , weil der käfer ein ruh- r^es, monteros tkier, noch jetzt heifst in Sehwaben Utfor* mfifsig agiüs^ vWaz (gramm. 2, 571. 1013). die Angelsach-» sen haben ceaferlün, ealertün für atrium, vestibttlnm, gleichsani soarabaeerum oppidnm, weil da käfer schwir- ren? Der andere ausdruck ahd. wibU, webU, mhd. wibel, nhd. u>eM^ n>iebel, ags. vifel, wfelj engl. weeM stimmt zum litth. waMoiy wabaUi^ lett wabbols, und ich ftthre ihn auf wdien, im sinn von leben und weben, vigere, moveri zurück, wiebeln wird mit knebeln verbunden und gilt von dem. gewimmel der kftfer **).
Den Aegypteni war der kftfer (scarabaens, uav&ag^f napaßäc) geheiligt, ein bild des innersten lebens und ge- heianusv^lles seltelcrzeugung. sie glaubten, er gebe ans
*) also aach hier fShrt das weibliche weseo besser als das minnliche.
**] tlarl namen Bind bdhm. cbraust, poln. (^rastcx; böbm, brank bmk, hrak. wsl nach bwi^hus, ßffovn^^.
•H ElFBl
kfigl^iii UenroTi die er zosMMieD bdle md tai nM ¥«r- gräe. .
Die alUi. spräche Metel ans keinen^ proswcheoi son- dern gleidi den dichterisclien ansdruek iäitmoxy tMoMon (nesenochs); wie jenem riesennwidoiien pAttgiN', pflngrind and pflng kriebelnde kfifer sckienen (s. 507), Um. nes, sondiainen- (mislkifer, von sonda iinins), kann gedreht der wirkfiohe kdCMr die vorslellnng eines iöloacni eiregen. das kleine dem gfofsen thier ra Ter^eidien war naürlieh.
Unsem gröblen kifer, den statlilGhen homiragnnden sehröter nannten die Römer AaMMiif (Nigidins bei Plin. 11, 28)/ ieh soUle meinen, damit hänge das bekannte inca bos, Incanns oder iuoana bos susaaunen, das Tom ge- hörnten thier auf das gesfihnte, den elephant, übartragen wurde (Varro 7, 39. 40. 0. Müll. p. 135). der kifer aber keifst uns hirsch (franz. eerf ydant), wol auch ochs und bock, die sämtlich höma* tragen, poin. ielomek (hksch- lein) altshiv. elenetx, böhm. rehao (comiger), östretch. hörnler, scfawed. hombrolL lat. war Imims zagteichsca- rabaeus terrester (Plin. 30, 5. 12), was den lucanns bos oder cenms wieder bestfttigt. das Weibchen führt böhm. auch den namen babka (grofsmotter).
Einen bedeutsameren lernten wir s. 167 hennen: dM- f^i^guegi, domuqmppey in. unverkennbarem beeng auf Denar, dessen heiligen bäum der kifiM* am liebsU» be- wohnt, und damit scheint der in Scandinavien verhreilete ausdruok, weslergötl. torbaggej schwed. Hsrdjf/M, nor- weg. tordhel, jütländ. Amt, Jonre fär kifer überhaupt zn stimmen, zwar ist keine ist. geschweige ahn. form^ welche Th6rr darböte, aufzuzeigen, doch tor kann sich wie in torsdag (s. 115) tind tovdön (s. 151) verhalten; bagge be- deutet nach Ihre & 122 juvenis, puer,. des gottes diener, waa sich. später in.dyfvei =s diefvnl, teufM- wandeüe. Af« zeUus(saj9ohäfder 1, 13. 13) versichert, dem Thor sei der teabagge heilig gewesen, seine* hirve beiCse in Norrlaiid muUoxe (erdochse, jenes Schweiz, donnerpuppe? vgl. iö- Ittttoxi) und wer einen muf dmn rUekm (ofvältes) Hegen- den mietbäfer^ der sich selbst nicht, zu helfen vermag, wieder auf die füfse legt, soll nach norrländiachem Volksglauben damit sieben Sünden sühnen.
Das klingt sehr alterthümtich, und ich verwerfe die vorgetragene deutung von trodyfvel nicht vorschnell, so falsch sie scheint. .de,nn da^^ agß, tordtifel ist offenbar aus tord stercus (engl, tard) und jenem .vifelzuaaaiineA-'
Kin» 667
gerflgl, auch denk dfliLi fkarnbasse, akamtom , uMkAiir analogTi folglich rarii^gM loriyftrel , lodtawe' dieialbe dni- iMg^ okgleidr» allea ii^rd^ mimdarten in eiafilolie' tord «md ^MelgBbriehi: die : ialfindiabhe hat tordivd in totf^ (äfiOj gleiofaaam töiflettM (von Iprf gleba) oaigatadert. auch das nnl. for, forre kifier, drektom siialkAfiar nonifa «nlF«giaa wBPdan.
^ 'Wier hü aber aetbat sappMnde . kifar rüoidiiifa liegen aehn und nicht niilleidig umgeatüpt? d^m aehWMer, den ea BMt donner und. fener in bezi^faetel, mag anoii daä dentaehe vott beaondre ehre . angelhan haben.
' Gleich andern heüigen ftthlingsboten (sdiwUbe «Md aMreh) holte man .de» eräien jm&ikäfer feieriioh' 'aitt den .wnlde euD, ea mkü beglatüngt, dafa dies noch im 17 jk.iii aeU^wii^han gegenden. von den apinnendennädchen ge- jBchah^ '
ObeNlentaabe vaMidiagen berichten: onerwaohane mftd^ eben begaben aich' aoniitags in einen ^ttetM hergtharm, fanden . die akiege' mit aand bestrent und kMMi' an einer früher nie ^eaehien schotten sttbe, wotiii'< ehi bell mft eineaii Umhang atand. ab sie diesen zinUckacUugen, aiefta das bett 00» goUkäfem und bltpfle von salbet. und nieder, voll erstaunen auhen die ;m(ldcben eine w^ au j plÖtaUch llberfM sie aohreofcen , dafs aie aus der alub^ uiidf die atiege hinabfleheii/ während ihnen geheul und ge^ poller ' nachtönte. (Monea aaa. 7, 477). Airf dem achlefat- borg Aei Welfarlswdiier aah ein klein^a . mttdcben einen dfeiföfaigen koi)fei*bafen stehn, der funkelneo und ooll lot»» inejnder rotkäfer, mir. aie sagte das. gleich darauf 'ihrci eitern, 'die wol merkten dafa die ktfe^ ein schätz seien und mit ihr auf den berg eMen, aUeih. weder den hafihi^nedi die. käfer mehr fanden (daselbst 8^ 305)» Hier enaoheinen die Icifer/als heilige, daa gold bewachende^ aelbal goldne thiere*
In >Sch Waden netaien Ute den kleinen goldkifer (skal- krfik) jungen /Härtens acMäaselmagdljungfru Marie nyälral*- piga); im fafti^aha lasaeil-ihn die mfldolMn auf * der band umkriechee' und. aagan: ^kom märker -nig. brudhsndakir? (er- bezeichnet mir die brauthandschuhe] , fliegt er, weg^
• *) eine die li^iabrfibeiif d4i ovijgreveD fettet yao IJIr» Palam ten (inF^ckt Dt|i«l|i MfaU^. mtg. l>d.l. Scble8w..ld32 i.^) drüfskf sich darüber. so a im: 'eia soDaeroarer, aiifzug dei; Tormaligei^ tchles- wig^cheti \spibtiradBattiatoben ^inen cantharidkm oder'mk grünen zweigen maykäfer einzuholen, wobei denn hietiget irathbaus mit grü- nem butche auigezieret.* das fett war fictah k^tsc&eii' 1690r- 1640.
Grimms mytk^l, 8, ausgmb*, 4«
658 KiflEl
'Sß Acuten sie; isacb welcher . <eite hiiiy (denn" voto - ^ 4aoninrü ..der brftai%ain. Der Mkäfer ecMiM; etso* bpleder üebesgöiliL; aber auch die sahl dar aohwariEem phnct^ «af «einen flü^eie.kDmBit in bctrachl: Skid ihteir mehii eis Man- iben, SQ wird des körn iiii<JBbr> thMaar, siadÜHier wenigBr, ife ist ^ne .reiclid ernte s« erwartett^. >•
Diese kleine coccineila septempunctata wird .ffabtt^ni lallen nnseni ..dialeelen mfthiaali betiasnt: .:flbd. goißisküh- ilein,, giatteskalbr, herrfottakalb^* herrgiüttstkierohaiiy« terr- ^goitseöghifi ^ . Maräuiv<^;ileki , : ManenkäfiBr ;\'MmeäMlh^ lein; engl, ladyctmy iadfbird; tadyfly^ däni jrartAdii0!.i in iOberd^sobland verateM man den kleinen goldkäfer-^hry- isobiela vulg.) imteff A^MOcAüdi (TaMer 2041")) 4er liabe frowe henfe (Alb. Schott Demaahe in Pianiant £97) y m ■gegensatz zni.AefTocMe/i, der ooecneUai (Vübter 26B'), doch mag die benennung zwischen beiden käfern 4i6biaan«^ -ken.. Nach den Übergängen bei andern pflanzen oder stern- .namen sckekrt Maria, fnr Freyja eingetreten, rund JWarihöna -war vor alters. i^es^^AoHMiy was nech wörtlich in: Fran^OH' kenne, Franenkäfaiein liegt, und« nur. im* frans.' (woiidie ge^ •neinschaft mit diar' deutschen, uiaiehti .«ehr durdidrang) 'finde' 4ch bäte (ä dim, eacAe ä c^täny v«pan; und itei: mchte ähnliches. .Att£ |iUen faU nnirs. das: kinderlied : < ^ilaHen^ Mfircke» flieg ausi dein hftuschen farennt, dein «mdttbrcben Aennt,- dem väierchen «tet auf deir schwelle; 'flieg im^ hiai^ «et ans der hMbV aiteein, da aneh in England gesungen wird: iVod^tid, hidybird, fly «way henUß^ yeürih^nse is 0n fire, your children wiU burni' Die kiiideii setzen aueh Im uns. Harienkaforchen oder einen. -aonnenkifer auf den iinger und fraifen ihn wie -den kukuk : VnnfidUdten (son^* nenküeUein, jüngeri) ik fragie di, wi lange aehlill ik leven?' feen janry twee.jaar'. u*s.w.^ bis der iküfer entfliegt, dessen keimat ta.der söhne. oder« im himmisl ist In<.dertfi8bweiz halten die kinder den goldkäfer auf der band und sprechen: 'cheferli, cfceferli flng ns, i gelter nHteeh.tnfidbrocha ond e eilberigs IdfEsli dezue.' hier wird idem -'kifer, . wie der seUange, nach und breckcto geboten, der hMfet* mufs denp hUeIrthnm fikr einen beten und-Tertranten deaigotlea fegoi^ teh habenj •.ni .. , : . ' i.^ -
Endlich die biene, das einzige zflhmbare, unter -den menschen wohnende meeel, dessen yeHililhdige Lebensart ihnen Vorteuchtet, Ififst alte tttytWsc*fe beütlgö ei-warten. die biehe soll nodi aus dem goldneh zeilaUer, aus 'dem
*) Alaeliat 3, 112. 113*
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tagend j^ raiohfiU scfaöqfr nu^B^sprocb^ii:! «k in dem sert)ischeo,:lM vioo^ K^ii^^. Gavan^ wo gott>dWihoiIigtt eogel zur prUfaogj.dw m^nachen iaserwdblend. «i» itmi hinfiD^ in 4^ ifeli .g^bn beifsl , 'wie die bieoe Atif 4ie bluine', kLiu^ pUqjhek po (zvela (Vuk 1^ 198 ed. 2)^ .det laptf^^jlKfse bonig) den die bieoen engr eilen btüleA< sau- g«B| Uii b4uptbcistandtbeil . des gölterbrankee (s. i^), i beUiger hon^g d|9 piTßffi, ^fmßf die des eingeboni« kisdes Jippe berührt (RA. 457). wie i|un nft ;Qdr«ri8driBahr :gai>e diM dicblkunst genau verbunden, iflt^ wiivi sie deiri' stshbifenden Pindar durch biepen augetfagen; /mli^miiit. aiküi'wk&ev'' daf(M ^§Pil>ß^i<'9OV'i0 , %$ HfAt enflctw4t^ spöo «laxij^e/A^
%Qiav9^fi [Papisan. IX. 23| 2).. darum nc|irsen»sie amch miiMryiD völliges, (Varro de re xwU 3, 16)* eia kiAdt«-* märdben (nd, 6;?) w?U$ vm der MMenkOnigte , . die sioli aitf^.den «uiVEit ihrpa <g]QiMliingB< setzt ^); M wen sie iiH scbl^^e ^eglj d^.gjlt für eingiacfcskind.
£s liegt nahe diese .geschüfligeii geQUgelteti Fesen dem stillei^, Volk der; elb#. oder iwerge an die-acüe z« aelaen^ das gleich ihnop eiaev königia gehefchi aas vtenvesea-n dem Aeisch 4os' iifirißa^n ..gieegen alsiinaden die^ zwerge beryor^ g^rMe s^ sollen die^bienen uns ider AaMs (eines alierlfBibse^JiSpiimgen sein: apes. naseuntur eXxbubttlo cer-^ por^ putref^pto (yarronKc.)) amlssaa repamri ventribus bubffUst M^^fintibv^, pum . fimo eibrutis (Plin. U, 20) vgl Ow. m^ 15, ßQ4. auf splflbes . VerbAltaJs bat man die gleiebrt heit^ fwis^bf^n apisMene imd'Apv' at«er bezegeil, wiewol dieefi^ Upges a». jenen kurzes geMihrt* wichtiger färuea scheint , dar berfibn^ejnnd eines getdafen stierbampts untef vielen , hundert g^dnen .bianen im^ grabe des jGrönkisehen kijff iff» . CbiMericb ^zn JDtoornik *•)•
. pie itf^r.geaji;bichto i^hri, dara welken irbn bien^n auf den sttfsen saft der esche fallen, und von denv heüigeii Yggdrasil Ififst die edda Ihau triefen, der honigsfall heifst und die bienen nährt. Sn, 20 ***).
Yngl. sage cap. 14 ^apieldet von könig Fiölnir Tfflsgvifreys sohUi in ein faris meth gefallen sei er ertrunken^ wie der
*) sedere in ore iDfantii tofn etiam Platonis, raaTitatem illam praedulcis eloqaii portendentes. Plin. 11, 17. **) abgebildet in Eccards Fr. or. 1, 39. 40.
***) ceram ex florihui , melligiDem e lacrimia arberum , qoae glu- tinum pariunt, Salicis, ulmi, arundinis silccOi
42*
grieck. imyMu dcnOhrekos ki einem henifknig, den leodi^ tenden im füfsen, ertrinken liM: Nnch einer Schweizerin neben aipensage wnren im gokkien seitniter Mehe"*und neen milcherfdSlt , ein iiirte schlug mit dem naehen nm nnd ertrank; seinen lange gesuchten leichnam bradiie, -ab man k«lter,le, der scliftumende rahm Eum verseheiii, und er ward in eine MMe begraben, welche die bienen mit boni^aben grors wie stadtthere durchwirkt haHen ^. ' das gemahnt an di(s schöne bild Im Lohengrin s. 191 tm Hetmieh des zwei- ten gräbstüte im dorn zu Bambet^:
stts Ml er 4i in sSnef stift,
dier het erbouwen, als diu bin ir wM
flz maneger bMete wttrket, das man bonoseim nennet. In den sprachen wird die' arbeitende biene weürticb vor- gestellt, abd. pta, tat. apis, gr. /««Aforaa^/IHih. bitte, im gegensätz zu dem minnllehen fücns*; ahd. trenor, liUh.frsnllts; aber Meh das Oberhaupt der bienen M ein könig, wefser, mhd. wtsei, ahd. Wtso^ dux, bei Plinins rex tipiuih , .littfa. bittinnis, mlat. chosdrus (Dttcanfge s. t.) doch ags. beoinddor, bienmotter, bdhm. matka. das gr. iaofjv soll nrsprQnglich blenenkönig bezeichnet haben und gieng hernach iii den begrif eines königsoder pi^störs titer, äo wie /rihdaa priesterin ^ zumal der Demeter und Artemis nnsdtttekte. Ja g&mer nnd göttinnen selbst werden dtfrch das heilige thier dargestellt, Zeus (Arislaeus) als biene, Vischnn ab* blaue biene. eine röiviscbe Mellona (Arnob. 4, 131) yider flellonia (August, de civ. dei 4, 24) war bienengöttin; den Litthanern hiers sie Austheia, neben Bybylns, einem bienengott. mftnn^ liebe gedacht war auch der lett. Uh^insdi, d. i. der gefaoste in b^ug auf die mit wachs bedeckten 'bienensehetikel **). Vdn diesen grorsteniheits ansiftudisc^hen rorstlflang^n gelten Schlüsse anf das verschoHne denlschle alterthum ; die sage vom Bienemoolf (s. 342. 639) iind das «lytfaische yörhUtnis des Spechts (iitth^ mettetti) zur biene miste* ont genauer bekannt sein. . , ^^
*) m^m. de FKad. celtique 5, 202. ; **) wixen thighs midsummeroighlt dreaAi 3, f.
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vumim «I»
CÄP,, tXa, BmMEh UND GESTiRlVl^.
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t Vielseitig greifen die . erscbeiDiiqgen de« - him«»^ 99 den hf^iviscli^ glaubea ein: nicht nur i$i die wohnrng fler g4ttar «ml der ilmfin-iiäher steKenden g^teter. im: Um* mel, nnd. sie v^mengen sidi mit den slemeHi sondern avfih irdische w^en^. naob ihrer auflösiing;^ wei40n' .dtUn erhoben, ausgezeichiiete held^ü^ und riesen reiK^hlM als gestirae. vom bimroel steigen die götter : herab mr'. «rde Bieder 9 «m himmel fahren sie her^ und dnrcbi den Uwrr TSuA besebiBueQ , sie unsichtbar das treiben 'd0r , meitspkisn« Wie sich all« pflanzen ^na^h dem hinmliscben . Ik^ i(0hren> alle Seelen zum himmel wonden, so steigt dier rauch '4es. ofifens und das giebet dar roenaeiien in die höbe»
Der binraikel deckt die erde und das wör| stammt ans der Wurzel hima (tego, inyolvo, vest»o< gramm, 2^ 55)<*). den Oethen und altepi Nordlftndart) ist ^ jorm hmms, Anritm, . aUen fihrigein Dientsohen himU gemein; scbw^dL dftni. wieder hinmeL eig^nthfimliA d^m sAchsisoben yolh w'ofd daael^eo ^^wei andere, aiisfiräcke , . atts. A^&üm> A^-* oofi, ags. A^o/bfi^ engl« A^ffo^n^ noch jet^t in Niedersafeb»* 9ßß upid Westfalen heben, heven, häeenp kämen, . ich habe die gnenae m ermittebi gesteht^ . bia zu w^tfEsbersich diese. beneiinung eri^treökt (gramm* 1, xiy). miter den Frie^ sen war.siia niebl gangbar, denn ^ noob die . heutige wesi pnd nordfriesisahe .Volkssprache imn\ nuc. :himmel *% auch die niederUndisqho> mündart bat sie nicbi; sie . findet >m sich aber in Westfalefi., Nieder saobseh , bis naph. Holstein« rund Über die Elb.€^ . bieans in Meklenborg; und. Pommeriii' . Dm Angelsachsen und heutigen Engländern iftangaH sogfr^idef (mdmek famel völlig; die.Aitsacbs^: gleich den/iettigen i(iedereechse||i|]nd Westfalen verwenden, himil «inri.bävan .|d)weelisel^ild^i m^ie <e» scheint so, dafs hävan «lebr.den s^cbt«? hären |.,:At^f/4efi übarfto^iilicheii bimmel beaeiobnet. AIhr. von Halberst. (ed. 1545, M5^) braucht A^6en (: nähen) für den ort. Reinolt von der Lippe häuft .beide Wörter j ^himel und A^^A Von vreuden muz irkracbenV. man sagt: '^deAe-. een steit nümmer to', ^wgnn de Aeeen faUty liggwi der all unner'i 'de storren an dem häcen% in Westfalen bedeutet
il I I ■ W I I » I ■ -M I I ■ , • , • • • 1 t
*.) littk^ dangos (coelum) deagiu^ttgo). ah$L himileti Uqaear., > **) kimeh lape&ocr fi^ Gabe seroar. {Hmter 1834 p.40ii 103. ihnwitl,> TIaMPit geishali. Sobdarbarg i833 iKf4a Ulie^ frifcscbe wetten 348. ibifliiiil^'As.'274 > \^.^.\ 't .>. > 1 .. : »•:
Sft2 HIMMEL
^hebenscheet^ umzognen himmel oline regen, ja heben drückt wölke aui^*)* bei häeei^ünf (g^. JUS^| bei^k^itk viijfi^A^- vert (s. d41j tterscbt der .^tnfitlche begrif,'* dagegeA würde man kaum anders sagen als: 4n den himel können > oder himeitik.' Diese unterscheiduhg mag sibfa glelchWol erst spMer. festgesetzt haben^ und wie d«iB iigft. h^ä^on ^«fnlz ^ti^ straet steht, wechselt aüeh der dichter d£f9 Hei. Ab' siHscHeti Umihiki 149^ 8 und häbanriki 148, 24, hHnitfiidet*''U5, It ond h9bm$ouHing 143)'20. Aimil hat aaeh nr^filHlhdidh, und ttfterair im hochd.; zt^leioh die £ÄfVi»lich^ bedMhrtig', daher ^hinUl Hirt. 88, IS, wie npheöfM Omna. 270, 24; wurzelt von faehhan, h£van, hädfeii scIi^fM eiA «verMtivM goth. hiba, baf, das ich dem lat. t^erfiio teri^i^teh«, afa^i der fassende, allumfassende himmöl^ altti. i^^Te^i^; der weitumfalveiide **).
Ein andrer stfbha.' auMnick' lafet sieh dMi b«f^ Ml gr.' al&ij^ an die seite setzen, wfthi'end biiHtt vnd&ävan dein ov0a$^6g entsprechen:' alts.rflwfiir, ags. rödlM^ Cednti biet«t dar rodor 183, 19. 207,8. iqt^d^ 179, 10. 180^ 15. 205, 2; rodortungöl 100, 21. rad^eatht 23», 10; In den spttteren dialecteb fehlt dieses Won,' dedsetf Wurzel (rab) noch im dunkel liegt, töUig. ieh mroeht^alKi. räUtM (sol) fainzuhalten, das nieht» mit if'audr (ruber) zu thun htrt: Daraug daft bei ags. dichtem gleicbbedetttig gesagt t^erd^H kann enUres gim und heofomi gim- (Beof. 4142. Atidr. 1269), heofonheorht, rodorbeorht, wftMrfceorht; beofehrefhft, ioe^torht , puldoHothi wftre fast fbr tmld&f' die urdpf üilg^ Hche bedeutung coelum zu folgerti, Wtis auch den dhd; eigennamen fFo/dorhilt beleuchtet; ^\dtk$(^iäf sf^egel (amher, Goetum), ygl it>egle9 begon^ Beer. 171:3. utidbr seeglä (sub coelo) Beov.' 2149. H>egltAd (^oeli eiirriis) cod. eJcon. 355, 47; alts. euiglu
Hervorzuheben ist das ags. eoeldbytiff OiedM. t89,"38j dasr man nicht refugium oder shelte^ing city Übersetzen darf, 0^ bedeutet sohiidburg, mla dvpeiaKBotti, nfM ist ein entschHipfeiKier heidnischer affsdmck, tv^ \ti lier 0ddü
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*) lanaLr. nabas, slay. nebo (coelum) gr. W^oc» lai. jpubea, Qiq-t bula; ir. neamh/ welsch n^v, ärmor. nef. lett. debbes rcoelum) debbefs (nabes). littb. dangüS; ton dengia legd. • • ^ • ^^
' '*) kiinmdh€rge%\^A hohe, in. die t Wolke« reidieiidlB, bhalselgetiü nameo: himinfiöll S«m. 148^ YngLaaga cap. 39; HiminMra SflDBi.4|i^ 92^ ein göllikher(woiii8iU; HtmUhäer^ (iiiönac)oeiiaa>/«iif d^dT gel- ate# hadfeen (Perlz2, 10)( fftetfftAery.m^HeiseD' (Kqekeobeölter anaL 11, IdT); üKüimcMiei'^ In Vettgdilaii^ > and <*iigeblidi-Mi!hciw#aHiL acbe) in Ballaod. Himelbere fianendieiiitri99/vl0)n.>t^\ .i ' n>H<./f
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puV JMirsl (Ai. 8)^ mSa goldnen' scUlden , ^Ha .piU Bcbiiideln ^edeektJMi -"5: •» •'.:•• '•- , > -^^ •■■,'..
Eddische beaennuogen.fliew. 40*^* Sa. 177;' alle müiiii- liohs .tiniye unveEkcnabir aulf! p«i«0nif calkni' gegtlindet. .d^ bimiiiel «md* als oiahn^ die «reibliolK itedi»" mufaB^od, .fcdacbt; tu die reübe der götter iit er dbdr/ ^lakk OtV«- 9toc^ nidit MifgeiiomeMn ^ iväbreiMl die Erde. uNer <kii göttiBMii stellt, bimmel bezekhnel ubs «disn UoCi^tn ranin und ^ttfenthiiit ideil g«Uer. Aaf jeMS rithselhaflei: weiwn Miiur (e. 35>2} bekügl^h siml zwei diehAerisefae namMl. des bimmels ireggmiwiir (der» regengielseede^ von Ivregg iiätor)' uad €elDit«Mr (der ! anfeuchtende 7 v^L TflBtH biuiior^ '
Für ^n biefi^if des geslirpa (äid«s)' »I unseren) Altert
vmA fihd. äimUmicktm (hyltan. 4, 2), der sinnliche ansdni^ ahd. kmUmmfä Diot; l, 026^ gl Doci249. «Its. iiiniUmf^l Hei. 18, 2, ags. k^af^tUuMgöl^ nado/tifMgQlytlifLJmintü^ eigen, ags^ steht budb das>eiiiEiehk>inn9el mit gleiobem sinn, liiid ebenso Uelel eine goih. glbsse m G9^A,^^uggl asiruni!; altnj ^ beaeiehnet ItfiifJ den nond« .diea ne^Ar. lungal,. tanigo)> tOngl ist non^« tunga (liiigua) ab»i)eiteii, wie dae Uiiabgeleilele dhd. himUrängl (firaif 5» 682) zetgt: der. motid'4ind einige (riaiieten .in ^er theilweiaen eriie«cb- tiuig ersebeinen «äel ibdior antigförmig und wol müg ^i^bei eine eosi|i9gMl84^be'Ynratelliing^) obftaltenv ich. kenne a^s andern sprachen nichts ibnüehns.
Atlen.tgesitrneil Verden beelimmte stUten, püttaie .und $aUe bnigelegAy auf denen sie sits und wobnuAgiMßhrnen; sie hab^fi iW gebtell nnd^g^ü^te (sterrdno gifu^H fiii\h lly 10). . aufliiil gilt das von der sonne, i\^^^n \»g:m ibreofi ßüzy iOdef sessel niedergeht (s. ca|^. aXIU), aber jimiek de^i.nbri«^ sterneh.!wird eui solcher stul (Km. 95) Miid ^ei^ngiiziigescbrieben. N.Bth. 210. 223 sagt, de&Bepr Üb '^ti;ftgQ:fie sedala.gtMige*' und /tiU' aeiehen negAnt nicbtin .se^A^>> iDn die begriffe istui uiid tisch sieh verknüpfen, könn*- 4eil.iannb>f4en st^meÄ tikfte aneteim, i^r sie, »iwaa ä%^ ^seUN^ ifit»! 6lr /i^cAtf des bimniels' angesditt werden, woi^ bei ich nicht an den ägyptischen sonnentisch, sondern näher an das ^biodum yppa*, sidera extollere der Völuspft
{teoi» 1^) denke; die schaffenden Bsts' syirU*'! richteten
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■ • 1 1.
r>taipias'TaraeliQilg dei^tuBge an Mwiaefi odelr Jbtdas>f|lirolftiern, dia snokfMal 'tewenoog ii«r ceMiree- ^4iditaiD 'eia »üngeim? ' difeu »timmt nicht das mhige. moopkhty ap^ die ahdy lona ohneX. '•
<m sonm. ^ «ond
gleiiAMm Ae. tifchd im feitttpdiiU Mi^ JbMDr ist ^ilaa: gMH. biuds, afati»^ piot. (Qben.& 34j 59].. Einz^Iiie .glerile:'skid «m hitnmel gehende wagen y und voraus die sonne hat^ fleiek fiAdern golAeiten, ihren loa^aii.*. ' .
Die beidea. hau)H8lerhe sind-^smrie nnd tnänd, über deren gescfaledit md benenhung ich< aüich fnammu ä/ 349. 350 geftursert habe-y fie aonne, als 4as g^öfsere: jy^tivB, beirst einem mhd. diobter ^iaz mirereUeht' (fundgr. 2, 12). Es ist der anfübnmg wertfa, dafs nnter ifan ed«* disehen .iiamdn des ' mondes einige iiöch in obBFdealschen volksmand arten - fortleben, die . 2w«rge iieifsen . den moird ' skin- (jubar), .'Rictit andears die itetiicben^ Fronten <sefot» (Reinwald hekineb. id. 2 ,. 15ay *). in der nnlerw^U . kbrt der mond den >iameii^ikl7dr/«idt Jtoef/di«^ :]^, in Steiermark (zumul. dem' Brncker kreis) -gmoarat (Sattori • Steiermark p^ 82) , wenn ich die^ rota (kIbmkiiiiiis . aber*- setzen darf; es könnte auch geipeino'Y aHeii' mensc^hän zustehender rath, d. i. vorrath autodvQcken? dafis man -die sonne einem fet^mrad vergiich und :das. ihr .eiitflaminende eiement in gestalt eii|e$ rades dafsleDte, ist s/ 5S^ 567 - ausgeführt, in der edda heifst die tonne, auadrficidiofa /<k 9rraieer(daS schdne, JHehte ipd) Sem« 50« Sn^ 177.. 223. die nord. rline für S wh*d id/, - die.eg^. uMi 9igü ^ : i$igil benannt, wafür iöh (m Andr, ^s. 96) s^gil, sägil^ siMl mutmafse und min^ apch ^dsffil gÄlk« hML griech. tfhb^ vergleichen darf, aber der da» sennenzeieMn 0. ßihreitde götb. buchstab HV zeigt -.oflelvber die geslalt 4ts& radesy. welchem die gleicfaanlaiilende goth; ben^ennutig hoil =^ ags. ^60^, altn, he^ zugetraut werden mtafs; ans dvel entwiekelte sich das^ isl. hhl, schwedl. ddn« hjuly ait^ schwed. Ah^Mj m$ ags. hveol', hveehl das ^rt^f ioA^, nnl. foie/'und mit Übergang 4n Mlen labiatiaut das trteB. /?a/ (ftichth. 737). bei so yieifftltig«n . ab^^eiehongön wiagt man schon, das alin. ji)/y . $chw.ed« dän. jW/ die ben^n«- nung der wintersonnenweiide Jieramziizieiien utad uveöh ihr ^en begrif des rade^vza,eignen;' die -.trennuitg bieider for- men mü^te aber sdir «Itaein/ falls der gotb. >moiuitsnflni6 jiukis r£ novemher' verwandt -wäre '*^ Ae«^ uhd kv^
*\ gerade, »o njeugrieeb. ip^ruff* (glahsL welelief .auadracka mf'^ fallende einslimroiiDg^ zum alto. fengari (So. 177] ich ronst tcboji angemerkt haW .
**)tda8 nord. K fällt im änlaut «irvrctrieli »h, wi«i«raaf«räde für •da» lallen der kiodeT- id. biiiUiTnid jula«braüokt - i«irkJi«ii -«aigl « der aaterllndiaciifrlelw diaieot jal§,.JQl9..(folft),: i . n < i .. .. • .i )
«oheinea «inerworMl aiiligMlK te^Nsy «M AnAi, 4# sieb drehenden zeil (vgl gotb. hvtJilahniirta', ahd. iiulUiiierbtO) ▼olohiKs). Li:
Aiicb . emer andeirn sinnUchen vergleiehaiig der sonne scheint hohes alter zuzustehn^ sie galt dem ktdegerisehea sinn der vorzeii filr «liheii- rMdan,* lenobteaden sckitdj und wir sahen- wrbin (s. W2) . dafs der himaiel selbsiv eme sdiiUBiirg^ bildete. Noiker, 4er Cap. 71 in seinem teil die wwrte vorfand: sinislra dfypemn coruscanMi praeferebu ( ApieiUo) - verdentsoht : ^an. dero winsterün- traog er einen ptiem skHt' oiid fflgt. dann die ^gne bemer^nng hinzy; 'wanda* aelbin dia sunna -eiaenio skiUe gelth ist'. . Hi den .dentscbeä reoht ukd der deiltschiBO' poesie hlinken die n^- Aen tckUit. ab^noeh Opitz 2^ 286 nennt >die sonne *dea aobdnen AianaaMciftcftf;.
Unter' allen die alleate mul verbreiteteste vorstMlangy welche «Mm ioit. der seane a^ .den. dbrigen gestimen v^r«^ banAy mag • gl£icbwol diä des äuge» gewdsea sein. . ditoi Goamogonien'^d^r to? leit Jiefsen sie ans äugen erschaiea werdien« De» Paraen war die sänne äuge des Ahurdaw»* dAo (Or«N»d)', den Aegfpliern rechtes äuge des demiof«' gepv ^' Griechen .äuge des Zeus, misern Vorfahren aog^ WuotanSy und nach einer fabel der edda mvale Odinn sein einea ti«ge"daln Mtmir z« pfMsd setzen oder in dessw briin«- nen beifen und daMm wird er eMtogig dargeibteilt. mit dieaem auge Qberscha«! die gottheit die gesamte weit und niehta kbnn M spfthendjan verborgen bleiben , sie durehH- dringt äfles'*); aMe geslirne blicken auf die menschen her*^ nieder .^. .Die altn« dicMer<gestatten aber niäht nur söhne, mond'uhd stenie • äugen des himmds, sondern, auch, uach jener mad^elniag des macroeasmns , . das . «menschliche augia die^soane^ den aseibd oder dasr gestim des sckideis, ««kr aüme^ braue» und wwipem zu nennen; ja das auge datf ein 9ck%M der stime heiften, was jc»ien namea der soime beaüti^t. die sonne ist den ahn. dicMern '^taistoian himins^ (gamma coelr) und ebenso den ags. 'beofones gim'- Beapr. 4142. 'TUldrea ^mi'Andr. 128».
') w«da IL 14, 344 gesagt wird: ',/'*''
ou Tf Mal oIvTaroy nlXira^ ^ao^ il<:ogaao^at^ »
.mI, gleicht. daa,defQ. >liede Wqlfr#PDa> & ,28: : „ »
obe der lunnen dri aiii bliebe .wdkeD. . • ; i
**) nQioflMtw oitjgy¥*'f¥9tci oflM^f.' Aeteh/^eeiirfia. Tk d90.
Wie.AiM^^dto soiMo lih U»bto iwge:,' wonie sie ail«h als volleil pe^iM mkl oiitf/to dea! nieddracfaatienden goUds dargestellt und so bildet man sie noch heute ab. adHon Otfried dkrüoht' aidi ¥0B dei< Ueiik' todo des bcflands. Yerfin- ateriefli aenne aua (IV. 33^ 5):
in ni iiaa m .mLfoA thai acAnw mmtmU^ m liai in aotn&n Iburuh tfaa^ ira §iriiMk UMm^ In>der edda treten itmm muA ^mond als gesohwiAer luid kinder «mM; *inytfaisdMA(:ihffi^//SSH auf. , Noch <«»•- dere> Völker aofsemden LitUiattiarQi und Arabetn (grainn. 3, 3.&1 ) stellen', gleibh uns, ffian «molidi mlnAlioh; die aoMe weiblieh vbr» ' so iai d«r rmexican.'.iHw^fi (luna) ein knaiMi; der grönlftJML moad Amnngäi terfolgt IkiUlna^ 4ie sonne, «eine sohweiMer. in eitiefn üak miirchen' (petilMi. 5, 5.) sind die geschwister Sole und L^ma irimier der Talm (bei Perrault halben si^ Jonr und Aurore). DieeSlaven ist derimond männlieh, der siernf:weiblidi, die aaane lie»- tral, daher i. b. in einem sert». lied (Virit» 1; 1^) goUfdie eonn^ (auntase) sein kisd (tsehedo) neent; und der'^Kiml ^meaets) ihr bruder, der stern (svwada) ihre« aahwesterhxrifat. Sterne trieb als kinder 6der jMge- solina» zu ' diokeiA U^t «icht ferb. Wolfrni sagt Wh. 254:, 5: jungiu Mnmiit^ nahten wahsm*. - j
\Des Volk pflegte eich bia a«f^ dioi fitere «att, von sonne ttiid utotid redead, getn ausattdrOßbeii: ^firatttlomui', ^kerr mend^ ^). AventiB 19^: /hatna^Sennb gebtt au rabt «M grnaidenj auf dem land isvvJscHeo byi und ' Saltfaob beiftt es 'der. Mir M&n' gaili einflaeli fftr mond (Scbmv. 2, 23a 588)i Gesner im Mtlhridates Tun 1655 p. 28: .audio veteres ! Germanos Lunnn quoqucf deom cohiiaae etd äppel«- lasse hermoK^ id est . deerinom Lunum , qubd forte pa«- nwi aaniadvertentes aliqui ad Heilaaawi i • e. Merouriam Iraastdleruel, die leiste' viermutung sebligl' fehh iHuMeriQ. Byben de titulo noMliS) Heknst. 1677. 4 p: 136: ^ilA^etiew ralione in veteri Meiolbtrioö toaa non demikia, daaMioiiir appellatur; • i . .^ * n • .
bis gottwillkommen nener hon, AoMfr^Aenly'ii - ..> * mach mir meines geldes mehr! **) So auch bei Nicolaus Magni : f)e, (^aw^ , üir^i|ff ^^)v ^^~ tulam novi, quae credidit mSO^si» ess^ ^om^' vpcans eam
A \
*) frau Sunne (Görre» ni^iit^rf. 184). 4Mhet Mkül l^iilam, ohne artikel. Bekker m ßmahiw p..i^^ .
' / t .
'*) er beroft sich dabei «ar^ytik«h|»lihl'li>ir0t> 1. brüee.'!. p.29. ilt dies liica|«iu.i4a)I>iDkflapiiel^ei Jacbet^M. <m . , .;>
xzx) nulius Jcimifio« solem aut Amam roce/*). .
In diesen anredi^M haftet* die Mftftte apur einer» faeidni- geken Verehrung; vielleicht aäeb iin ^oün^feAii (RA. 276)? des iie%H?fM vor der aonbe habe ich a. 38, dels* flilclMi ^er Mnnen ka% vatti' s. 17 gedacht ; tro sie Mner go^ htit gl^ehgesleni isl^J. «hnlichea knM^eugM und huU abziehen geriHhah vor dem neumend (anhang ^. xliv)» beim eidscb^nr pflegt man die fing^r ^gen 4M sonne zu reellen (weisth. 3^ 346) uHd i^^hon TacilQs ineiiet ann. 13, 55 von Bojocalus: ^söhmrtfipMeiM.y et ceidra sidera vo- cans, quasi coram inteft^Ogaftat , velietn^ inttteri inane solum'.
Fttr das ftflAM'e MMhttiii daif das gmtifelie wesen idt g^sÜTMy "imiM ide)^ ^brine und dttsuMfftdt^.lltlnMi zweirel unteriiegen. nicht nar jene sinniich^n^'^adsdrddk^ voA antmisv ndge^ kiM^c, raid, ^Ud, tisch "und Wagen ffibi'eri tfüf' febendfge personification ; "wir gäben aiurii dalk eMttt^ '80t 9' Vulcanus und Luna bedeutsam neben eki« Mdöi' BMlMe <s. 9» vgl. s. (MS), da Söl in der eddn unter den aBifiit^n tfUTgeirifthlt erschMnt (Sn. SO) nnd 'si* achwesleir des mdM ist (8h. 1£), hat dieser an^pruch auf glichen raAg.'fitotn. P helfiit aber SAI sinni llftiia, geflAvte des meAds, isfoni ' ilff dM goth. glrsAl^ja, ahd.> kasindeo, #i»ia»^ aad im Metsl^burgi^i* Hed wird' der göltliohen Smmä statt des begMteiHh^n bruders merkwürdig eine Schwester ^tiic^ ^tinif;- deren liamen wiederum das geleit*^ ansdriokt, gi^geb(Sn (oben s. 28S); vielleicht war sie eiit morgt^il oder aiMsüAHern ? Man m«sie wissen, wie die flrtlhere und veiw borgne vorzeit zwischen sduU utid st^nii^ dem- g^scbföoM und d0t m^yfiiisch'en anWendudg nach uniei^cbMv war sftifl, Bffgil' gleich dem tat. sol, gr. ^Aibc nMfitt6b^ lo ddtfken SmM und ^efdgttnd als weiMidhe mcn^e ^ «dnehn werden, wie' feuna und JScA^i^, doch dtts sitn. s6\er^ ntkttinX ttitn. niO' if^eMch, sunne schwankt noch im nriuL
— ' p TTT .... ,
*)ViAjk M8; die anrede herr Ar den Wind» und ^iMHmmII
(8. 118).
**) miD will den namen der altmlrkitcben Btadt Saltwedel , Solt- wiMet'vof dioab heidbiaebin aaBBieiidiebtt Mräok leilcki':(l.edebar aUgv ank 14» 370; TefmUe Altaiatk a. 29) , <la doch diä «bte «ilk« OMokar aais a«Bdri«kt ; ^eM ' aadl oachher bckn 'inolid eHiliffC werden. > ♦. . i ■ - m :•, " .• . •« i ' .r :> "> .•
^*) rvtjl. 'tmika^Mky nm^ (solfeüalp) ibew s.'IH «a« luonan ««f/cU (iter) Gttdm, 182» 25. kiI'mpj ir. .w/ ■, x Mr.i in ^ -m«-, .^
668 RINSVERBilW6>
anffaUead zwiachea aiftuBlichmn wfi WifiMkbam gaiwa (gramm. 3, 350). • /
Wie ea auch hiarum atahe, liuf die gOUüobkail der sonne darf ich ferner beziehen, dafs ^le gkich den iitm göUern (a. 15. 23. 300. 301) als froh, lieb md dig dargeatellt wiiH. 0. IV. 39, 6 nennt ihr .'giaiu^i bU^ dm 9 thea aih ioh woroli frewita', «od ein gedieh! des 13 jb. ^eilschr. f. d. a. 2/ 403) drückt aiph po ans:
wol dir fromoe Symie ...
du biat al der werli wnnnel .
»6 ir die Sunaen er6 sehet
achoßaes tages ir ir iehet,
der 6ren ir der sunnen jehet
awenn ir si in liehtem schtne aehH kn folgenden cap, werde ich noch findei^e hal^ge anw- fiAren haben.
Die persönliche natur der sonne und dea monda zeigt sich aufserden^ in einer fast durch die game weit, ver'- breiteten Yorstellung. beide in ihrem una)>)ftas|geii, anaitf-r hailaamen lauf durch den raapi .des hio^n^ apMn^n t^ fliehen und einein Verfolger zu weichenr zwei- wdifo ajnd es, die ihnen nachstellen, ShöU fAhrt hinter der fpiuie, iffa/j .hinter dem mond her; sie atanMnen ajus j^ifiem rie-r aengeschlecht , und Mänagarmr (mottdhimd) der nftlM^h**^ tigate unter ihnen, wie es scheint, fiur ein. andrer -ntme für Bati, wird einmal den mand erreiabfin md ear«^ sohMngen* wie ausgebreitet iieae ät^lieferung heraohl« ist scäon s* 224. 225 dargetbm werden*)... Sine n^en^ sonne (vftderaol) heifst $c\med. , soharg f ,$ohtf (sDMeaH wolf). Ihre dial. lex. 165w .-..,...
Nichts' war: den Q^iden fQrcht^arlicbeir al» <Ue fliehende verfimiermg der. sonne Qder des «Aendf» womit ^ie zer- at6r«ng atter dinge und weltuntergai^ in verbjedwg br^eb«7 ten; giß wähnten, das ungeheuer habe • aphoa einen th^ dea leuchtenden - gi^tims in seinen- ra^^iiea. f^fefst^undau^ ten es durch lauten zuruf wegzuschreeken. Daher ^ eifert Eligitts (anh. xxx): nutlus, ai quando. hma öb9curaiur, •e^mircpreeswmali) Menw geacbr^f» *9mce. kfßaf^^)
't 1 ■.'"»'• < • ''."
*} ins Fisdiarti Garg. 1301« Iraga ich.Mchi 'sah den wolf dea Maiw'. Rahälait 1 , .11 hat: la^kum Ab» Umpt', iornltaa käleodelrB weideD die 'finaternitaa ba dai^patteUl g. daft .iwai «daacheB -aeeaa und mood im racbeo-babeo. Monea untersiicli« b. 183.
. **) da» wäre ahd.<liarihMiN»I .ifalb^jinhAirindaal Idier auch •piler wird nie so etwaa angefahrt . .^ ,:: l .iii.>..» ^ii.i : .^ i<
iifi# Bttfcbttrd (aM. itjüm) durch 4aii : ^toäüritet aat aui«* Ui^ i|pMi«llEir«ai teiM' defidieiltis resiaiurdi^. in den nord« dtWktnfllern, die doeb dtts drdienda ^efsdifingeii am* au84 fMiriiohateii ersiihl^, fMchiehl des« g^sciifeis keinä mel«* dttHg: ^diMchf war ^ ünier 6ellen uiid Rbmern g^brlMb» Häher ate ant^r S^tscbenr S. Ma^mUs too Tarin y üt^ cbenvater d^ 5 jh. , predigt in einer homiB» de Meottt lanae^: eamf ante die» pl<erosqtte de vealrae avaritiäe o«^ pMitäte pütsaveriM, ip«a*4ie circa • 'Veaperam tanta voci«^ f^aMH ^M (^^fltit, ttl ifreligi^ratlafs ejM ' pMiatraret «d o6«A«ffi. qMd ciiitt^reqoirerem, qiiM aibi elamor hie ve*- Ml, dfaMTuat mihi, ii|tied hOdtanH imme vestra «xMS^erci^
Mf^^)'.: iaborare YWwenüel auch Jitvefiai 6, 44$^ ' jam nemo tubas, nemo aera fatiget, • unii MHtrmH p<elerit sueewrere hnki^^% Mit Sicherheit ^ darf ich anffehmien , dafs fthidiöhe abarglttu- biaehe Vorttttllüngen und gebrftaehe.bei finsteruiaaed rniter allen, mai- mnea' v5llcern^^*) vorlcomnven. Der indische glaifbe Mrt, eine sohlange fresse sonne imd miMid, wann sie* 'viii*istieirv>wt»Mea >(Be)»f» glosiar 148^ oder ein dae» moriv'jfri&htfl} achknge sie (Bopps ÜMas s. 153. 272)v neeh heMe (iMlIen dtto Bindas dafür, ein riese greife dann 4tie geetlrtt«^ • an ndd' wolle sie v^rsdtfHtigen (ßrüttgbten pof a«* lar poa«ry!'bf tbe^Ilimtoos p. 131). die Chinesen Mnnen die -"Smintgriliisierttis shteehi ^solfs devoratio), die mondän finsMifia jttnsohi (iMa^ di^^ratio) nifd beziehen beide aitf eito»v 'A«ehsi«MenidMlf ttfacheti. > faat b6i> aUen v^^llcerschef-* tan «des nOMlidhdn Aliens gtft' dies)» ^^meinang^^ die Tsdiim wasebM' bedlslien^aidli dea aftsdriieks wnbur sijai (dae*< men eoü^diiy. fGull; iScben tfe tiagua ^ Itehnwaschomni p. S):' die eifropftlscherf Finnen^ glatob^n ftbniiches, bei den Bhsten beilM es: ^me; mortd^ wird g^fressenV md vor« zeite» ':giiehle man das dtroh beschwörende fondeln zn hhideni/ (Thom;' Hiif«. Httan 1794 s. 39). Die LitthaMr lasse« terfen. daemd«! (DikllM oder Tiklis] den* «wagen der soime «aiftddii, "^aiin dntsptingl finslertris 'ukid allen ge-
* *), (|ietieUe hebt Dujcange 6| 16(8 «. t. TiBceluna aus; im «b- drnclL dterhomitia Mäximi tauirin." 'de defectü lunae*, bei' UabiUon imia: ital. tem. I. part TfJ p, t9. 20 st^lif tie iiicfhL ' <
^'^ r^l TiM. aaniff. i;^8 Und Be^th. de eonsol. 4 ttie«r. ^i *lk»^ iMM enMS peUibM aera^ ' . / . .^ *
***) Uob'bei Griechen uad'Shte« bifa idb ihiiee niobt« begegee».
■n
^6pf^ hmfßi dafsf die liebe «ORM mit9rtMlgf6ii,i. e», M laige Terbi«darli vW^rden , mufs • lafe^' dpc|i .«wii ^if#e9de ärfolgen (WarbttU 1^ U7. 143](^ B^ ..fnQ»dfillM«lllUS8i»|| b^gea . die Grdolttn^ler kiaten M%d kcisgel auf.riMfi hPUMi dfioher utid beginnen heftig dacauf..«!! iMblag4^ri. (Ciw9 ärteiand 3, 294). .fiiii: naisead^r. KugModer erMblt uron den africatiisohan Mauren: - als. die aoaviefifinalerup ihißn hüchslien.igrftd, err^ictil .batt«>, . laaheii wir das ¥plk. vrÄesun-» . sttnig.. hin Mnd li^r laufen ^ nind tiintßni. .nach der :saiiii0 «bfeuern, um ik^- ungßimer jsti Sßhreok/^^: m^h^\4a$ jgiesiim 4eßtagi0ti jyhrer meifiuiig haob jo^TwAr?^ iflfM^ in /den ebenen und »nfiden Mbw (V«iiMTrjfi#fjs eiMWe todeä^geaang ^ein geatfhrei VuUiali will) lind' siaki,l(tU|gB dft genzran .'^ttate. die weiber $ßkk^9a^ kf^pfergi^iSifk aneini ander und maehten, dflinit ein«pa. ferm« .dier(..;«tund0«^weH gehört wurde*). c ., .t:,.;
Nach einem mongolj^iQbea mylhwi w#ttl«m * die i götter den Araehe für aein^ unthaten atrafen>, tr haUn.sieb. aber so ^ut verateqlit:, dar» . . ni^nand seinen schlnpfiirinbel , mvH findig machen kiNftnIe« inan fragte daher Aißis^tmßyuri^ gab unbefriedigieiideiiantwort^ . a|a man > dM >mpi4 h^^ie^ enUeekte er Ara^bos anfenthalit, . Araabe<.w«fde Wn/bei^ vfNTgezogen und geaUM^bitigi j isur rieche 4t^T wtffiigti^y^r aottiie: und ,mond, und so pfl er onl •d9r. eilMi «friktf dem and^n in bandgemenge gerätb, ^nlktale^ rarjj^ialf^ mm^em, um . die himmel$li|chler mia • ibrmr noth rwn rff^tlftn wird < mit musikatisohieii und. andern insirnmaiiAW: imneii<h det ^me ^i^mßfMj wodurab aieb Ara^o isorMjcsebr^cken läGsl«*). Bin merkwflrfliger .wg M aMb. bier dj« nonÜH /rajre 6ej $(mm.ftnd mond, . wialcbe • düe läfoli iiMrarsebaueni denen niehta veRbeimli^M H^erden kann. . eh^neo - .wird in unaerft. .dentoK^en mürchen vioiii >dein. 3ncheiideA(^e/Wai|if hei ,»9nney rmmdwA ^«niM . (KM» jio. 2^ SS. vgt 3| 21& %Hili), . bald . erscheinen aie ',ibilli^ich .und miMeiäigi bald; ahen, grawam nnd me^a^bnnfi^easend»: Uii^pfi l^nbi^ aobM . ; liedfltn . unterhaj^teni ßißh mmdi nj^.^,lfiorffttm$f^rn (dnnitaa) wn. den .b^Beb^nbeitafi 4er wenieheni.(ynk i}^,^)^ Während. ein«r v^finatemngnd^r, mnne (i^.iKmTsi^abti
;' *) «ÖFgenMalt 1817 > (5§f, VgtNieb'uÄr^^^
**) Benj. BergroaqiiB nuvpaid. aireif^r^n^ 3f 41. r^ch.Qeocgü al(U»ab,.tihetafi. p. 189 .^ind e« nfifieii^percnainepjtf^TTaoAbP» ^eii*wie mensclieii, *uo|en wie schlangefii gestaUet, 'dj^.^ioe^e Jiiii/^ ei^adte^ivbe«
HDNDiaaiB tn
oh amh de& inMls) pflegt pnan'dkribmMiclB zu verMokmi) mml «onü Hnr «omer immin warri^n wirde ^erfL SSO)«
Darf eine spur Mir hbidniittken mondfeiiitas darin ge-^ andifc ' .wendeh , dafa ) ' man nr frenriHNmohiiimg- > a«f '« Felsen und Btekie. das Wd deB moMis etnhaiien Uefa? . RA. 543 kf die'altßiaiiDiaeheiuliiitlde mos llSIEr angegeben, weieha dkne» bpanch aoglir jiaf ktaig DagobeH «orfickteiM. noob in ncesmiischda niftunden .desi.lT |hi finde iah hiolfmond^ admadataine^))^ frifs. liier i Aar: anadaneh. haUnatoi lüdit etwas anders aussagt. 'w : ... i
'In< Bfltern gibl eat einen Mandseev ilM,MdmmSö (hi- nie laeua),' in Öshnainh: eiiien MAMui (tana ailva, bei noleoiands '^ Aovfia vk^)\ ihnen beiden dfirfan »"ythisehe! benflgeizngetra«! werden«
Da aichr,<naüh dinn ihondweohseU der aBgenfiHlige Wochen Ifi, 115) darbietet,, dte.iceit kinhter als nach 4er «oiHte rheMohnan kUgi , * no sohainen imaerei ebnen Bri>ett dem tabiinenjahr iir den genMien gebfaneh ein mondjahir gekannt aM ; haben , . dessen dreinehn'>moBate. den zwölfen des sonnenjahrs entsprachen. Die wiederkehrende periode yeih 28. fagen hitpft damhi m^uAfps, mdn6d von* m^na, mln0. anS' gleichem grond war ^ netfliMi ftach-ncte^ Im ZB zilflen, nicht nach, tagen:- fnec dierum nuroeram' sed necli«» doikiptttantty sie 'conetiluuni, sie 'condiount, nox dneere: iUera videtBr\ etnra wie- flian aueh das jähr nach dem- loiMsr AanMe, ^dar -eich zum aemtfmer gtoich ider nnaht zum .)tig verhau Attef rieten wurden nach siebeta Bficbten; taemebn- nichlen , monaten und wintern anbe^
Kervt>n t hingt nnniiweiter ab, dals dib erscheinungen des möitde^ entschtedneh ^nflufe auf 'bedeutende untere BthflNiBfen hatten^' :daa isfc es was^ Jornuides cap. 11 /n- nae 44fkWHkda itncofnvfibdnque nennt zwar alle arbeiten und ' 'rerrinbtongen nrarion . diirch^ tag uud sonnenneil be- dingt^ aowolijidef hribgei^\ (RA^ 297) ata der.ktteohte (das* 353), voRsigKoh Lauch ^ieriignrichte (das:. 814M81i6). Sollte hingegdn^fneuehinniliwäehtigeaigepflognB werden ,' an iriehH tete man. aichblMch.i dem.!»maaNl{ ih» hn4r.iücl)t ddn ainn, daja die -foerafhungbei. naioht <jgBhaUißit^ dite* ihaodiung hei nacht begonnisü wurdey sondeipi «es gnechah. an tegen, da*4 ren nfichte; gfttnstigea mondiidht hatten.; feaeunt^ nial
. ^ TMkei^iga.nj tJkr bte^. W«lfba ^ien 4766. hoHagen b. TI^ 72. 162. s •...., I .- ' .. ...' ;..•,: .1 \ , . ,
6V2 UfitNOUGHT
fortditUfh et sabMum: ineiddRity certis JMifff^ >'.qukmf aki ii^ehbahir iftnaaut' impl9iar. nam ageadis nä)tib'*hocl«w^ ßpieatissimum iniUiiMi credimt. Tic» Germ. II.): > '-
Dotm mond. gewährt iraii flwei bestkmfate vieM^ eintreieide ersoheinnn^en, die in der äi^g^füthrtenreftäUe b0^ zeidhuet simd: er beginiit seiveiif itiuF^: odär Bf tart <dio fiflle Heines Kchts erreicllt. voti fenem iwnot as ttimmti er imk auHtdvlidi zu, ton dietiem aiiwunanfhöiück ab/ «He iir der mitle Uegieade* gestahaii siaA fttr 3ie' Bitinlicfae wahnt^b«* mung miilder vei*lässig. * :^
(Jnsicbibarkeil des monds ist nur in der einen inacht zWiscbeil dem TersdiWtnden' des letzte* and demiaifgriiil jdis^^s/iim Ttertelsy liir neumond :(derconjoiU;tidn TcmsonM und niond); ebenso besteht der voUihmd tarrVon xiem mifi- f enblick .an^ wo die reine kugeigestirik siüb>iaui<'der d^sge- wachsnen ersten vierteis entwickeky bis: zu dem Zeitpunkt/, in welcbemsie wieder aufhört. -DiQ gedheine aneieiit naeh^ liet aber jene nox : iUunis sßtoH zu dem! iteiu^ lidit und umgekehrt läfst sie die abnähme gleich mit dem>: vbihn6ifd beginnen« . c ., . * •
Gothisch hieis das nu^tf^Xfj^ow fuO^ (gen. pl. ftllll^y, woraus man auch niuß^s lör die vovfvi^iix folgern tderP; seltsam abar wird diese Col; 2, 16 durcb fatU^s übertr«*^ gen/wes mir einblofees Versebn und Hiebt daraus erklär* bar scheint, dafs defiGotbcrn der vollmiond festlicher 'g«^ weisen w'äre. Aaeh ags. nufe dieser ^/fe^' geafanot wor*^ den sein, wie aus dem motiatsndmeH Tiftterfyilid :folgt , de» nach Beda (de temp. rat. 13) ab hieine et. pienOanio so hiefs. doch die späteren quellen geben nwe möna uA&fM mdnih . vidieieht galt ein ahd. nfuwid* und fifUid'?' m be- legen;? sind nur dfe neutra mum4m uhd fobndbU^), Greff 3) .2tt führt au&erdem Riwihine auf; mhd. daz iMarnme und iobnmney letzteres steht Trist 6464; il086i \\^\S. -
AHn.' finden !wir färf beid»' perioden 'die liäutra ^nf ok fädy formelbaA: alliterierend; n^ sänimt zul^^noriluAlutn, und bedeutet ^% neue lieht; nid dasniedergehiende, ab<- nehmende,' "ton 'dem verlornen 'btammi aita^ - nad, dem auch die panlibeli nidr (4leevsum) hnd >nid.' {quies, ahd« ginäda)' ängehörtn nf ist ierieo t^das* beginnende erste vi^ri* tei. bis' zok* fülle/ 'ttkt ^He taeity'wp di&/ fttUsn anhebt za sehpriiubrn bis zuiki evlöilbhen'des behta im leteteti viertel)
*) niower m^no N. p't. 80, 4. föller miino ps. 88, 38. voi uod i^tfit.^lfier) ir^dco Cfeip. le*?. 108 9eVr9iMhi,fiiid..Ca^ lÜT^AtfritiiJ^ halbicaftig und fol; Tgl. Hei. 111, 8 wanod ohtba wakM, . .<!' ,.7
teONDLlCfit 67S
beide fi^ und' nid stoFsen an der grenze znsmtimen , iwi- seilen den spitzesten zdnglein des wachsenden und schwin- denden Scheins, vorzugsweise verstand man aber nid von dem ruhenden mondlicht ^interluninm] und nidam^tlkr bezeichnet TÖffige donicellieit (luna sflens). Beide schufen gütige gOtter den mensclien zur jahrzühlung: nf oli nUt sk6po irtt regin öldum at mAV; Siem. 34«^, ^Mäfü sxfrir göngu tAngls oc r«dr nfjum oe mSlm\ Sn. 12, MAni lenlci des mondes lauf und waltet Ober die neu<- monde und voHmonde. wahrscheinlich trRt auoh hier per- s<mification ins spiel , denn Nffi und iVkfö Sind nach Vd- hispd 11 {Smn. 2^) zwerge, d. h. himmNsi^ g<^ter, die mit jenen mondsveränderungen nf ok fii^, wir wissen nicht naher wie, zusammenhängen ^. man sägt '^t gengr eptlr n;^m ok nidtom', res älternatur, et'sobit luntfe* viees. all^ scbwed. gesetze haben die formet ^ oc nlAiK für all- zeit ^ unter jedem mondwechsel, Oulaiagh p. 198. 4 «y ok niddr Südh. bygn. 82. Upl. vidb. 28, 1. Yest«. 4hittt. 22, i, bier seheint im zweiten wort das neutr. auf gege- ben und ein f^erstoliehes masc. eingetreten, neusehwed. *ny och nedam\ dfln. % og nm\ 'det gaanr ' efler >iis^ og ncBe^y %verken i m/e elter nc^j d. i. niMials, ^iiaar myet tindes', quando nova' luna incenditur, altdflni sagte man für ne noch netf, need. jenem • nidamyrkr entspricht aber efn schwed. Heiknörk «^ )tloMkfinster. Dor nnrd. Sprachgebrauch weicht insofern von dem hoehdeuischen ab, dafs er die gfinzlich^ verdunkhing durch nid ausdrockt, während wir sie mit neumond (d. i. n^) fcezeicknen; uns •steht nemnond dem TOlhnond gegen&ber, den Semdinfl^- Ten nid dem n^,* und jedes derseiben g^lt für. die MMIe des mottdiaufs. seitdem die angäbe des ersten und Ms«> teil viertes "üblich ward , dienen voHmond und neumond blofg flir ;die dazwischen iieffende falle und leere , jelnt hat man auch schwed. MImlne, dan. fuldmaane alz ge- gensatz zu nymane, nymaane eiftgefflhrt, wodurch das alte ned, nie entbehrlich und ny etwas anders bestimmt wird ***).
*) nach Alrlsmal nehmen die Alfar darom den mond drtafi (ahd. jArxalo?) S«in. 49b. . ,
**) man halle in nid ok n^ das gr. cV^ ual Wa# ***) spätere itilivdftiihe beneftDODg^ii Bind i Munt («diwarceB neu, interlaiiiani) mim (nora hiiifa) atioh ti)Hi|r0ikt tdngl; hMfMutid tüngl (erstet Tiertel); fülk iüngl (^nilttttivm) ; MifPr^tid iüngl (letfttes Tier- tel). attelr kief sind die altea namen unnüls geeioiiie», hUmf vertriu nid and prim n^.
GrimunM mjfikoL 8* mmtgmhe, 4u
iQ74 HPNDLIGHT
V Ol^qboa ahd. spr^hd^knaie kern A^vtraip ^imiim*), julid« kein niuipe darbieten, so kai^t ein« striche dem nofr^n nf ähnliche form bestanden haben, da Mart von Amberg beichtspiegel ^das toi und das neu' und noch Dasypödius 'das netoe, interlunium' auch Tobler 331^ 'das neUy der wachsende mond' angibt, für , den abnehmenden hat dieser letztere 404^ ^ntd si gehender', was an nt^ erinnert, sonst au<;h der sckwined mo, ahd. diu swnenta mftnin N. ps. 88,38, und im gegensatz diu foUa. Aliein es .ist noch ein andrer weit verbreiteter und vermutlich alter adsdruck beizifbriogen , der schwankend für. die wechseln- den pbasen des mondlichts, meistens für plenilunium, zu* iweilen aber auch für interlunium gebraucht wird: mhd. uiedel: 'des mdnen wedeV Martina ISl«', nhd« toadelf wädel 4iber mehr unter dem volk und bei den Jägern, als in der .achriflspracl|^. Pictorius 480, Stald. 2, 456, Tobler 4411" haben weiel^ u>ädel Vollmond, wädeln vollmond werden, wann seine hörner zusammenstofsen , d. h. die runde sich 4iusfüllL Keisiersp^ergs postille 138^: 'ietz so ist er nüw, ietz fol, ietz alt, ietz die erst qvart, ietz üe ander qvart, ielz ist eSiWedeFi hier/werden vollmond und w«dol aber unsicfaer unterschieden, deutlich in einer andern stelle Keiserspergs (Oberlin 1957) vom merz: 'wan es ist sein toedelj sein volmon'. Dasypodius 'plenilunium^ der vol- mon , ioädeF **). in Deutschböhmen ist wädel für voU- >mond gemeinübUcb , andere merkwürdige belege gewährt Schm. 4, 22. Aber auch in NiederdeutsdiliHid ist das wort bekannt, Böhmers Kant^ow s. 266 schreibt wadel^% das brem. wb. .5^ 166 tcaal voUnvond (wie* aal f. adel, •sumpf]; Kilian: toaedelf Senium lunae. nach d^r aus«- drucks weise abergl. 973 sollte mein wädel tür eine allg^ meine benennung des monds halten^ sei er wacMead oder .abnehmand, weil dem bösen wädel nothwendig ejn guter, im geschäft günstiger entgegeusteht. ioade^y, u>edel be-
^) N. Cap. 100 steht m^nen niwiffem.).
**) t. T. lona hat er aber: *pleDiluniam Tollmon oder brw^'i ehemo^ Bs T, brück; das bedeutet abbrucb, defectus and bestiligtt dafs Wir tom vollmond an die abnähme rechnet. Nach Mucbars Norikum 2, 36 heifst der auf und abnehmende mond der pesunde und der kranke ftumn.
'**) hier heifst ea nach. Ta^itos : 'setzte keinea tag an anders waa Jiff den newen mon oder uff den ToUen aoo, dan nach dem wtd» hielten sie es ynglncklich*. wadel begreift also beide phasen de» neuen und rollen monds, scheint aber die de« ersten and letxteo ▼iertels auszuschliefscn. , .
j
■ONDLKm
d«al8l«an.itai woMmI«, hin und k0fr»b6weglk toni gik ¥oa sohiReif deti Utiisre, flabraiB^ lbMhiii|,v ^«»18) ei wird, entweder yM zungA, tütigl auf di^ Sfüse des liIrdlK ieaden lichts zu bezielmi oder der «lOBd' das atn. «Iiiafniiel achiweilende: geetire • sein; s« dieser letisleB evelegvng fftgt sich eine stelle des ags. gedichts Tt)B> der FimeiNnrfer scUaeht.j». 14:^nu.8dtneA f)es mtea <ea^0/ ander« Yolonum', der cHter« den wölken wandelnde 'nond, Vadol far Ais adj. vagua, ; vagabendas genonanen. Wahri^beiiiiieh warde sdkon itas ahd. laoderi auf . den mond Mgewaildt), ' als adj^ ragte (Graff 1^ 776) oder als ssbst. JDabeltani ^a8 1, 66!^ Da nun dieses subst. nicht blofs flabellum, (Sondern attoh üaBCiciilas bedentel, so liefse aiqh .dib benennung endlich aiil deon btndd reishoiz vmrknftpiEen, . welches- .eine^ nach^ her yorzniragettde. sage in die lecken des volhnonds 'yeiv> aetst« ir ^ : «;•. '.;.•••»
LittL ,^diifMtt •' «lenft nonkiniitBi, >piAia(ia plenihmiiiMi^ ptupiUs (ersiai v^)y pmdyfi» (letztes v.), iMcacd (iufasde«- ereeoen^^ iärpij6$ (interlnniain ) ren tarp-^ (iotot); poSpilit hedeaitet hiibvoU^ puadylis halbstmpf uaid igekött ai delczia, abstumpfuag , abnähme;. ich. finde auckdMfta fwot •Joe (der leere, ledige mond). letttjiHmi meknes noiHldnüMi^ pUmi mehne» • fievianrnm , mehnei pmUe laaa-:acereedens^ weioa m^knes% hkuü senescens. Jinn. tiMdMinoyUaniüm^ iAysSJhitf pfisnilnninoi, ptikum iuna •aceresodb0:^ll'dMbell;d«H• flreeceni, .gebüdetiitnit. ail$i nowis, tftysi plentis^>yli,snperiii^ da infßraa, wiedureh die brklirlng des.aHn, ttiidübeamigt wird. Die Serben witerseheiden : mn myetu$i(miwiwalnmli aiAMliiiai:^ttna aDcroacens, idas erste {Viertel)^ pwa ' (plenSu»^ man), usMap (Innaidecreseena). eloirenv^ mlbj, miad {jnn^ gea liohl^ BoVilanim),i|ioAiir (pienilaaittm) aikt^ (plenibmiUBi^ w«l aneh luna deoresceba «ndein^ei münden aerkusdh^ tap 9); poin. neiey böhin. mowy (netrihiniufli)' poln^ peiWI^ bMini. Miiflnek (flemUifeiidm). Anoh^ hier iai wieder wahi^ zundinien., dafs uniler i«bheite ^stammen MehrfalcAie ,< Idbea«* digera busdrttcke d«r naüirensöbeinungen bestehen, unter den gebildeten! » aber abstracto , eMöianlige nn^ ileren . atette treten, ohne zweifei besafs die deutsche spräche in ihren Verschiedpen anvireigen Yor jeiltei;^ noph, a;i4ere,„|><^nennttngen
da miduni.wadek^ . . ' ...• n .. .
Tacitoa sagt klorsdafe die iGeimanen i ihre tersaddMgen
\ X ' . »■ ' »
*) «e«M mßhm§ der «to.<9l«a4 ia eüwr s AoHiithaat Mlaiau «1 MW tha «MiflaM» lile yMima wi' the 0uki mmx ia« b«f> mm\ Jamieioii 1, 159. Pertiy 1, 76. Halliweil pa67»'je8»in: . . a-
43*
tn MDiDLKan
sor ^mä dM neuen >dte Toilen «Midt WelMi^ niehl eh
diese beiden perioden für alle nnterneliniiinfen aboe nnler«** i
«cki0d fleiok günstig erachtet wurden. Vermsllioh eigneten i
gewieae. dinge sich Ür den «enniend, andere für den- vei^ i
moody der nennand regle durch seine Mache, der velhnend i
dwrch aeiae füHe an^. - ]
Caesar 1, 50 hmterhringt uis den nusafh-ueh weiser
Irftuen zu Ariovists zeit: 'non esse fas Oermanos aaperarS) i
ai mUe nocam tumam predio contendisaent'. den. anagaog i
der achlacht yernintete man, wenigstens in diesem hesoadera j
{all, nur dann günstig, wenn sie im neumend gefochten ;
werde. i
Soviel ich ans den spftterm fiberre^Mi des abergbnn . .
bena schiiefse ist der nemtiumd, der auch Torzugsweiaa \
^beider herr' genannt wardfe (s. 666), ftr eigentliche beginne i
eine heilbringende zeit, ehen sollen in ihm geachlossen, {
hinser in ihn anferbavt werden, ^wevani Iwiam obser- i
vaati. pro domo facienda ant conjugiis sociandis' (anh. xxsn), i
letaleres ganz so im ebstn. abergl. no. 1. bei Benmend i
aeli man in ein nenes haus ziehen (abergl. ^töd) dicht bei g
abnehmendem (496); im nenmond geldzfthlen (223), er i aaehrt den vormlh (vgl. s. 666), dagegra schadet, wenn er kl Jeeren bentel aeheint (107). Überall berscht die for- Stellung, dafii «eid, eheglOok nnd hanssegen, gloich de« lieht dea himnms wachsen und tunehmen werden. MiGU
nnden geschieht haar nnd nftgeisehnitt im neninond (fiynz. j
nbergl. no. 5 , Schötae holst id. 3, 68) damit . sie .wieder ^
nachwaebsen; vieh wird im zunehmenden liclA entwMiat \
(no. 757), im schwindenden würde es -abmagern; nsah litth« \
abergl. no. 11 soUen mädchen in abnehmendem , knabea ^
im ToUem Ucht entw4Mi«t werden^ wahrseheihlioh um jenen j
sdhianke, zierliche, diesen aber atarke geatatt zn^ Tetaehafcn. ]
Heilsame krfiuter, reiner thau sind im neumand na aamihda ' i
'ton an des mämen atict gelesen', N.Cap. 100 (vgl; 25)., weü j
sie dann. Mach and laater sind*. Wean es no. 7«4 heibt, i
dafs trannngan im vollmond erfolgen soNen, 238, daCi man | kn annehmenden oder rollen mond neue wohaang beziehen
*) der netunond war alteo Tölkem beäondert heilige, so den Grie- chen die cVj7 Hai yf«, was auch allein fv^ = sanskr. mmA (neumotid] enadviliAaa. des Odjnsteas röekkehr watda zn disser aaii aswartet, Od. 14, 1^62:
sttf veadMad nach frflhKnganacktgleMbe ist ftdiaii Ag^ba»! ^-vngesetst (Sehieiiel lo BSm^*. I. t9, 2). wahnoheialieb lindiite man beakeise in diesem frähKagsnetmisod. >
MONOUQHr 679
y io idiaiBl daiHi v«llaiM4 fiMe des wMhseiidM Ijehls , obae mbanb^grif der begiaawdeft abathaie n b6» deuten. 6all das liefera der «cbhobl imiiewiOBd als rege^ ao arab dabei das wacbaea ond at^gen des aiags, nicht daa abaehaMn, ertiegen dea feindea ina enge gefafia worden aeio *)»
Bei iMttnMd (im gegensala an aenniMd) d. b. bei ab» nehmendem lieht sind geachfifte an Terriehten, die Irennnng eder aufldanngy fklien eder erlegen beabaichtigen. ae würde a. b« eine ehe geaehiedeni ein hana abgebrochen^ eine aeache vertrieben werden roöaaen im abnehmenden mond, faUs ieh reoht yennnte. Hierher gehört die ?orschrifl hola im wald an flUlen #enn wadel ist, gleichsam damit daa geAUte boia IrodLne« in einem Strafsbu 1511 bei Hupfnff gedmeklen aalender: ^es.ist gnl hola anheben abznhanen mit dea mondea wedel*. so wird noch in vielen neneren forab* bitohem geiehrt, der vollmond heilet darum Mmadel; bei xnnehmendem mond (im böaen wadel) aell man kein hob aphiagen (abergl. no. 973). Keisersfierg mensfbL banm Stmbb. 152L 19: 'ea ist alwegen im wedel banm abmi* hanwett und gewild an achieben' ^*). graa im nenlicht nichU an mähen y sondern im veUmond (Uttb. abeiyi. 7), daaril dna heu aebnell dOrre? auch sohfttae sind im Vollmond an heben. Wenn man bei wachaendem mond federn in ein bett füllt, ae haften sie nicht (no. 372. 914); anch dien geschafi fordert abnehmendes licht, gleiebsam um die ge^ rnpfben federn vollends au ertödten und aor raat an bringen. Würfe man bei wachsendem monde graben auf, ao würden sie bald wieder anwaqhs<^n, grübt amn sie aber bei ab* nehnaendem, so werden sie immer tiefer und grölser« aderlafa bei sehwindem|em monde macht, dsfs daa blnt abwürts dringt. und die beine beschwert (Tobler 404^), man nehme ihn ' also bei wachsendem oder steigendem lichl vor. Yuk s. v, myena eraüblt, dafs Serbinnen im nenuMind kein bemd waschen, die ganze leinwand, be* haaqpten sie, würde aich im nasser vermonden (oaiijeniti), d. i. au(bauachen und schnell n^reUsen; man könnte «neb
*) ta« nanmand JiMreohe* die Bhf lens «ei gsgrift^t mead« dafii du «It werdest ond ich jung bleibe! Thom. Hiirne s. 40.
**) in Demerara wichst ein dem mahagoni ihnlicher baom wa* lala geaannt; flUt man ihn im neumond, so ist sein hole hart «nd •ehwerapallig, im KoUiaoiid «her Weieh und IbiehlspeWg.' ecbneidet man hnibnehrttter im Aciumend» so dauetn* ik teho jnhre, im vel^ mond# ae laalan sie hinnea ciuem jahi^ i / • , . . . > ' i i
C78 HDNDUGHV
dafür^ itWfr im' abiiö¥nieliileti niond wasehe fto • hallen wl, 4^1 grund geltend maehen , gleich dem achwindendeB llclil ioUetfleeken und Unreinheit weggenommäit weMen.
Ich habe Tersachl hinter abergtffnbiffchen gebrttuchen eisen sinn zu entdecken^ der tielleicht nahe an ihre !ir<^ sprüngliche bedeutung trift. solche analogien zwisdien «taicht! uttd mittel waren wenigstens dem «Hertbom dberall tticbt Mmd; das heilige wasser schwemmt alles nnhteil mit sich fori (s. 556), der absprang sprengt alle itrankbeit nb (s. 559). So stellt sidi der leidende gegen den abnehmen** den mond und fleht: wie dn abnimmst mögen meine schmer«^ zen abnehmen (no. 245) , es kann aber aueh ; in atidrer Wendung, dem neumond zugemferi werden: du magst zu* nehmen^ mein abel mag abnehmen} (no. 492). Dm keli* ran de« anlUlzes gegen das gestim halte teh /für eine s^ur fabidnisohrer mondsverehrung*). • ^ i. .
Biese art des aberglaunens iat' langst sfehow in die en* ferenr-achrawken des aefcerbaus- und der Viehzucht zurück* fewlesen^ wir würdeu sie deutlicher erkennen, werni uns ihre anweridung auf das öfferilliehe leben aus dem aRer- thum gemeldet wäre, auf opfer, loose/ kriegfihrung wird damals die beachtüng der mond Wechsel mamigfSEN^ einge^ 'flössen haben. Mandhes erscheint verwirrt, weK wir nicht alle umstände ' tbefschauen*, manches wird auch imeh dM 'Völkern verschieden gewesen sein. Des hansvhters' tod ian alinehfnenden mond gilt nach deutschem abevgt. (%6)' für eiin mheA, man wähnt/ dafs nun das ganzer gescMeeht ab* (nehmen <wer#e ;' die ehstnisehe ansieht (41) hält sterbAtle im nmimond für unglttcfcbringend, etwa 'Weil noch mehrere .Mgen? Früchte, die Mer der erde wachsen, sind 'in z«^ ntihmendem, die uiUer der erde, in abnehmendem Heht zu ^en (Jul. Schiriidt p. 122); bei Westendorp p. 129 aber: 4at frooen den grawd wasi, by äfütemende »tnaau, dat onder iiaii>'$irufid Wast, by toenemewd» tnaän 'te Zfl/aien« Gulslaf ^Wöhbandfl s. 49 vgl. das erratum) bemerkt, Wenir der meird iii' der- faulzeit (im' dritten viertel, kus se kirii i^Aal) •suAie, solle «Min keine wimersaat säen:' Der satz in des Eligius predigt (s. xzx): nee luna nova quisquam timeat aliquid operis arripere, ist unverständlich, solange man «ieht w^ifs, welche art von' Verrichtungen darunter gemeint wird. . . . I
' •*) 'Wer d6B nond im spiel den rückeo iNilNrhFt^at.uiigläck''(tMi. 4bt). idertse^maiin aber htUel sich im «<4iUir sei« getieht 4m n^W^ mond Kuiuwenden, er würde mü bliBdheitfesohlazea'WerdeBa*w.>i
^ONiySFLKCkBN 679
Die flecken and scbatligen' vertieftangen im Uckt de$ voUmondB haben bei mehren yölkern seltsame aber ähnliche mythische Torstellnngen hervorgebrachte dem indischen Tollcsglauben erscheinen sie wie ein htue^ nemlich Chandras, der gotl des monds, trägt einen Hasen (sasd) und der mond heifst darum sasin oder sasfinka (hasenmahl, flecken)*). Auch nach mongolischer lehre zeigen die mondschatten eines hosen gestalt **). Bokdo Dschagdschamuni (andere nennen ihn Sehigemuni), der oberste regent des himmels, hatte sich einst in einen hctsen verwandelt, blors um einem verhungernden wandersmann zur speise zu diehen; zu obren dieser tugendhaften handlung setzte Churmusta, den die Mongolen als mfichfigen tfingäri verehren, die figur eines hasen in den mond. Folgendes erzähfen die einwoti*- ner von Ceilon : wAhrend- Buddha,- der grofse gott, als ein- Siedler auf erden weilte, verirrte er sich eines tags im wald. nach langem umberwandern begegnete er einem hasen y der ihn anredete: ^kann ich dir nicht helfen, schlag den pfad zur rechten band ein, ich will dich aus der wild* nis geleiten'. Mank dir', versetzte Buddha, ^aber ich bin arm und hungrig, icb vermag deine geßlligkeit nicht zu be- lohnen', ^bist du hungrig', sagte der hase, ^so zünd^ ein feuer an, tödte, brat und ifs mich'. Buddha machte feuer ; gleich hnpfle der hase hinein. Nun bewies Buddha seine |[öttliche kraft, rifs das thier aus- den flammen und ver- setzte es bn den mond. seitdem ist in dem mond immer ein hase zu sehn **^. Der phantasie des Grönländers sind diese fledken spuren der finger Haiinas, womit sie den schönen rennthierpe!^ * des Anninga berührte (Majores myth. taschenb. 1811 p. 15).
Eine altn. fabel erzählt: Mini (der mönd) nahm zwei kinder, Bil und Hiuki von der erde weg, als sie eben aus dem brunnen Byrgir wasser schöpften und den eim^ S»gr an der sjange Simul auf ihren achseln trugen. Diese kinder gehn hinter Jem M&ni her^ wie man noch yon der erde aus sehen kann (svft .sem siA mü af iördu)^ Sjfi. 13. Dafs hierunter nicht die phasen des monds sondein, ^ine flecken verstanden wurden, folgt schon aus dem bilde selbst, der: mondwechsel kann nicht die vorslellirinf :i^e%er
*) Scfalegsli ind. yy. 1, 2t7i . . ^ ,.
*) Bergmanns streifereien 3, 40. 204. Maien royth. ^b. 1, 540.
*) Dooce lAa^tr. of Shakspeare 1, 16 aus dem mond eines fran- lAtiiehen retaeaden, dem auf Ceilon die Einwohner oft sein' närnrolir abgefordert bitten, um damit den hasen im üotfd zv b^lrsrehten« '
1
660 M0ND6F{4CKBII
kmder, mit. d^m fpaaernmer aiuf ihrm seMtern erzeu- gen, dazu kommt y dab das acliwedische volk bis auf heute zwei leute, die einen grofsen eüfwr auf der itange amaammen tragen , in den mondsflecken erblickt % BU war vermotiich ein mädchen,. HwM ein knabe, und jeoe mag mit der Sn. 39 neben Sdl genannten ftaynja dieselbe aeio; hier wird zwar Btl geschrieben ^ aber ohne zurei- chenden grund; das neutr. Eil bedeutet momentum^ inter- stitium» und ein ähnlicher begrif würde für irgend eine erscheinung des monds schicklich sein (vgl. s. 347 üb^ ahd. pil). Was uns das wichtigste scheint , aus dies^ heidnischen einbildung vom kinder$teUendem mondsmaim, welche auch aufserhalb dem Norden in ganz Deutaehland uud vielleicht weiter ün schwang geweiien sein wird^ hat sidi hernach eine christliche modificatian ergebe^. Mau erzählt, der mann im mond sei ein holadieb, der am hei- ligen Sonntag unter der kirche waidfrevel verübt habe und nun zur strafe' in den mond verwünscht worden sei: da erscheint er mit axt auf dem rücken und reisholabündel .(dornwelle) an der hand. ganz deutlich hat sich die wa^ serstange des heidnischen märchens in den axtstiel, der ge- tragene eimer in den dornbusch umgewandelt; die idee des diebstals wurde beibehalten, vorzüglich aber heilig- •haltung des christlichen feiertags eingeschärft; der mau leidet weniger strafe darum, weil er brennhobE gehauen, als dafs er es sonntags gethan hat **). die uhterge- iM)hobne geschichte stützt sich auf vr Mos. 15, 32 — 36, wo von einem mann erzählt ist, der am sabbat bolz gelesen und den die israelitische gemeinde zu tod steinigte, alle« ohne erwähnung des monds und seiner fleckeii. Wann diese fiabel in Deutschland zuerst erschien vermag ich nicht nachzuweisen, jetzt ist sie fast allgemein faerscbend ***]; wäre die benennung des Vollmonds loode/, loed^/, in sinn
_ #
*) Dalin 1,158: meo finna fins den meoingen bland ySralmoge. LiDg «ddoraas sinnebildslllra 1,78: lonii liger allmfinheteo i Södra- swerge, att nloeDs flickar Ire trenne jrarelser, icm blr« en bryggsl (brückeneimer).
**) nach einer weilßliachen sag« yeidomte der mann am Sonn- tag die kirche, and wurde daram mit dem buach in den mond versetit
***) ein schönes lied davon hat Hebel' gedieht^, amg. 5. p. 86 — 89: *me het em gsait der Dietere', wobei Sekro. 2, &) fragt: ist hier Dieterich von Bern auf claesische weise in den.himn^ veraetzt? .man mäste nur erst versichert sein, dafs der dichljer den namen aii« der tradiUon empfie^gp t: . . .. ...
MQMIWrLBGKni
von rmerbltiMlel^ adbet ans ihr m erUftren |8. 675), sg gebtthrl ihr schon ein hohes alter. ToMer ua Appeaz» spraehsch. 20^ erzahk foigaiKler gestaU: 'an arroa nia hat alawü an aonnti holz vfgleaa. do hedem der liebe goU dwaU gIoh| ob er lieber wött ider sodd verbrenaa iMler im mo verfrüra, (andre sagen: inn kalta nio ibi| oder i dhöll abiy) do willer lieber . iyin no ihi. dromm siedma no ieis an ma im no inna, wenns wedel ist. er bed a pü* scheu ttffem rogga\ Kuhns märfc. sagen no. 27. 104. 130 liefern drei verschiedene erzfiblungen, nach der einen soll ein besenbinder am sonntag reiser gebunden oder eine Spinnerin gesponnen, nach der andern ein mann misl ge* breitet, nach der dritten koblstauden gestolen haben und die gestali mit dem reisbündel, der spkidel, mistgabel und kohlslaude die mondflecken bilden» Das erste mir bekannle M«gnis liefert Fischart Garg, 130^: 'sah im mon.ein mätm^ Im, doi hob gpMiohkm hett\ und noch bestimmter sagt Praetoritts weltbeschr. 1, 447: die abergläubischen ieute gaben vor, -die schwanen flecken im mondlicht seien der mann, der am sabbat holz, gelesen und darüber ist gestei«- nigt worden. Die holldndkche volkssage läfst den mann gemüse stehlen , mit dem * bundel osoes'. auf den schultern zeigt er sich im mond (Westendorp p. 129). Ziemlich alt scheint die englische ftberlieferung. Chaiicer im teatament of Creseide 260 — 64 schildert den mond als lady Cynthia :
her gite ws« gray and ful of tpoUis blake» and oo her bresl a chorU painiid fnl evea berina a husk of thamtM on his bähe whiche for his tkeft might clime no ner tbe heren,
der dornbnschtrftger wird seines dtebstals wegen nicht in den himmel gelassen und mnfs im mond bleiben. Ritsons andient songs (Lond. 1790) p.35 enthalten <a song üpon the man in the moon^, welcher beginnt:
moo in the mono stond and sCrit»
OH 99 bat fnke m iwrtin A« bere^j
hit is muche wonder, that he na doun slyt,
for donteleaie he yalle, he shoddreht and shereth^
when the forst freaeth, mnche chele he byd,
the ^omsi beth kene, m kommen io «efwfll»
auf einer traggabel schleppt er, zitternd tor kfilt#, eine last dömerj die ihm^das gewänd aerreifiien, er hat sfe* ge-^
• *) im Henaebergiieheii bedeutet mmmM reia^, geboadoe mawiJle, anmal fon tffinensweigtny.iofiMfi reiihoU a^achen (Reiowald 2,137), naa freilich aeeh daher ruhi^n ka«n, daDi man im ToUrnead hok haut. it . . . • "' ' . '. t'^ *
hauen uitd ist Tom larhOter g^fündet' worden; das schwere, oft tifiversifindliche lied stellt ihn als foulen alten dar, der bald stille steht, bald fortschreitet (strit) und dazu betrun- ken ist : ief sonnlagsentweihung wird nicht gedacht. Shak- speare redet einigemal von dem mann im mond, seinem hund und seinem dornbusch: tempest 2, 2. I was. the man in th* moon, when time was .... I have Seen thee in her, and I do adore thee, my mistrefs shewd me thee and thy dog and thy bush, midsummem. 3, 1 : one must come in with a bu8h of tkoms and a lanthorn and say he come !o present the person of moonshine. auch bei Grypbios bindet der den mond vorstellende Schauspieler einen busch um den leib*).
Zwei andere abweichende deutungen der mondsflecken haben gleichfalls biblische anknüpfung. Einmal soll es Isaac sein , der ein bündel hob selbst zu seiner opfcmng auf den borg Moria trägt **). dann aber Kain, mit einer bürde dornen auf den schultern^ um gott dem herm die geringste gäbe seines feldes darzubringen **^). bierfttr ^engt schon Dante, parad. 2, 50:
che sdno i 9egni Imi di questo corpo, che laggiuso in terra fan di Cam favoleggiare altrui? und inferno 20, 126: Caino e le spme. Landino sagt zu dieser stelle : 'cioö la luna , nella quäle i volgari vedendo una certa ombra, credono che sia Caino, c'habbia in ßpalla una forcata di pruni,' ein atidrer commen- tator: 'accomodandosi alla favola del volgo, chesieno quelle macchie Caino, che inahi una forcata di spine'.
Alle diese auslegungen treifen darin tiberein, dafs sie eine menschengestalt in den mondsflecken annehmen, die etwas auf der Schulter trägt, sei es den ht^ep, die stange mit dem eimer, die axt mit den dornen, oder die b^efse dornenlast •**•).
Es mufs noch andere ttberüefeningen gtigeben «haben.
*] Tgl. das iriiche elfeDmärcfaen oo. 20.
') Praelorius weltbesohn 1, 447.
*) auf die bekehrten Beiden soheint die sage Y«n dem ersten brudermörder VDriöglioh tiefien eindruck jemaeht lubab^ii; sieden* ken sich ihn als einen bösen riesen, Tgl. BeoT. 213 ff. and oben 8.492.
****) das dem nofd. mythns wesentliche wasser fehlt in der sa^e Tom mann mit dem dornbusch, findet sich aherwiederin einer krai- neritfchen («• I. statt kranierischen), i«/elcbe Brentanos Libnssa s. 421 anföhrt: der mann im moHde herfst Kothar und m4eht ihn dtfrch wasaergiefaen wachsen.
.ifii
monmrlsgkbn; ^mhinb tss
ein iiiederMnd. diehlef iwB 14 jhi reSet y^n^ dM ' Airiielii streifen, 'wteMie steiieii .
recht int midden van der mane, i •.
dttmen in doitaohe beet kkhrg^er; an einer andern stelle heifat es kndegher^) (iendegher ?) mid Wülema (oMsaager deGand I, 195) liest nach einer hs. von 1351 'dat inen in dietsch \iee% Mkgeet' ; mir ist keine dieser formen veratAndlieh , vielleicht liegl der eigenname Ludg^ (abd. Li«tk^ Leodegarius im. sfnei and eiiie jelst ver«^ schellene sage des mittelaUers. Eine schtae geiMicbe, gewis nicht von ihm ersonnene deotung überliererl ms Berlhold 145: der mond sei Maria Magdalena, die flecken seien ihre renig vergossenen zihren.
Geringeren einflufs auf abergiftubische vorstelinngen und gebfftncbe als der mond hat die MMme. zauberkrilftige krfiater müssen y wo nicht bei mondschein, wenigstens vor tümendmfgang gebrochen werden (s. 588), heilbriirgende Wasser vor Sonmtmawfgan§ geschöpft (s. 953). ' Die anf« steigende sonne versebeucht aNeh sauber, und swingl die geister in ihre unterirdische wohnunf .
Zweimal des jalrrs wendet dte sonnfe ihren lauf, im Sommer um zu sinken , mi winter um zu steigen, diese tonmoenden begieng das heidenthum feieriichst, von dem sommerlicben fest sind noch jetzt die Johahnisfeuer übrig (s.5^ff.). Je höher in Norden hinauf, desto stärkeren ein* druck mäste jedes selstüium hervorbringen, zui» zeit des sommerlichen herseht fhst bestfindiger tag, zu der zeit des winterlichen beständige nacht Schon Prooop (ed. bon». 2, 206) beschreibt es, wie nach ihren 85 tagen nacht die Thuliten berggipfel erklimmen und die nähende soiifie» et^- spähen. dann feiern sie ihr heiligstes fest.
Tacitus meldet (cap. 45), Aber die Suionen ' hinaufwäi^ lasse die untergegangene sonne so' lichten glänz ^ hinter sich , dafs er bis zum morgen die Sterne bleiche, iomm insuper Miftri, farmat deanm et radioe capUk uepieiy persuasio adjicit. Diese stelle hätte ich cap. 6 für das 4e^ sein germkniscber gOtter geltend gemacht, wenn mir nicht glaublich sChienre, dafs dergleichen nachricbten zu den Rd-^
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*) Tan Wyn afondstondea 1, 306. Büderdijh TetUaren4le g^ •UtthUigai der-BaamwaorttMi 1^108 hat Mb^eer« Mi^aar ond. deutet, Mhcr falsdh, luikeMar .(leodiamia)« äbrigeiui btiiahle^.ar die hfh- kannte fabel: *t mannetjen in de maan, dat gezegd ward een doorn- botch .op zijn rüg te hebben, en om dat hj't gestolen had, niet hoo- cer ten hemel te mögen ophümmen , ntsar daar ingehannen te zijn. dai leUte wie b^i Ghaaceri'"''''' ' ' "'> > •» " ' -i "*
6M ../SONNR GBSTUOK !
mem .wwiter ms De«t$chiaiiH Mibsl gedrnngen, ii«4iii«h allgemeinere reisesagen unter ihoM veritMiM waren. Strabo 3, 1 (Tsch, 1,^GB) f&hrt ans Ponidofliiii eine sehr ihniiche erzftUttitg to« 4en tauiehen der unitrgehenden Bornm in dem meer xwischen Spanien n«4 Africa aa: fitiC^ SvPBtP vor ^Xiop i¥ vp nap»X6ttPivtdi pn9%oi ypaifW nuQanXfiaiwc, wffavii oi'föfrvef tw nBljüfWfC nttta ofliaif •vvot; dia %6 ifinintetp «/c vor ßv&ov* aber auch an- ter den Deutschen icann schon dtunnb die meinnng ter- breitet gewesen sein; die airdUsiicfefi käwpter^ gleidisani ein heiKgenschein , wmrden s. 300 erörtert, im folgenden cap. will ich diesen wunderbaren klang der auf und nntec* gehenden sonne weiter besprechen." Merkwürdig ist aock tn dem alten ags. iwlegesprieb swiaeiieii Satarn nnd Sa*- lomon (Thorpes.anak p. 100) die deutung der abend and morgenröthe: 'saga me forhvan byd aeo aunne redd oi mfen T 4c f>e secge , fotrf^n hee locad on helle', 'saga mOy hvt sctned heo svft reide en morgemV 'ie {»e secgc» fdr[>on hyre tvynad hyäder heo mfig {^ «e m#g f^isne middaneard eondsctnan avA hyre bet^iden is'. abends ist sie roth , weil sie aar hölle blicht , morgens in der ^nge- Wiskeit, ob sie ihren lauf vollführen möge«
Nicht blofs von softne und mond, auch von den ähri- gea Sternen hatte das heidnische alterthum vieUaebe künde und sage. Jornandes fiofserung (cap. 11) ist doch merk- würdig, dafs den Gotben schon an Syllas seit unter Pice- naeus aufser den planeten und hhnmelszeichen 344 stern^ die von aufgang nach Untergang rennen, bekannt gewesen seien, wie wenige wissen wir heute mit deutschen namen EU nennen I
Der volksgloabe denkt sich die gesiime in beniehang auf den einzelnen mischen hold oder feindlich*), wel- che eonatellation ihm. hei der gehurt leuchtete, die niaunt ihn aein ganzes leben hindurch unter ihren scbnis; das belfiil: «nter einem guten, glücklichen atern geboren wer- den, aus dieser riehtung und diesem einverstilndnis wal- tender gestirne wird das Schicksal geweissegt. Umgekehrt, doch schwerlich aus heimischer quelle, wird Renner 10984 gesagt, jeder stern habe einen engel, der ihn an die Stätte weise, da er hingehen solle«
Es ist fromme gewobnheit abends beim sobhfengehen die leuchtenden gestirne zu grüfsen (abergl. 112), oder
*) iweai die ttera^n w?r4eat -^m,
depa irirt d«r noAp» Übte sUaim Frid. 108, \ .,.
wenn 4ir tbmdAeni anl^hl dn flnebel m veitiiMeii (nen-^ griediiseht sille). '
Ntcb der edd» wnsnm alte fMirn^ feoerftinken ms M aspelUheite , die in dem lanrtum bei^omflogen , bia ihnen die gfider sitn und geng anwiesen. 'Sn. 9; Ssm^ 1.
Entzitndete dMele, weteke b^i tpestirntein himmel, km^ rigen faden gleMi, schneH dnrdi die hiiti niederfallen, lat. Imjeclio «leHae, Stella trans?oians, ital. stelle cadente, iranz. Steile fitanle, Span, esirella Taga, scbwed. sljernfatt; din. slirnknd, 'Was die Griechen itafetp (tberfttbren, tn^ jtcere) nennen , weNen bei uns von dem velk einem xei^ nig'en des atenilichts sugescbrteben: sie gleichen dem fever^ ftaken, den »man von einem gepntsten lieht niederwirft» s<^n WoMram sagt Wh. 322, 18
dehein Sterne ist s6 lieht, ern /lirAe sich etsweime. *) daher noeh heute: die Sterne patzen, schneutzen sich, im subst wien^mtaef iiemschmippe. Diese fsHenden Sterne sind vorbedeutsam **), wer sie erblickt, soll eili gebet spre* chen (abergt^ S95); dem armen midehen fallen geldstacke dantil herunter (iOf. wa. 153), ja was man wOnscht, wah- rend die eehn«M»e ainkt, wird erfallt ^Toblei" 408^). SehM Terein%l der iitth. roythus die Mlenden sierne mit der sage vom Schicksal: die lOequifM (Spinnerin) beginnt den faden der nengebomen menacben am himmel au spinnen nad jeder faden endet in einen stem. mrtit iiun der ted des menschen, so reifst sein faden und 4er stem fUH erw bleichend nieder. Narbutt 1, 71.
Der eomet beifsl acAioe^Msm, haanüsm, audi pfnnen- tekwam (9etm. 1 , 927)* sein schWeif bei Delmar 1 , 242 sdUfisdbeee, von schof strehbandel, sein erschehien ktndet geiibnrolle: ereignisae, zumal kMgs tod (Greg, tun 4, 9): ^nwn sftt an der ztl einen sierren, sam einen pfamen »agei wtty eö mftezen siben saohen in der werlt ergAn', HfsH. 3, 4^.
Die überKeferimg anseres heidenthums von einzelnen gestiraen ist grOfatentbeils versch(rflen und selbst die na- mtm sind dnrcb gelehrtastronomische benennungen fast verdsingt werden : • nur wenige haben sieb in altn. sage, oder unter den», genieinen vo{k erhalten können;
Ob die plannten nach den gnofsen jgöttem genannt wa-
*) D. liest *iifthere sich', schon ahd. farban (maodare, expiare). *^ bat dem Gnaden (Reinh. Aioha p.>uxit); inr<eliieai' gedieht Ton B^rangev; «mos «nlanlt mi ^orlel «cpire, ton Stotte tonbe k l'insUni'.
]!eii^.wM|0fffi wir, mhU es M keifte, jpwr :4iwn!.aiiffilri>1iM, selbst nicht im Norden, planetarische tagminient . soheiBMi wiewohl sehr frühe, ms der fremde eiAgefahri (& 111 ff). An sich ist es kaum ' denkbar , dafs die Heiden , wann sie ein3eln0.. &x$iewe durch eigentbümlicbe beoennua- gen hervorhoben, nicht tm^k die .namideisteniev. deren ersch^ftüng und Wechsel weit niehf ins ange fiel, htltten unterscheiden und benennen sollen. Die abeadliehe und morgenliche Venus heiTst obendHemf . morgemiefn, ahd. äp^nistemoy tagastemo, wie im lat. vesper ind Ineifer*). iunhekUrme Ms. 1 ^ ^^ soheitit vespemgq , der in der dümmerung aufleuchtende abendstern, vgl. gmmm. 2, 526. ahd. yhU>9temo morgienstern N. Bth. 223 von uht&, gnth. uhtvö crepusculum. gl. trev. 22*^ h^ben ttelböm hesperas, das ist Stellbaum, die Stange d^s vegelstellera? doch gilt Rol. 240, 27 ^die urmAren «to/boifflte' veil den Sternen über- haupt, ~und da allem gestirn stul und gestell beigelegt. wird (s. 663) y so darf man stelboum, atalhoum mit diesem aU<- gemeinen begrif verbinden« mythischer gemeint ist. viel«^ teicht der name naktfare für abendstern (Hdumanni opuacw 453.460), wie sonst die. nachts ausfahrende weise frau odm- hexe heifst. Den Angelsachsen hiefs -der a^ndslem 9t4mm $ieorra (bubulcorum. atella)^ weil die hirteft^> sobald er auCgieog, heimtrieban. übrigens wird (K iv. 9, 24.Ghri8tii8 der sonne, die aptoatel dea.eiif tageslemen' vergliohen; hier sind dagMerren nicihtr soMrohl lucifeni als die bisH melsaeicben^ Vik den polaratern gibt et keine eiaheimi- sehe namen. ....-;.
Zweier geatirne iffsprung wird in der edda- gemeldet, aber niemand weifs jetat , welche . constellalkMi darniAer gememt ist« die sage ton OrwuuiUbtä > und daa ags. Eoß^ ren(kl, ahd. OreniU wurde s..r..348 angeführt; vieileieht weiote dies helle Hobt den margenstern. Dann hatten die üBen den riesen Thiassi getödtet und musten. ihn seiner loobter Skadi^ hüfsea«. Odinir nahm des Thiaasi augeü und warf sie an den himmei, wo sie zwei aterne bildeten. Sn* 62. 83. dieae amgu Thia^tk, mögen awei dieht nebeuMK ander etehende aterne sein, an Ucht «nd igrdfse gleioh, etf- wa die zwÄHinge? aügieich bestütigii.sicb hier jener »h- sammenhang der sterne mit den augen^ und die gen him- mel versetzte ^he ist . den zungen und dem bezug der
*) Ib einem alten kircbeBlied wM dem Leoiler ein wsgeor bei- aelegU Gunas jam poaeit phoapherus {nita fin feig6t iagsstern) hymn. 2i 3.
leibflgüeder m^ dw mtMoeosnm (0. 634) TöUig. ange- messan.
Von der milchsirßfse «nd ihiwr besiehoag auf /raii» habe ich s. 930-332 gehaDdelt.
Unier allen fixaternen nua^ea himmela treten in der änachanung dea Yolka^ drei beryor: ursa major, Orion und die Plejaden. fttr aie ailmtlicb gibt ea auch noch einheimi- ache namen, ich werde «igleich die slaviacben, litthaaiscben und finnischen benennungen anführen, da dieae Völker ge- radeao dieaelben sterne auszeichnen.
Der grofse hAr hiefs wol schon vor der bekehrung unaern vorfahren toagem; ein name, der ihnen unentlehnt mit unverwaiidlen Völkern gemein war, darum dauert er noch bis heute, als der vplksmftfsige fort; man erzfthlt mit* ternachts zwölf ubr drehe sich der wagen mit grofsem ge- riusch nnt in der Schweiz der aberglaube (Tobler 264*) : wenn Aetherrawaga nieder steht, so gibts wolfeil brot, steht er hoch, theures. 0. V. 17, 29 setzt den pl. ^Boga^ nd gistelU, weil er den grofsen und kleinen wagen zu** gleich aasdrücken will, letztern (die ursa minor) nennt Berthold das lo^igelm^). 'des i»a§ene$ gerikte' Wackenu Ib. 608, 10. das bild gründet sich auf lebendige betrach* tung der colisteUatioQ, deren chrel^iiag UberaU vier rfider und .eine abstehende fiMcAse/(temo).erkeflaa|i Uisl^ weshalb aiich die. Angelsachsen zuweilen blofis ^l setzen, fHBnet pUla Boeth. Rawliiy. 192^ belege sind. 's. 138, xuAd gründe angegeben für. die Vermutung, dajb WnoitaftSi des höch- sten goltes w;agen , gemaint sei. zvirar besieht eine all- schwed. Chronik den scWad.. niaocini karhoagM avf Thörr, der seinm wftgeia j^eateigend diß sieben sterne in der band hatte (Thor statt nahen som ett barn , siu atiernor i banden och fiarLawagn)) und ich. will dies nicht entschie- den leugnen; doch i^rerien gerade wuotanische sagen auf den frünkiscben Karl angewandt (a. 139). Wenn gl. Jun. 188 Arturns wagan verdeutscht wird (gL Hrab« 95l> aber arctus: wagan- m Mmls), so erklilrt sich das aus naher berührnng jenes Sterns mit dem schwänz des grofsen bi- ren, wie sie schon der name agmaigoe zeigt ^. Obrir
*) ich hin deo glanien JUmehDogen und dai gettiroe begehen. Trsj. Idfil^. obrissM kann ei mehrere himel wagen ^ebeo, wie es Tiele göUer mit wagea gibt ao aagl^au^ib CerTantea in eime^ liede äer gilanilla (p. m. 11): ai en el oielo hajr estrellas » f|ae lueiänim curros formao«
**) dgttro^ijlai , wagenhoter; yon ihm eraihll die griech. fabel mancherlei. Arctaroa .fleht im ,mfJien dea Bootea.ivid- wird snwei-
^tM haben niederlitidisdlia stfliAe (Aiitwei^en mid Gro- ningen} die Sterne des grofsen oder kleinen baren auf ük ren siegeln*), und in Bngland mall man das 'Siebengestirn auf das bild der weinhäuser.
•Den Oriechen waren beMe benennnngen gelfiufigj agnrog (nrga) und afia^a^ den Römern ütmi und flmt" strum^ daneben noch septentrio (yonirio, pflugochs) oder Beptentriones. Franzi, char, ckam&i^ ital. span. carro. Poln. uxn (planstrnm) ^r^oz niebieslri (hfmmelWägen), b5bm. tD09 und daneben ogka (deichse), sonst ög/Wc^) tat Boo* tes; den iHyrischen Staveii kola, pl. von kolo^ rad, also rftder, 4. b. wagen, ich finde aber auch kola rodina und ^ rodokola ••) , worin mir der beisats rodina und rodo un- * deutlich ist; litth. gryiulio raUy gryido rats, yon rstas (rota) , das erste, von Mieicke unerklärte wort mufs den be- grif wagen oder himmel enthalten *••) ; lett. raM, d. h. rii- ddr) ehstn. toankri iähhed^ d. i. wagensterne, von w«nker (currus); ungr. gönt%öl s^kere^ von saseker (currns], das erste wort erklärt aber die Hungaria in parabolis p. 46 aus einem mythischen Göntzöl, welcher ihr erster wagner gewesen sei. Die Finnen abweichend (Mma, was sonst hichsnetz bedeutet.
Niemals, weder in altd. sprachdenkmflfefll, noch bei Slaven, Litthauern, Finnen die von dem thier (nrsa) her- röhrende benennung, obschon get'ad^ diese Völker den Mir in sage «md vielleicht in cultus auszeichneten (s. 683).
Den carr» menor h^sen die spanischen hirten boma (hiefhom.) •••♦) die ftttnder aber /lo»afteiNir * top« (ineHr- Weiber am Wnintel). Bidm s. v.
¥on dem kleinen ka«m sichtbaren Stern über dem mit- telsfen iii der deichsd de? wagefis gehn aber noch be- sondere sagen, er beifst /kAmoftn, knechte in Kiedw- deutttchland äämeke (daomchen/ dfiumlefn, zwerg), osnabr. Mhike. meklenb. dkmring, in Bdisteint ^Htms DOmken, Bans Dümkt siU opm'wagn'. man erzMtl:* ein fabrmann f^hr einmal unsern heilend, der versprach ihm zum löhn
das himmelreich; der fuhrmtonn aber sagte, er wolle Ne-
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leo tör Bootei selbst geiiommeD. eioe ahd. gloase DiuL 1, 167* acheint Bootes durch stuffala in äbersetzeo, was aoerhört ist. ' •) messager de Gaiid 3, 339. '* i
^ in der la Ofen 1831 gedihidkteQ lyosfrisohM bih^l 3, f54. ftS. töda heifit bei Vak storck und daron irfrd das tdj. roün ga- %ilder, aber was tdit dM? rodä seheiot wiederuanf röta, rad. -
***) die litth. bibel, Königsb. 1816 hat Hiob 9,9 ^o «eslmmü^t und wezimmaiT ist wagen.
7 D<m Qttttote !, 20 (ed. fdelar 1, 2te rgl. 5, 2*1 ).
Imt: in ewifflMil** fahren vmh an^Mg bis ku nMlar^AII^ (Wie 4» wild« ^er in niwIgbBit Kn<jag«» wOnsebQ. - ^tfit'^b^^i^ fehroii' wurde erfillt, der wagen BteM am hfnmiel «od der oberale i^en den drei deicheelMmen, der pogeawniiie' reiter igt der fWwmann. wahrseheinlicli fabcüte» sobondie HeMe« ÜMlioliee tnm einem lenker des Wvo'tanawagens. Job. Prae» idünä de'SMpecia poK dednraitienei •«Lipa. l&TS p.-8flk: ^ bano alellaat non .praetMiaaenly ettavAsi minor quam iker^ dto km^tichigm^j dw Mmek», dag> ratfferAabi , ftnaeto^ |M fuiarai'y und derselbe vom diebadanmen p. i40: ^H'^ bah de p9iUean arnnga^ dmneke^ fithrmmf; ^ die eiiiBtMM- mende «Morg^nlandiseke' voMellnn^ von deai fahrmann in (HidMi alernbiU ergibt sieh ana Niebohra Arabtea^, «nd der nngruache* £fämtM scheini ibm ganz Verwandt; «nel die griech.^^ aapjie Ulfst Zeoe den Ertoktkbmms , efaiaii wagen- lenher (f^Wa^oi*) . oder wagenerfinder unter die aleme TMetien; nur. iftahl er ntebl in dem groraen Mir aon-» 4Bm.,in dermihihstrarae awiacban Peraeaa'« und< den zvAU fingen, da^ bAhan« farmäneky w&mOmff (aurign); oder pomamtf bedeitfen .rnnk Jungm. 1, 650. d/ 401 AreMruS) Booiea «Ml BiichtlMHiins; doeh .aloven. «oU- hmvor ißmko^'^* hmk ^29*) und bmifnk den fnhrmann und pelanKem be»^ Mifteen.
Das bnad beiglilnfeelider alenae^ wdlcbea die CMeeben » dam bfld des Oriom f) viaaanlaMd, fübrte mebi«re deatsohebeaennnngen, denn grttnd'ttas jettt niaiit immea Uar iat lünnal belften die. dir«. nebeneinander gereUM ten, d^. gartet OrioM. bitdienden akeme in Senndlnavieil MggftinifBclar, Fr%§ger^k (oben a. 848» 87(>>} naeb aMer WMleutnng auf Maria augleinh HarMireAs JfarAooi (bM. Peter Syv in den ddnäbe digMu . iniddribld. 1, IMI); hÜM^ iM daniHahea. Bunammenbafig des atembilda ' mit heidniacher gAtterlebi»« dieselben drei- stame lebran unaar dem voHi in Oberdentacbland bia auf lieute den namen .ddr* dt^ fliodtr, well aie daei anf dttr nridge. neben einander ateu bendaa miklel« - glajoben. eine' einfaobb bebenming, wU d» des itagenai in der hindiiehaA phaittaaie eines fairten*« ▼elha^eniaprnngien« ^AJhd« finssan Jiennen! den Orion i^Ma (aratrum), in rheinisciien gegenden heilst er auch reckm (rastrttm]^ er ist ein gerätb der ackerer und päder. .das schottische pfetieA - (engt, plough). j^oll den wageh pi^« drücken. ' Ags.,' vielleicht mehr alts.^i glosseii übertragen Orion .durch ehurSringif '^hurärung, ebirdring^' ebkthmng
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*) aniere vH dichte^ b^halmi.Qri^ h^h Ülä i, 37« . . • ... GrtflMH« myfA«!. S, inugabe. 44
«t» «SBTIRNB. OiUOir
^ Jimw 369^ 371)^1 ninigt. wtrile i i^ehM eaferdryAg; ^ordrivg; der siiiii mGi sain eberhMife^ 4e«ii ityug ist 0g8. eui /dktiifer, feAränglMr baafe, turba**); warutt «Min in d^r sterM^ruppedinea Impp wilder eher . sah, r und vaiclie «lerne des Orion ihn biTdeten? ««iTs ioh nkiht. die friech. sage von dem wilden jiger liann dabei aus dam spiel bleiben, schon weil weder sie, nooh das grieehu:ge^ AttfQ gc|)agle tüete henrorhebt; <fie eher des deutsclien bildes iQdgCin ganz . andet>n bezug haben ud elwa Mofs aitf einfacher vergkiehaiig beruhen* ahd. glonen geben uns k^in epurttnme, oben s. 333 wurde es aber aa luwe- ring und Iriag^ gehalten. Das spätere niittelailer nennt jMe drei mAder oder den nord« Mnriaroeken Jtacobsstofr, külm. . JakubtA&l; gleich der heidttiseben Irminstrafse (s, 331) wurde die heidnische spindel: übertragen auf den heiligen apostel, der nun mit seinem stab auf der altefl hioimelsbBlHi ; einherzieht; auch Petaruiab wird giesi^ Den Ehsten heifst Orion lonrda iäkked, stesne des . speere, Ten wai-daSy spiefs, vieltelchi auch sieb, an Jaeobsstab ge«- mahnend. Den Lttthauern. ssenft/uieM, heugestirn ?, von Seen (foenum)^ wie seenpjntis augnst bezmohnel, well das gestim %nr heuernte aufgeht? wabrscbeinlicbauch in beeng auf die drei heumäher? denn gerade so geben meb* veHe slaviscke vMber den namen kom, d. i. lensen^ böhm. Aesy (Jungm. 2, 136), potn. kotp (Lind^ 1002*) sloven« ikosei (Mnrbo 148) mühbr. Andere slav« benenndngen- des Orion sind ahiupka (bosn. bibel 3, 154), wefttt abier ge* lesen werd^ nufo sktapkä^ IM Y^k^McAa, krttcips, bi- anhefestab, nacfa.ttnserm stttbchen, krani. pdlvse^ stftbe^ bei .Stelli ieftM scta^^ aHweiberetäbe^ und ktuMüce «*^), vM^ leicht. die k]:eisendeik.(vaganies)? von: kruziti (vngari].
Zwischen.. ded sdiettern des sliers ist eine: didit ntii slMwen beeftlie< stelle sichtbar^ in welcher wiedemm sieben (eigenllidi isechs) grttfsere zu erkennen sind; davon «Ueifst sie sMemsfesÜm^ abd. thiM HbuMÜrri 0. Y, 17, 29. Diut. 1, 520« gL Jud. 168 (wo es mit den hyeden venweeh'« seit wird ^ .die 'nicht: «weit davon, im ihaupto des Stiers sftehn). Aufser dieser blefs efthlenden be^Nurang gibt es
*) in der letiteo stelle anrichtig ebardnung,,aber ein beweii für dn alter der hs., da im 6. 9 jh. der lug des r sich dem n nähert.
' **) Tgl. ags. tfran^ 9 >ngl. ihrong^ vittellat. ^ngui,'
***) Dobrowskjs Slayin p. A2i ; das ' poln. kruiUe ist kl'ugleia. Hankas ahböhm. flössen haben 66, jB57 krailrk circolea, 99^ 164 krussljrk lii, was llh nlekrt^rst^e. wire es IVäkUe?
I I
GBSTDlMr iqUUADEN Wt
aHtare lebeäiig^fte. fHeih, IJUtadU, Jim: WititAÜBif\ itm^ hen Idehfer des Adas und 4w PMoney' welche Seu» an den imtiiAel erhob (fl. 1^ 488. Od. '5, 872), gleioh jenfem Bordi. TUasei- und ÖmraildiH) aas dem^ rieaeagiBoyocIil ; einige danleii' aie 'aber aus neA^uag (wilde taube) was senat niima heUsi. rtai. Vergikney-Wimmi Festaa eiire aftige^ ofigende erklärung liefert*).
. Siiineial Teiteätel aiiler deai tolk in DeiitseMaad, fast is. gern Eurepa, ist das bild einer Aamie mU afo6da MoMajfi, wi» sehen an jaM sisben iaubm^ der griecili^ sage erinnert, seugriech. novkia (i*anriet 2, 977). die Micke, Uuckariny Uuckhmmey bpuikeime mU 6tn Aüi-^ km ; dän, afieiüUhie { abendhenne ) afUnhimne ( dansk« diglek. middeMd. 1, 102); engl, the hen wUk her dk<- hm»; franz. la pou^wÜre^ in Lothringen potic^A^osstf oder eoer0Sfe'(co«Teii8ey bnithenne, qni eondoit des po08<* sina) *?*); graidiftndn. ektoi»tiM$ oder ^tmehoi' die klucken; HaL gMlUMlkiß bdbm. $lepiee$ kmriüaf (banne mit den kilohleki); uagr. /loaltf , fiisiifuk von tik, tyek gaHtna und iaaont pario. Die Spanier nennen das Siebengestirn tas m«r embriOaä (sieben aieklain) ••«•]; die Polen b^ (alle vdtt>er), Roasen baba (aMes weiby Linde 1 , 38* Serb« eüuchiiai (Vuk 78) ekuchnitoi (bosn. bibet, Offen 1881) 3, 154. 223) 9 si(y?eni vUut^me (die sehwaibeii?), doch erklärt Janiik 22(^ ^die ramstäbe^ wiss ieh nieM vertiteh^. attdi^ der aldMMm. • name scaysaayoie pleiades (Hankas ghMmn SS*») =a litdtttiae ist • dunkel^ die bionftigen? Toii stelin« aeta? atoven. goiriesii^iij posMhiniy die dfehl-» geafitent' die letale beaennnng klingt znamnmM' nril der Ktth. und finnischen ansieht, das geistirn ist ein '«tafr; daa eine menge Mekmr bat oder eiaen hirafen kern aussiebt: Ktth. eiFlas^, lett. ' »^ttiBck^ ehst. add7 oder s^^^W,- *finn. ieulai ^Mtkun^. - warm» aagt Suehenwirl' 4, 826 '^d^a her daz taiit sich in daz laut gleich recht als ain sibemtim? dicht i|ns|[e^treut?
Vom lA'.s^rung der plejaden wird erzählt: Christus gieng an einem . Üeckerladen vorüber, wo frisches brot duftete und .sandte jeine jünger hiUi ^ein brot zu erbiUeUk der becker schlug es ab, doch von ferne stand die beekenn
*) ein deattcher dichter schfeibt viKKe. Amgb. 421». '
**) Tgl. peotam. 4r 9 H sette pslommielie » sieben verwandelte kinder. . '
•*^)'i«feib. des antlq.4, 37». 6, 12!^ IW; *^*) Ddn Quixote 2, 41 (Idel. 4,''63 Vgl. 6, 242).
44*
m '" CBfTlBim :
frais mit Shreii saeh^ IMhierti; und gab dts btot beiariUi. dafür 6(nd sie als . rieb^geiürm an daii himmol . Terselsl^ der beolfdr aber isl aum kukuk geworden (s^ 641 becber* k»eokl) und so lange er frühjiArs vnft; Von Tibiirlii. bU Jim- bamiis, ist das siebeifgeslirn am himMr aicbiber. \m^ n balie aiim di# noirweg. sage .fon jdeni Gerlifadsvogel (8.639).
ViisUei^ lassen fiieb «ooh volksaiiafsige nanen* ahdrer sierne nachweiaeA *). . Litth. beilsen die bicUein wtoju fß jäicjmß (pflüge mit den 4ieh«eB^, die capell«. mimt^ä toa/^to lessentrl^eriQ). Bankas altbökm gl gshen 18^ hmia filr den AUebaran, prayceeftfür den Arctärtts.. Aack beikennungen der Hyaden iwd d6r 'CassiOij^eä Wiren.sa erwarten. Mehrere werden aber oft yerwe^seltV die He** joden mit den Hyaden oder mit Orion^ selbst mit dea wjigen und mit Aranr*^; was duroh blofse glosse» ba wahrt jst; kann nicht für sicher geltem So betraisbte niebt ,als ansgemaeht, dafs die angdührten namdap/foff und nburdnm^ wirklich dem st^robUd Orion . zukommen, die irish fairy tales 2.^. 123 haben pUmgh eher für dein wagen , als .für Orions und wer weifs, ob. Unter den hau«« fen ober nicht die * Tdäst (yotn vs) und die lat. ßnoulag gemeint werdßfn?
Noch uwieberer und soUi^friger. ist es die Mernbider iumI naiuen des. Orients zn vergleichen , doilen aohion eine sehr Torsobtedne ans^bavttog des . himmele. zamgru^e liegi HÄob. 9, 9 wwrden drei geetirne genannt tna( (aach). mta ^itneb) Vd^ (ksil), woraw die LXK suchen * hI^üh^ fan^^qß und i^to^QüCp difo volg. arctnras, Orion und byades./ Luther den wagen am Ummel^ Orion mnd die glucke. Hiob 38, 31 kimeh undloksU.^ in de« I«XX mhti-^ $9g und 'i2(kW, in der vulg. pleiedes und arcturus, bei Luther siebenslem und Orion; Jeaaias 13/10 kül^ iu dea
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*) kymrisohe and galische Hbeln behalteo Hiob 9» 9 die jal. na- men der rulgata bei; woraus nicht folgt dafs es diesen sprachen an eignen sternnamen mangle., Armstrong für das galische crannarain (fcrotschiehdr) Ür die ptejadeo, und dta^bM (feOendiweif} far des kleinaB hfir AD. ' . ■ * ^ . ' . * -
**) Keisersperg postil206: *der 'meerstern, oder der wagen, oder die kmn mit den künlin, wie ir es.heifsen'. Grobianus 1572 bl. 93^^: 'wo der wagen steht und wo die ^luck 9i$i kflnhßln ^^^t\ . mehrere schfiftateller erklaren dömke , , dümmg uiy^eparu durch siebengeeiirn. auch wenn Tobler.370b sagt: 'drei sterne des Siebengestirns heifuen die rosse, neben ihnen siehe ein kleine^ sternleio. daa sei d^r /mkr- matm'f so scheint das Tielmehr auf di^ wagf^ndeicha^l lu b^fiebeo«
rOBSTIRNS
Uük ^JlQitüv , Tttig. dtiroh spiendor onsohrbben , Lutl^r Orion; Amosi' 5, 8 kimeh und ksU, in den LXX i^mgangea^ in der Tulg. aroturus md Orion, bei Lnth. die glucke, und Oiion.. Miphaetis steUte über die Uedenlimg dieesr aterne seine 86 frage , und Ifiebnkr erhieii von araJMacben Judeil^ die Yerschiedeiiate aiiakunfl*): Boletat ergabt rieh als dai wabrai^eiiilichatB: asch sei das arabische sternbüd om en adsok, kimeh (ohima) das arab^ tüHje^ kstt* das amb. a&eif (sihMI) und sie entsprechen dem wagen, den plejadeni dem Sirius. Sieht nran auf den wdrtlichen sinn, so drtltkl adssA> das einige Araber auch in * a$ok vertadeni , aus fereimna, bahre**), ein mit wagen nah?erwandter begüf; Kmeh^ ürMMB, seheint einen häufen Sterne sn beseiehneoi was etwü äneii in jener l»endnnong «ieb liegt; krii ist thörioht^ gottlos, ein frevelnder risse, folglich Orion.
Ihrem nrspvnng nach kann man fiberhaept zwei arten ▼on Sternbildern annehmen, die eine gebraucht' «leArere iteme, mn sie in die gestalt eines dings, eines tbiers sder BMB^chen einznschfefsen ; > die Sterne geben dann gmnd, . gleichsam knoehen her, um welche die volle von der einbildnngskraft erscbante figur gesogen wird» so bil«t den drei nebeneinmider ei%cheinende sierne den Jacobs^ itib| einen rocken oder gttrlel; sieben sterne feigen siok in den umrifs eines bflren, wieder andere in den eines rissen Orion. Die sweite art ist, wie mich d€nkt, ein-* faoher, ktthner und Alter: in eteseAiefi Sternen wird ein ganser mensch ersehn, ohne rttcksicht auf eigonthindiche gesidt, wefehe in der lerne ohnehin verschwindet; rückte ans der Ueinn pnnot ntter^ so würde sie sich von selbst entfalten, so sind die nemlichen drei steme drei mft«» hende minner; iKe sieben sieme der [riejaden eine henne mit iteen jungen; zwei Sterne, die in gleicher entiernung ra beiden Seiten um einen mnttschimmemden Sternhaufen Stefan, nach altgriech. vorstellnng, zwM esd an der krippe« hierbei erscheint die phantasie viel freier und ungezwung- ner, jene umrisse fordern schon mehr abstraction, doch mofs auch fBr sie Buttmans treffende bemerkung ***] gel- ten, dafs ipan nicht damit anhob/ die voltständige gestalt am himmel zu. entwerfen ^ dafs es genügte ein ^iüd^ da-
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*) h«8chr.. mi Arabien p. 114^' hier finiet msD pi 113 -^116
nodi andtore areh. f (ArBinmeo gesaipmelt. .
**) Bocharti hieroz. ed« Rosenmüller 2, 680. *: < . i '
***) eeUtehnog dar at^ri^l^ilder a^f der sriech. «fiffe (abh, der
berl academie. t826^19-^6aj,' .'^
iM RB6SNB0&BN
ton heraiuMladeo : das tWge blieb' «nbesüinlikf 4äei worde später willkürlich ergftazi Auf diese weise ist der bttr vielleicht zuerst an den * drei Sternen des schwan«» ses gefunden werden , die vier anderti gabeii dann deil leib her. ooser wagen gewftlurt die vereinigHng beider arten t die deichsei entstand , gleich jenem schwans , durch nmrifs, die vier räder waren eher- in einaelneii stemen besümmt« Wichtig ist die einstinunnng, dafs die griecb. gölter «Irischen in steme versetzen , wie es Tfaörr nad Odinn thnn (s. 348. 686).
Die erscheinvng des regenboffmg am Ummel erzMgte mdirfäche mythische vorsteUnngeji, den gewölbte» 'begen AiKimt die edda für eine himndiscbe 6r0db, über weiche die gMter > wandeln : ne heirst daher Asbiü^ (Swn. 44'), gewöhnlieh Bifröst (das wflr.e ahd. piparasta), die bebende sittM'nde strecke, dennröstj geth. ahd. raste drückt eine bestimmte ferne aus, unser stände eder meile; sie isl die beste aller brücken (Sirai. 46*), aus drei färben stark gezimmert, aber doch wird sie -dereinsl behn walt» aatergang, wenn Maspells söhne darüber fahren , zasmo-f niedbrechen (Sn. 14. 72). der schweif dieser bl^acke*) reicht an Himinbiörg, BeindaHs w^hnang (Sa. ^1) and BeimdaUr ist zum wfiehter der brücke "gesetzt: er hütet iie.*^) vor hrfmdnnrsen and bergriesen, dannt diese nicht aber die brüche in den himmel dringen (Sn. 18. 3(^. l^ ganze ansieht stimmt zu den wagen, auf weichen die göt^ ter am himmel fahren und den strafsen, die sidi darch ihn himtfiehen Tg:L oben s. 335. 336. Das^ christenthnm Verbreitete die Vorstellung des A. T.^ zafeige w'cdcber der himmlische bogen ein zeichen des bundes, ^^en gott mit den menschen nach, dem regen der groben wasseiilul ge^' achlossen hatte, war: ahd. regänpo^go^ ags. wMtoga Cmdm. 93, 5. Indessen haften noch abergiftubische über-^ lirferungen. das valk wübnt, an der stelle,- wo • der re*
*) hrümrspardry. wie wir noch jetzt der brücke eineli köpf tUf ichrciben (t^te de pont), gleich als hätte sich ein thier über den flafs gelegt, köpf und schwänz auf beide ufer stützend, aber auch der Dtme spordr (eigentl. canda piacis) ist nicht %u übersehn ,- wie röst, rasta ein gewisses Stadium, so drückt das goth. spaürd»i ahd. spurt den Zwischenraum aus, ganz im abstracten sinn unseres mal. daher firaigra. Iheot 14, 19 dfenrira Ipuvtim (träms TieibniO was auch rast6m heilsen dürfte. Meinen «die füner A -MUirtpotdi Sbm. 106* den regenbogen ? ' . ' i < '
* **) oft werden sonst riesen zu brückenhfiteril bestallt (s. 522J M6tfgutfr die Jungfrau hütet giallarbrA (Sn. 67). '
ein siriialc rethorgmi; ms dem regenbogeii feilen goM-- mdOEen oder pfeimiDge nieder, fefinidne goldbloche beifteti refenbogensekunehit^, patellee Iridfie, die eenne rereettle sie im regvnbegfeii. Id Baiem nennt man den regenbogen himmeking, ^mmeming'y jene mttneen itomndHiipscMit- seAi (Schm. 2, 196. 3, 109), vgl. oben s. 333. Die RO^ ner meinteB) der ' aufstehend^ bogen trinke Wasser aus der erde: ^bibit a^cus, pinet hodie'. Plaut, curoul. 1/2; 'purpurens pluvias cur bibit arcus aquas?* Propert. III. 5, 32. muH. I. 4, 44. Virg. Georg. 1,380. Öv.met. 1,271. Auf den regenbojg^en darf man lütoht mit fingern deu^ Im ^) , MO wenig al«, auf gestime. Kimmem oder baüien auf dem regetibogen bezeiebnet eitle, vergängliche un«* temehaften {anm; zu Preidank p. 319. 320), setzen auf dett vegenbogen (Bit. 2016) einen grofser gefahr preisge« bell? 'bebAseii unebene üf regenbogen' (Ti), Hahn 4061) nngleiob sitzen f . soHten ihntiches nicht schon die Heiden von der piparasta gesagt und geglaubt haben? sehr merk«^ wQrdig ist folgende ftbereinkunfl mit den Chinesen : 'tunc et etiamnum viget superstito, qua iridem orieMalem digite monsirare nefoi esse credunt; qm hanc monstfaterit, huic subito Ulcus in manu futurum, iridem habebant Sinae pro signo libidinSs efltrenatae quae regnat'*^). Die Slaven nen- nem den regenbogen poln. serb. nuss. duga, nebeelga (higa, bübm. duha^ • d. h. eigentlich däub^ (tabula, wie an fäs-^ Sern); in Serbien sagt man, alles mannliche, das unter dem regenbogen durchgehje, wandle sich in weibliches, und was von weiblichem geschlecht durchgehe wandle sich in mftnnliches (Vuk s. v.) ***). Ein paa^ slovenische benennungen liefert Murko; mdwa, mdvriuif was sonst eine schwärzlich gestreifte kuh bedeutet, und boskji siO" le%, das göttliche 'stühlchen, gerade wie der regenbogen auch ^in eiukl der welschen göttin Ceridwen heifst (Da- vies brit. myth. 204) vgl. oben s. 125 die Vorstellung von dem stuhl go|tes. Lett. toarraiDihksne ^ dem sinn nach: die mächtige buche? Litth. LaumSs josta, gürtel der Lauma oder Laima (oben s. 387), aufserdem dangans jo9ta (himmelsgürti^l) kilpinnis dangaus (himmelsbogen), öro- rgkssie (wetterruthe) ; bedeutsamer ist die s. 545 angezogne
^^^^ m ■ ■
*) BrauDschweiger anzeigen 1754 p. 1063.
**) Chi*king ex lat P. Lacharme interpr. JnL Mohl, p. 242.
***] abergl. 167 derselbe umgekehrte einflufs der conttellation auf beide geacuephter.
99«
tfßMumoßm
ß^^gfi, m$ ^em (MilMScheii litthaM«, «elcte den reg MbOg«ii aU bot^Q nach der flut und als ratgeber eraeheuien läist. Sna. takotmeaari (areua. coeißatia). In einigen- gegendea ]U^tbringena amrroie ,de S^Xi^nan^, .wwrawmede S. £«r« nari. Nach eathn. abergLino. 65 iat der regenbogen des dennergotta aichel^ eine. besMideira awrkwürdige veralal*
InngsarV
,.,« Pen (iirießhen. war die ?()iip» wie im A« T.y aeiohen der gOtter (II. 11^ 27) ;, zugleich eine halbg^^ttin V^»c> die vom hiipiiiel al$ botin enlaendet wird* Die fnder efkannlen d^a farbigißa hegen des himmela ihrem, gotte bukrcm au« Auch nfich unaerm volij^sglauhen- werden die raeel^n der gei^ecbtea vo^ ihren aclmUengeln über den regenbogen in den binaiel geführt (Ziska öatr. . volksm» 49. HO).
Aber jene eddiacke lehre » dafs eor dem welhmtetgßiig Bifröat brecben werde, finde, ich noch in dem gkiubea iia^ sers mittelalters , eine reihe von fahren, ver ddm jüngstea gericht werde der regenbogen nickt mehr eraoheinen;; euch hdrt ich 'aagen, daz man stn (dea. reganpogen) nieht enselia drtaiph jAr vor deme suontage'.. Dmi 3, 61. Hugo voa Xrimberg nimmt 40 jfihre an :
s4 man den regenbogen aiht,. ... > ad ansaget diu werlt niht
den darnllch über vieraec jftr. Renn. 19837. ' unter den zeiche, die clie kirche von dem nahen dea jüngsten tages angibt , findet sich dieaea nickt.
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TAG UND NACBT 803
<;4jp. xxra. tAG und nacht.
I^ebendigBr^ YorgteUungen des alterthvn« v«ii deai ia; und der Mcht gt^en. in <tie von ckü gwtirnra y bilde aM beilige, gflttliidie. Wesen, «den gOttem nah verwnndt. die edda Ufsi den tag isrit ans der nacht erzeugt werden.
Nörfi «in ÜHona hatte eine loöfaler namens NdH tidtviranB und dunkel, wie ihr geschlecht * (avi^rt oc dtek geaihea Atli^ »tt til)*); niefarere mftnner wurden ihr x« theii, Naglfavi, dann iLnar(Onar) **) ein aiirerg, mM dem sie eiae fechW» lörd sengte, die hernach- Odhis gemahliil und ThArsauijUer* wurden ihr letaler mann war asiacher lieh** ter ablcunft und hiers Delllngr , dam sie einen sehn Dagr, lidit nnd ec^ön wie sem viteiticbes gesohieoht, gebar. Drnakm Allvater üetfaehi und ihren söhn Ste^y setsete sie an de» luanmel, «nd gab jödem ein irea* und eitaen wige», flsit. W^hem aio in gemesanai^ seil die erde am«* Mven soHleii. die roaa» hiefiMO dap thaumfihnfge nd ghnsmkknige (s. 621).
im ttamea Oeltngr^ assimilierl Ms DegMmgr, liegt tash der des sohns Oßgr, und weil -Itng gerade alnlam«- mung avsdrtiokt, mufs entweder schon ein früherer ahne Da§r angesammen Werden, oder die reibefolge hat sich, wie oft in alten genealogien, umgedreht.
Für das: wort dags', dagr, lac habe ich granm. 2, 44 eise wnrzd gesucht iiiid mnfo nodi immer die Tergle»* ohnag des lat. dies abreisen, da lantVersohiebUng fahM. dar ilentsobe ansdruck e :eBtwiohell tind sein a in o (od) aUamtel. Dagogon tiefs sieh- an dem. lat dias, und allem was ihm in andern apraohon gleicht,, das ineinandei^reifen der begriffe tag,, himmel, gott nicht Tcrkelinen (s. 177). Wie tag «nd Denar beid» von der Naoht obstammen, so fallen Dies und Deus (Zeus) der neialichen wursel zu; selbst Donar, ags. Tbunor wird man versucht, dem tusk. Tina zu vOk*g(eichen^ da der begrV de^ t^s^ wie wir isehn werden, den des schalls mH sich führt: dann brauchte Tina nicht für Dina zu stehn, sondern würde zum lat.
*) dieee stelUi 19) s. 494. 495 nicht «rwpsan; dafii dia Nai^lit «oj die JBa^a schwarz 8iii,d,.TerBl.eh| sich tpii selbst» und «s kaoa dasaoa Docti keinscfalafsjur die i[ies«n überhaupt eeiogen werden.* (ut* merkenswerth auch die yerbioduDg *99M ^f&k^^ ygL 419« 41 4^ offenliar spielen hier riesen u»d zVerggenealogfea in eiDander.akaif,.
*) Tgl. Baupta leitscbr. 3, 144.
;*r.ii ■:, ^ f' .1..
eeS TAG. NACBT :
tonus and tonitrus gehören. Dens ist unser Tiv^ Zta denn die ejjqzßlnen . götter ^zjßh^n ,iYC(lwl8ei% ,gleii;he namen an sich; 'auch dieses Ziu bestätigt, 'wie fern hier unser Tag steht; selbst für coeluni besitzen wir nur abliegende Wör- ter (s^ 661. 662). Die ind. Und lat. spräche hat aiis der wa?ael dio manig&iche namen fttv gtttter, tag und hiDimel gewonnen, die grieeh« für gMer and himmel, nicht iür lag, die litth. für gott und tag, sieht binänei, die-dav. mir te tag , weder für gott doch himmel , inidlich ufisere nur f&r einen gott, weder für himmel noch tag^ auch hier v^ift sich eine vorzügliche berührung des sanskril mit dem latein, ia deren reiditbunfi sich die Übrigen sprachen auf ver-» schiedne weise theilten. dae gr. r^^iug vxiä^fjpffu halte ich für nahbeschlecbtöt dem deulslshen himina, ' himil,- ud anth *HfiiQa ist eine tagesgöttin.
Ebenso einstimmend in den verglichnen spradiM zeigt sich der name der nacht: goth. nakb^ ahd. nahi, agSw nihiy altn. nAH (f. nfttt), lat. nox, «ocfia, fr. ««tii, Mwv^ri litlli. ndküSy lett. nakUj allslav. noachti, poln. höhm. aoe (s|Mr. notz) sloven. ao»A, serb* «off, sanakr. maUa^ beson- ders in Zusammensetzungen , der gewMifliche auadraok ist im\ oder fiiid ( beide weiUich). man ' hat' vteUaclie dymo- logian vprgebracht, keine befriedigende*), da der tag der leuchtende heifat, aellte in naaht der entgegengeaatzte biB*^ grif dea dunklen Kegoa? dock üchtios» ast aar die fOfli mond unerhellte nacht unarer apracbo ist ein «raitea* aao» aaalefi verbum nahaü eigaa , . aaa deaaaa prfit nabta **) das sabat. nahti, wie aus raagaa mabia, ana lisim fista .(das aobat. mahta und liaia bervorzugehn • scheint! goth. ginä- han, ahd.'kinahan beieritet nun suficero, folglich würe nahta die genftgeiide , friedliche ruhige zagMeH aber ver« mögende und atwke,. dpstfa, was arir den fsiaa gaaz z« trefifen sciMiat. es koamt dazu, dafs ^as^ kAd. dtaraAnoU nicht attaia parnox, totam nocteiki duvana bedeatet, aon«'
.1 ■ . <
*) JPett I» IQO daute» nm'A medarlegan, Baofajr % d«a nakla nichtvachen, «nderet k^t er 2» 57.
**) »1 d<$in gotb. gasah oDd biipiab ..«ntgeh«: ima die pluralfor^ men , ich hatte erat gani hum , binahum, dann aoer ganaünum auf- gestellt, weil 1 Cor. 10, 23 bi^aüht Ißt «I^ot« lud,. yerschiedepllicb gamtAna' mh\iqm^ yorköitoint das n j^and yor li 'aä) rerhSlt sieb wie in tka! , sknlum , man , munnm » mid ' ahd. mae , magum , obichon ihd. mäht (ria) statt Ündet das götb, mag, magnm bestttigt aber den fotranf des a und sö irird auch nahts (nox) ein llteres nah, aahnm, nabfa,' fordet», wenn glei^fi \ schon Ulfilas nah, naübuni, naühU gesagt bitte. .r . o .; ,.. . .
TAG. NACnr M9
dem gewMinlioh perfeetw, o^nramnnrtuff^ vollkrMligi mkil. durnehte, durnehtec, wobei man far nicht mehr an naekl dachte, woher weifs Süeier 1322 sdn ^dutchmoclit noz illiinis'? jenes nid (a. 673), der nacht gipfei.
Beide, tag und nacht, sind hehre wesen. der tag hoifcl des hrilige, wid den flrieahen Uqov "^/«a^. ^sam mir der. M<M^ loef Ls. 2, 311 wie "A mir doz *si%e üMir Roth. lli». 'die Ueben tag^ lis. 1; 165«. 'der Ut*^ tmff. Smplic. 1, 5« Beide werden danm grflfiiehd an- geredet: 'heill Bogt, heiKr Ikigt tyrnts heil N&U ok nipt I dreidom augom Ittit ockr finnig ok gefit sitjofidom sigort', rie sollen mit gnfidigen äugen auf die menschen niedersckaun "und sieg Yorteiben. Stm. 194^. Auch Mar- tHM von Amberg beiditspiegel erwdmt no^h das iinbeten des tags, 'diu eMe naht Ms. 2, 19e^\ diu hMge naht Gerfa. 3641; fitau Nebt. MsH. 8, 423«.
Nach jener nord. Vorstellung fahren Nacht und Tag, gleich andern göticrn in wagen, aber auch die sonne hat ihren wagen , dem nuNid wird , meines Wissens, keiner zu«« geschrieben. Nacht und Tag spannen jeder nur ein pfn'd vor, die Sonne hat zwei yforde. man dachte sieh fe^lcb den tag als« etwas von der sonne unabhängiges, so wie der mond gerade die dunkle naebt erleuchtet, wahrscheinlich liefs man den wagen des Tags dem der Senne voransge- hen*), hinter der NasM den Mond folgen. Nicht be« dentongsles mag der Wechsel des geschl^ts sein, dem mfinUlichen Tag' zur seile steht die weiblicbe Sonne, der weiblichen Naeht der mlnnliche Mond. Der griech> my«^ thus verleiht dem Helios und der Selene wagen, keine den gottheiten des tags und der nacht; doch gebraucht Äschylus in den Perseni 386 vom tag Tievnon^koff t^/tiiga er läfet ihn mit weiften rotsefi reiten. «'Dlis räthsel bei Reinmar von Zweier Ms. 2, 136 lüfst den wagen des jahrs von sieben weifsen und sieben schwkirsen rossen gezogen werden (den tagen und nickten der woche).- auch hier bricht die vorstelluiig lehrender und reitender gottheiten des heidenthums durch, noch ein in Mones anz. 6, 4&9 beigebraditer sogen beginnt: 'grüefs dich gell du heiliger sarnUag, ich' sidi dich dort herkommen reitent das ist allerdings der heidnische gott Tag^ wie er auf Scmfäkeo (alHi. Skinfaxi Sn. 11) mit der leuchtenden mfihne einher
*) d. h* t^ff oder morg^a bIM d« vor der ttnme, die sonne oo- tentätct fie gTeichiäm ; uns 'daie dhi niatie fr lieblez nehtn^n hdi dem morgen üb^ bhfe. Nib. 1M4, 2;
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reitet; wer aber m den Kehlea gott PaUar (s« 202) auf «eiaein fohlen dieliley urttrde tneh nieht gerade fekbdria-* gen. von der personificetion des- tags soll gleich hernach noch weiteres Torfcomii^en; jene formel verdieRt alle auf«« merksankeii
. Gleiehwoi wird von nntfem dichtem tagesanbmeh dtrch a«f|g[ang der sonne, vorziiglich gern naehtsanbrnch durch ihren nntergnng ausgedrAckt; nicht beginn und ende der nacht durch de» mond, des^ein auf und niedergang Mf gelten damit zusammentrifti Die filtesleii formein triü ich hier nuttfaieiilen.
Die sonne geht auf^ steigt: foth. mmma urrmn^ Marc. 4, 6. .16, 2. ahd. arrnmit; daranAh imm diu aunna N. ps. 103, 82; mbd. si was Af erruhnem. Mar. 180. aitn. fiA rann dagr upp. ^. belg. cap. 220. rni- nan bedeutet eigentlich laufen und flicffen, hier zeigt sich entschiedne analofie des altrdm. Sprachgebrauchs, der ebenso n^mare von der aufsteigenden sonne verwendet: diei principinm eisme, ^od tin mmmt dies ab ensn^ Varro 6, 4 (0. Malier p. 74). mamare solem antiqni di- eebanl, etim solis orientis radü s^ndirem jacere coe« pissent. (Festus s. v.) urreisan (eiigere) sagt Ulilas nicht von der sonne, ßpanisoti wird der aufgdienden sonne ein stechen (apunlai^ beigelegt: yxje el sol» dios^ > que- fermoso apuntaba. Cid. 461; quando viniere Ja manana, <pi6 apuntare e( sei. Cid. 2100. Mch dem anfgang ist die sonne 0ru>acki und 'mit wtKilmmidtr sonnen^ (weisth. 2, 160; 173. 183) taeifst so viel ab bei hellem tag, 'wenn der sonnensohein anf i$< (weisth. 2, 2S0). agi. 4iMer heo- fonleoma com bKcwKf Andr. 836«
Die sonne sinkt, HilU: goth. gfuugq sduil Marc. 1, 33. 9agq sunnd Luc. 4, 40. dimgqäi (oecidnt) Bph. 4, 26; ahd. sunnA p^eal (ruit) phluab (oceldit) gl. Ker. 254. Diol 1, 274«*)l( mhd. Mgei, diu sunne sUgel hin Triste 2402. div aunne was ze feal fesigen Wh. 447, 8. nu hegund <diurstiiine sIgM Aw. l, 41; tl\n.s6latfaUfS6ls€kr; engi smlMeL der letzte ausdruck sagt, dafii sie sieh niedersetzt, es wird ihr deher Mit» oder sM beigelegt, in wetehen sie sieh nach beendigter fahrt begibi ihr «niergang heifst ahd. $edal^ hatte hymn. 18 ^ 1. ags. seMgong^^ ieüräd Csddm. 184, 10; ^oddftl s«nne geedt a sete gMari Andr.- 1306; 'oddftt
*) nhd. Diederschlageo, in boden schlageo (Intrans.). .
**) die ahn. und ag». ifucadie lutenGheidat «wiachen ;|wei abeod' weiten einer froheren (apUn^ ^fea) oQd ap&teren (ofreld, cvild)» j^a« ist Tcapera , dieae €onbciDiuni.^,)«t( qir^i l$f^{ ^* -73^), Miü^^ ^
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Ueorkt ^aUtt sttne •TtgMiorhl A 9kie gMmii knüt. Ym\ 9eäal im kit (ocotnni laHin gntditvr) hymn. 14/ 2. Mu. 9ig svnne 16^ Midie Hei. 86, 12. Mnoe wird an f^tU« fleL m^ K>. geng thv ibamt luo, mm» li «tfrifo Hei. lOS, «. sor^ ip«tfaf dag, sumiele «MÜrHel. 137,20. nt thuo gMgid wiBlIi 9edle toAbov hddra ranaa mid keiiantMfgkni. HeL 170, 1| din. fot etstm gfaator apien tu $äde. Br. 1, 00; IFeaiflfi ' (oocasds) atdrt denn Osim (oriena) gegmObar, und da ^ daa akd. KU/ den pol , Nordklbel^ SuiitUM den Nord^ pol, SüdiMil b»zeidNien (N. Btb. 208), so bat eine fai (km weiitfL ttberiieferte termol aof liobes aker anapracb: 'bii die aonne miir deu WeMkrfiM geht' (1, 836]^ 'bis die smnie am den WektergUtel a^bint? (2, 109); <so lange dat die sonne in den We$i9rge9el sebiat (2) 150); ili der ernten dieser drei steilen wird ^ie seltsaase arkiftrang bei« gefiOgt: ^bis wn 12 «hr'*). 0?ids «es unh hetperiö (met. 4^ 214) gibt AKnreaht: in den liehMi losa^snMi^eii. be« denteitd sobeint mv.die tberainiDunfl dar altn. Grägis 1, 28: far» til lögberga, at a61 ai ä giäkmiti etatm fomtta (giA^ haniaiT ist chasmatis mipes oeeideiiiaHi), ieb #eilde bietu Yon bei anderem . bnlaft' weiter au kondehi beben, mmhi ▼gL nesh in LaadninM. ,b6k 216 dio äusdrtteba: aöl 1 ouMnl ob ^e^. nihd* di» sunne gie ae sedM»i Mit. 3, S7, »als cKo jmne in ir ge$9del tolde gAm UoHeofi 3ßß, was ist das abte* Cir ein orl, dar in demselben gediobt 14^ fainsug«^ naniit wird; ae Osatdfy d* ^ aonnö ir gee^del bit^ die braptatadt ve« Mien? .^maa sebe a. 705 die anm.) GMckriel mit aedal wfire ^kadamy mhd* gaden {cMcnk-^ kam) Mor. 15«, wen» nicfait ze f nftden . geieaen werUair nab. Die aemnewarwegemtld^ begierig nsGob reh*: d^ bete ditt mtfsdtamaie ibr lidbten. Mio hinfe ir gelsaen; Parz.- 32, 24, aiti geht ia 4br bett undaeMa^geäseoh. din« sotew -..,..-. fc. •....< ... .— ' ' ' • * j
▼olleii abeüfl« wo sdioa baobt angebMeheo. niohdiebe- Itflle eMge^ treten ist ich leite emid, gvM Ton CTelUul« iiaalja (iiaoire«eeelieM)> vmd e« bedeutet' apnat toteritiia,, o^eiV^^» nex, iM* mee ai<s 4f ^ uo- tei^g^ng 4e8 tagea (wie oadere mit caed^ere yerwandt ist)^ aotfh hesr ter aus der todesslille der nacbt deuteir kann. Tgl. das engl, the dead of night, deadihne of night, die stodcstille, todstille, itfcliwei(fepde* Mehl, des centiebiiam , ege. ivildlid. WennehbiltfWerchi'aeSnM*iirk; Ton 817m arbeit des »pAlen ebeid« bedeutet, die. den migden.nicbti aufgelegt werden sei), so eotMMra^h ppoh eie al|d, fhuilt 4^#.#gi«. CTild, altn. qreld und qyöld. Casdm. 188, II schlafe iöh lu leaeo Tor; ^Tildr^u eodon en U4ra Mal, (biellu^e) reapffifi^ ftfpo^ee ibant i« .Tfatwia .meloroio. • :, « • ■ ' <h. .1 : •. :. i
*>. I^i, grenab^timpiungen i|t }^€$itr^iUl auch, i^rdi^ . iVF^fld^f. 1, 464. 465.. 481 49a 550. 55tfj^ ' . i
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gftOf^r ttt Mijjw. Dv. 1, 107. .wleD/fik. til &tfilk Dr. 1, 170; mbd. diu mm» gerte lk»n fich'zao reste. Brait 1321»,. diu fiann« d6..M resiß gie. Ecke (Mag.) 110, ah wolie diu junne ze rMfo u« oucb ce gemache nider gftn. Dietr. 14<i; Opitz 2, 286: ^mufs doch eu rO«/^ gehes, so oft es «bmd wird, der «oUna himnuilsiehild.* aUeogl putil the sun wm gou lo r^t Iwaa 3612. Ikmer heutiges lotet, gfukk, mhd. genftde, ahd. JünAd« bedavtet eigeMlich oeigiuigi seDkung, herablasguiig, tehe (s. 672), darast er« IfiUürt aicb die redensart : diu gönne f^ene se gmädei^ (dal pK) Her. 37«. Wolfdietr. 1402; achott Agricola verstand ei